Wie die Gehaltsvorstellung in einer Bewerbung formulieren?

8 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Hallo Crangeos,

Was soll ich in meiner Bewerbung reinschreiben, damit es nicht protzig rüber kommt? 

Wird man bereits bei einer Bewerbung um die Gehaltsvorstellung gebeten, so sollte man in jedem Fall eine realistische Vorstellung benennen, damit die Bewerbung auch zum Erfolg, also Einladung zum Gespräch führt. 

Dazu empfiehlt es sich, vorher den eigenen Marktwert zu ermitteln. Es macht weder Sinn, einen zu hohen Bruttolohn (das zeigt, dass man das übliche Gehalt des Jobs nicht kennt), noch einen zu niedrigen anzugeben, denn am Ende wird im Bewerbungsgespräch "runtergehandelt", freiwillig sagt kein potentieller AG: "Frau X ,Ihre Gehaltsvorstellung ist uns aber zu niedrig, wir packen mal noch 400 Euro drauf!."       ;-)

Dazu gibt es ganz hervorragende Gehaltsrechner, die dann je nach Beruf eine Bruttolohnspanne aufweisen, die bei erweiterter Detaileingabe ein genaueres Ergebnis liefern. 

Hier ist so einer:

http://www.gehaltsvergleich.com/gehalt/search

Gibt man nur deinen Beruf ein, so kommt hier heraus 1340,- - 2553,- , was schlichtweg bedeutet, dass sich die Gehälter in der BRD bei Menschen mit deiner Ausbildung durchschnittlich in diesem Rahmen befinden.

Nun kannst du aber noch Berufserfahrung, Position, Bundesland, Alter etc eingeben, und schon werden die entsprechenden Vergleichsgehalte viel exakter genannt.

Im Anschreiben solltest du dann den Wert angeben, der hier im oberen Bereich liegt, denn wie gesagt, das ist dann für deine Region ein realistischer Wert und es wird ohnehin nach unten verhandelt.

Wenn du deine Gehaltsvorstellung aber nicht im Anschreiben nennen möchtest, so kannst du stattdessen dein aktuelles Gehalt nennen....da kann es dann aber natürlich auch sein, dass es für diesen AG viel zu hoch ist, und er eher einen Mitbewerber einlädt, der dieselben Qualifikationen und Berufserfahrung mitbringt wie du, aber eine deutlich niedrigere Gehaltsvorstellung nennt.

Ich wünsch Dir in jedem Fall viel Erfolg!

Hallo Crangeos,

Wie wäre folgender Ansatz: du schreibst nicht was du verdienen willst sondern du schreibst hast du aktuell verdienst.

… derzeit bin ich beschäftigt als und erhalte einmonatliches brutto von xxxx€. Bitte Runden keine "Komma-Beträge".

Dann kann dein neuer Chef einschätzen in welche Gehaltsklasse du bist-und sich überlegen ob er dich für dieses Geld nimmt beziehungsweise ob er dir gleich ein Angebot mit weniger oder mehr macht.

Viel Erfolg beim bewerben!

s'Fjolnir

Mittels der Frage wird vor allem ermittelt, wie du drauf bist. Was du am Ende bekommst, bestimmt sowieso dein Arbeitgeber.

Aber rechne mit dem Geld was du definitiv brauchst, + eine Sicherheit von 300-400€ extra, wer weiß, was in Zukunft teurer wird, welche Unerwarteten Kosten noch kommen und ob es später noch ne Lohnerhöhung gibt.

Wer zu wenig verlangt, sorgt auch für sinkende Reallöhne.

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