Wie demokratisch sind Bundestagswahlen wirklich?

5 Antworten

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die Überhangmandate solten schon abgeschafft werden, weil Die in 1. Linie den großen Parteien nutzen .. Ich denke ab 20% soltlen Die angerechnet werden

Wenn wir uns die Sitzverteilung, sowie das Wahlrecht anschauen, stoßen wir auf diverse Mängel an dem demokratischen Prinzip dieser Wahl.

Welche "Mängel an dem demokratischen Prinzip" sollen es denn sein? Diese pauschale Behauptung solltest du schon erläutern!

Das Schlimmste ist aber, dass Parteien einfach nicht in den Bundestag kommen, weil sie knapp an der 5% Hürde gescheitert sind. Bei der letzten Bundestagswahl waren es alleine 15%.

Es ist vorteilhaft für alle Bürger, wenn eine Regierung mit den notwendigen Mehrheiten Politik machen kann. Die Weimarer Erfahrungen haben gezeigt, dass eine reibungslose Regierungsbildung sehr schwierig bis unmöglich ist, wenn es zuviele Klein- und Kleinstparteien im Parlament gibt. Eine handlungsfähige, stabile Regierung ist wichtig für die Innen- wie die Außenpolitik.

Außerdem schaden die Nichtwähler doch auch dem demokratischen Prinzip der Wahl, da eine Demokratie nur bestehen kann, wenn sich das Volk aktiv beteiligt.

In Deutschland haben die Bürger u. a. das Recht, an Wahlen teilzunehmen. Ob sie teilnehmen oder nicht, ist ihre Entscheidung. Wenn sie keiner Partei ihre Stimme geben wollen oder können, ist das insgesamt nicht undemokratisch, aber gleichwohl demokratiegefährdend, wenn daraus ein Massenphänomen wird. Alternative demokratische Möglichkeiten stehen ihnen zur Verfügung. Wenn die Nichtwähler, die wenigstens bundespolitisch noch eine Minderheit sind, sie nicht nutzen, haben sie das selbst zu verantworten und darf nicht als Argument dienen, die von der Mehrheit der Bürger gestützte Demokratie handlungsunfähig zu machen.

MfG

Arnold

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bitte um ausfürhliche antwort

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Ist das so richtig?

Linuxx

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