Wie darf man gesetzlich auf eine Fotoattacke im Alltag reagieren?

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4 Antworten

Personen darf man als zufälliges Beiwerk eines Fotos immer fotografieren. Wenn das Fotomotiv z.B. ein Springbrunnen ist und du zufällig davor sitzt, ist es legal.

Wenn die Person das Hauptmotiv ist, darf man das Foto zwar knipsen, aber nicht veröffentlichen. Wer auch immer dich fotografiert hat, ist also verpflichtet, dein Gesicht zu verpixeln.

Jedenfalls rechtfertigt ein Foto keine Notwehr. Du kannst dir die Person nur genau merken oder zurück fotografieren. Damit gehst du dann zur Polizeiwache und erstattest Anzeige wegen dem Verdacht auf Verletzung des Rechts an deiner Abbildung.

Nachlaufen wäre Nötigung und Drohnung, also eine Straftat. Da der andere ein Foto von dir hat, kann er dich dafür leicht anzeigen. Spar dir das also!

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z.b. ... , weder vorher zu fragen noch hinterher das Foto zu löschen?


Das würde Streetart vollkommen unmöglich machen. Welcher Mensch schaut oder tut noch weiter so, wenn er plötzlich weiß dass er fotografiert wird.

Normal ist Foto machen, dann Fragen, ob man es nutzen darf. Ob und wer sonst noch Bilder im öffentlichen Raum von dir gemacht hat, kannst Du so oder so nicht kontrolieren bzw verbieten, aber und nur das Veröffentlichen. Und damit ist nicht gemeint es einem anderen auf dem Smartphone zu zeigen. Warum auch? Dieser könnte genau an der selben Stelle gestanden haben und dich eben so gesehen haben. (Wenn Du doof oder in seinen Augen lächerlichen Klamotten rummstandst ist es wohl eher deine Schuld und jeder hätte es sehen können, der gerade da war).



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Normale Menschen aber dürfen in normalen Situationen in der Regel immer Fotos machen. Ausnahmen:

Bei Eingriffen in die Intimsphäre ist das Fotografieren nicht erlaubt,auch nicht in solchen Momenten, in denen durch eine Fotografie die Menschenwürde des Abgelichteten verletzt wird. Oder wo jede denkbare Veröffentlichung oder Verbreitung von vorneherein ohne Einwilligung der fotografierten Person unzulässig wäre.

Wenn die Fotos natürlich veröffentlicht werden z.b in Facebook darfst du die Person natürlich anzeigen. Auch wenn das wenig bringt da solche anzeigen in der Regel wegen mangels öffentlichen Interesse eingestellt wird. Dir bleiben natürlich die zivilrechtlichen Ansprüche erhalten.

Wenn du z.b. Zusammen gehauen wirst ( Hier wird die Menschenwürde verletzt)  Darfst du den fotografierer natürlich festhalten damit die Polizei die Daten aufnehmen kannst und du deine zivilrechtlichen Ansprüche in Anspruch nehmen kannst. Z.b. Löschung, unterlassung ggf. Schadensersatz 

Hier kann 229 BGB und 127 STPO interessant sein. Je nach Situation.

127 StPO

Wenn du z.b. Als Ladenbesitzer jemanden festhalten musst weil er sonst flüchtet. ( Er hat z.b. Geklaut oder den laden kaputt gemacht.)  Es muss auf frischer Tat passieren. 

229 BGB 

Wenn du den randerlierer am nächsten Tag siehst darfst du ihn nach 229 BGB festhalten, weil es sonst sein könnte das du deine zivilrechtlichen Ansprüche nicht mehr geltend machen kannst. 

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Erst einmal das Rechtliche.

Es ist nicht verboten fremde Personen zu fotografieren ,man braucht auch nicht um Erlaubnis fragen. Problematisch wird es erst, wenn die Fotos im Internet landen. Dann greift das Recht am eigenen Bild (§22 des Kunsturhebergesetzes)


Egal, auf welchem Weg Photo- oder Filmaufnahmen zustande gekommen sind: Grundsätzlich gibt es keine Rechtsgrundlage, nach der bereits gemachte Photo- und Filmaufnahmen wieder gelöscht werden müssten. Wird unter Zwang oder Gewaltandrohung eine Herausgabe von Photo- oder Filmapparaten gefordert, so ist dies ein räuberischer Diebstahl gemäß §252 StGB. Werden existierende Aufnahmen gegen den Willen des Photographen gelöscht, so liegt bei herkömmlichen Filmen eine Sachbeschädigung gemäß §303 StGB vor, bei digitalen Speichermedien eine rechtswidrige Datenveränderung gemäß §303a StGB. Bereits der Versuch ist strafbar.

Allerdings wie das hier abgelaufen ist , könnte das schon ein Eingriff in das Persönlichkeitsrechts sein
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