Wie definiert sich bei Krebs der Unterschied zwischen einem Tumor und einer Metastase?

4 Antworten

Der Tumor meint den eigentlichen Krebs. Das ist eine Entartung von Zellen, abgeleitet von einem bestimmten Organ (z.B.Prostata). Metastasen sind fortgeleitete Tumorzellen, die sich, je nach Krebsart in spezielle andere Organe einnisten, Prostata z.B. vorwiegend in Knochen. Man weiß deshalb, daß es Metastasen dieses Tumors sind, weil sie entartete Prostatazellen enthalten. Die Diagnose wird entweder durch Nachweis eines sogenannten Primärtumors gestellt, also ohne Metastasen; wenn man eine Tumorformation im Knochen findet, geht man zuerst von einer Metastase aus, da Tumore der Wirbelkörper selten sind, und sucht dann den Primärtumor, bei obigem Beispiel weiß man , daß Prostata gerne in Wirbelkörper metastasiert und untersucht die Prostata.

Nun, Ärzte bezeichnen unter Tumor jede Vergrößerung, Schwellung (z.B. durch Einlagerung von Flüssigkeit) eines Gewebes. "Tumor" ist eines der 5 Kardinalsymptome der Entzündung (rubor, dolor, calor, tumor und functio laesa). Nachzulesen in Wikipedia. Vielleicht meint AquaRom aber den Unterschied zwischen Primärtumor und Metastase. Primärtumor ist der Ort/das Organ, wo die bösartige Neubildung entstanden ist. Deshalb spricht man dann auch von z.B. Darm-, Magen-, Haut-, Schilddrüsen-, Nierenkrebs usw. Hat der Primärtumor dann eine Aussaat über die Blutbahn oder über die Lymphwege in ein anderes Organ (z.B. in die Lunge, in die Leber, ins Gehirn, in Knochen etc.) geschickt, dann sind das dort die Metastasen des Primärtumors.

Das ist ein sehr komplexes Thema, das hier in der Kürze gar nicht behandelt werden kann. Schau in den folgenden Link, da wird so Einiges sehr gut und verständlich erklärt.

http://www.krebsinformationsdienst.de/Fragen_und_Antworten/hirnmetastasen.html

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