Wie damit umgehen, wenn man keine Wohnung findet?

11 Antworten

1300 Euro ist zwar nicht übermäßig viel, aber auch ganz klar nicht wenig! Das alleine kann nicht der Grund sein, warum du keine Wohnung bekommst. Ein Vermieter schaut nicht unbedingt auf die Höhe des Einkommens, sondern ob die Höhe der Miete zum Einkommen passen. Wenn du dich für eine Wohnung interessierst, die du dir mit 1300 Euro leisten kannst, ohne in Existenznöte zu kommen, dann hat jemand mit 2000 Euro nicht automatisch mehr Chance auf die Wohnung. Viel wichtiger ist z.B. die Art des Jobs (ein Beamter mit 1300 Euro hat vermutlich bessere Chancen, als ein Angestellter mit 2000 Euro und befristetem Arbeitsverhältnis). Auch die Schufa sollte sauber sein. Und nicht zuletzt ist dein Auftreten bei der Wohnungsbesichtigung (bzw. auch schon vorher bei der Kontaktaufnahme) sehr wichtig: Pünktlich, freundlich, höflich und vor allem ehrlich zu sein bringt dich sehr viel weiter als ein hohes Einkommen.

Und wie hier schon andere schrieben: Vielleicht müssen deine Ansprüche ein wenig heruntergeschraubt werden. Mit 1300 Euro sollte deine Wohnung zwischen 450 und 550 Euro im Monat kosten.

Ein kleiner Tipp, der zwar kein Geheimtipp ist, aber dir einen kleinen Vorsprung gegenüber Wohnungen in Immobilienbörsen verschaffen kann: Sieh dich in den in Frage kommenden Wohngegenden um nach "zu-vermieten-Schildern" in den Wohnungen - und zwar regelmäßig wieder! Da Wohnungen in vielen Gegenden knapp sind und Vermieter genau wissen, dass sie die Wohnung schnell vermietet bekommen, wollen viele die Kosten nicht nur für Makler sondern auch Zeitungsanzeigen sparen. Meine letzten Mieter habe ich genau so gefunden: Schild ins Fenster, wenige Stunden später der erste Anruf, 3 Tage später vermietet.

Für 450€ bekomm ich eine 5qm Wohnung.

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@osakueth

So hart es klingen mag, aber wenn man sich nicht mehr leisten kann, dann hat man entweder eine kleine Wohnung in einer guten Wohnlage oder eine große Wohnung in einer schlechteren Lage... Und wenn alles nichts hilft, dann muss man im Zweifel leider auch einen Arbeitsplatzwechsel inkl. Umzug in eine andere Stadt erwägen.

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Du musst die Objekte der Begierde eben Deinem Einkommen anpassen. Sprich: bei 1.300 netto wird Dir natürlich kein Vermieter eine Wohnung für 800 oder 1000 Euro vermieten.

Aber wenn Du etwas für maximal 550 warm suchst, sollte es auch möglich sein, dass man Dir den Zuschlag gibt.

Oder gibt es außer des Einkommens noch weitere Dinge, die Vermieter stören könnten (negative Schufa, kein Geld für Kaution, etc.)?

550€ warm ist hier unmöglich. Naja unmöglich nicht, aber eine 10qm Wohnung will ich auch nicht haben. Habe letzten eine Besichtigung gehabt. 43qm. NUR 610€ warm. Sehr sehr günstig. Nein, ich habe sie nicht bekommen, weil wahrscheinlich einer dabei war, der 2000€ hatte.

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@osakueth

Nun ja, in teuren Gegenden braucht man entweder einen besseren Job oder muss halt mit einer 1-Zimmer-Wohnung oder einem WG-Zimmer klar kommen, bis man in einer besseren Gehaltsklasse angekommen ist.

