Wie diagnostizirt ein arzt so etwas?

3 Antworten

Medizinische Diagnosen werden werden in erster Linie durch die Anamnese erstellt, also die Krankengeschichte und Symptomkonstellation. Der Arzt hört sich an, warum der Patient zu ihm kommt und lässt ihn im besten Fall erstmal erzählen.

Anschließend stellt er Fragen nach Symptomen, die bei der Erkrankungen auftreten oder eben nicht auftreten, die er für möglich hält.

Daraus erstellt er für sich eine Verdachtsdiagnose. Gleichzeitig überlegt er mehrere Differentialdiagnosen. Das sind Krankheiten, die auch in Frage kommen, aber unwahrscheinlicher sind, als der erste Verdacht.

Der Arzt untersucht dann den Patienten, um seinen Verdacht zu erhärten oder zu widerlegen. Anschließend ordnet er weitere Untersuchungen an, die den Verdacht bestätigen können und manchmal auch direkt welche, die eine Differentialdiagnose widerlegen.

Manchmal kann man auch direkt die Verdachtsdiagnose behandeln und erstmal abwarten. Wenn es funktioniert, hat man richtig gelegen. Wenn nicht, wird der Verdacht verworfen und eine der Differentialdiagnosen wird zur neuen Arbeitsdiagnose, die man dann versucht zu bestätigen.

Im Fall einer Zwangsstörung hört der Arzt oder Psychologe sich an, warum der Patient kommt und wenn er den Verdacht hat, dass es eine Zwangsstörung sein könnte, dann fragt er anschließend bestimmte Symptome ab. Wenn die ebenfalls vorliegen, dann erhärtet sich sein Verdacht.

Insbesondere bei psychischen Erkrankungen ist die Diagnose oft sehr schwierig, weil mehrere Dinge ineinandergreifen. Ein Patient mit einer Zwangsstörung kann ja durchaus darüber auch eine Depression entwickeln. Oder es ist eher eine schizophrene Erkrankung, die sich zwanghaft äußert. Es ist dann oft schwierig herauszufinden, was das ursprüngliche Problem ist, das man behandeln sollte.

na bei manchen ist es ja auch sehr offensichtlich. Wenn man während der Behandlung z.B. ständig ans Waschbecken gehen will und die Haut wund ist^^

Ich reiße mir die Augenbrauen rauß und noch kein arzt hatt was dazu gesagt.

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@Theresa12345

das kann ja auch Nervosität sein... das muss ein Psychotherapeut entscheiden durch gezieltes Nachhaken

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@Theresa12345

Wenn du Angst davor hast, dass dir etwas schlimmes geschieht, wenn du die Augenbrauen nicht raus reisst, so hast du möglicherweise eine Zwangsstörung. Reisst du dir die Augenbrauen raus aus anderen Gründen, z.b. wegen Schönheit, anderen zu gefallen, Schmerzen dabei zu empfinden, aus Wut, weil jemand anderer dies auch macht, usw. so hast du andere Probleme.

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Sowas kann ein Psychiater oder Psychotherapeut diagnostizieren anhand von Befragung. 

Und kan es auch sein das er mich darauv an spricht? Oder wie merkt er sowas das er mich da nach fragt?

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@Theresa12345

Wenn deine Zwangsstörung sehr offensichtlich ist und du sie vor dem Arzt zeigst, wird er dich von selbst darauf ansprechen. Ansonsten gibt es Fragebögen, die du ausfüllen sollst und eine Hinweis darauf geben können. Oder du erzählst von dir aus, dass du seltsame Angewohnheiten hast, die eine Zwangsstörung sein könnten. 

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