Warum reicht Dir denn für Dich alleine keine 35qm-Wohnung, wenn Du in einer teuren Ecke wohnst? Viele Paare wohnen in solchen Gegenden zu zweit mit zwei Gehältern in einer 50qm Wohnung.

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@Gerneso

Natürlich reichen 35qm. Vollkommen. In München - Bogenhausen will einer für 33qm 1200€ kalt haben. Dachau ist zwar billiger, aber da zahlste auch schon 700€ für 33qm.

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@osakueth

Tja, dass die Mieten in München und Umgebung gesalzen sind, ist ja bekannt. Warum verdienst Du denn dort so wenig - die Gehälter sind da ja eigentlich auch nicht schlecht?

Also ich empfehle in dem Fall ein WG-Zimmer oder aber eine neue WG mit Mitstreitern gründen.

Hast Du denn Aussicht auf ein ordentliches Gehalt in der nächsten Zeit? Ansonsten vielleicht besser einen (wahrscheinlich gleich bezahlten) Job in einer günstigeren Gegend suchen und dorthin umziehen, wo man mehr fürs Geld bekommt.

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@Gerneso

Also ein WG Mensch bin ich nicht. Ich möchte mein eigenes Leben führen und ich kann ja nicht bis ich 50 bin, in einer WG leben. Außerdem habe ich keinen, mit dem ich eine gründen könnte. Tja, dass mit dem Verdienst ist halt nun mal so.

Wo wohnst du eigentlich und was zahlst du so?

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@osakueth

Hi,

die WG ist wirklich keine schlechte Idee! Ich habe mich auch nie für einen WG-Menschen gehalten, aber als ich meinen Mann verlassen habe, musste ich auch erstmal in einer WG unterkommen, mit meinen Kindern- das hat aber super geklappt und ich und meine Kinder haben Freunde fürs Leben gefunden! 
Ansonsten versuche doch, einen Wohnberechtigungsschein zu bekommen, dann hast du ein Anrecht auf eine Sozialwohnung!

Viel Erfolg!

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@osakueth

Ich wohne auch in einer eher hochpreisigen Gegend - aber mit ensprechender Qualifikation, Berufserfahrung und angemessenem Einkommen. Dazu noch zu zweit (mit 2 guten Einkommen).

Wir zahlen für unsere Wohnung 1600 warm und das entspricht knapp 25 Prozent unseres gemeinsamen Netto-Einkommens. Womit es kein Problem für uns war die Wohnung zu bekommen trotz zahlreicher Konkurrenz.

Wer also gerne in einer bestimmten Gegend wohnen möchte, sollte dafür sorgen, dass seine Ausbildung / Weiterbildung ihm ermöglicht auch gut in dieser Gegend leben zu können oder muss eben mit einem WG-Zimmer zufrieden sein.

Warum verdienst Du in München so wenig? Die Gehälter sind dort doch gut.

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@Gerneso

Diese Frage ist unqualifiziert! Ob Du es glaubst oder nicht, auch in München gibt es jede Menge Jobs, wo man eben am Ende nicht mehr hat, als 1300 € und wo man sich vielleicht erst einmal nach und nach hocharbeiten muss. Nicht jedes Gehalt in München ist hoch, nur weil der Job in München ist.

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Leider ist es so, dass der Andrang auf Münchner Wohnungen von gut bezahlten Leuten im Moment sehr sehr groß ist. Als nicht so großer Verdiener hat man es in der Tat schwer, was zu finden, was dafür sorgt, dass man regelrecht aus der Stadt hinaus gedrängt wird.

Als Stadtbewohner fragt man sich mit Recht, was soll man auf dem Land. Noch dazu ohne Auto. Aber es gibt Alternativen, wo auch Deine Chancen viel besser stehen. Gerne würde ich Dich näher informieren, bitte Dich aber dazu, mein Freundschaftsangebot anzunehmen, denn die Informationen sind dann nicht mehr so allgemein, als dass ich sie hier öffentlich verteilen möchte.

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