wie dämme ich mein dach am besten?

3 Antworten

Im Aufbau nicht die Wärmespeichermassen vergessen, sonst wirds im Sommer unangenehm heiß im Dachraum. Früher wurden Dachräume oft mit Lehmwickel zwischen den Sparren ausgebaut, was für relativ guten sommerlichen Hitzeschutz und gutem Feuchteverhalten (Schutz des Holzes vor Fäulnis) sorgte.

Ich vergleiche das immer gern mit der Konstruktion der Fachwerkhäuser. Die Gefache wurden auch mit Lehmwickeln, bzw. Strohlehmgemische auf Weidenrutengeflecht, ausgefüllt, später dann mit Ziegeln und Kalkmörtel. Dabei wurde höchsten Wert auf Tauwasservermeidung gelegt. So überstanden die Fachwerkbauten Jahrhunderte.

Heute werden im Dachausbau "moderne" Baustoffe, wie Mineralwollen und "intelligente" Dampfbremsfolien verwendet. Das Ergebnis sind gut wärmedämmende, aber stark feuchteänfällige Konstruktionen, die für geringe Heizkosten sorgen können (wenn nicht zu viel Tauwasser ausfällt) und im Fehlerfalle oder auch durch sommerliche Umkehrdiffusion das Dachgebälk schnell faulen lassen.

Soll der Dachstuhl also ein paar Jahrzehnte länger halten, so ist der Feuchteschutz dem Wärmeschutz vorrang zu gewähren, was der Gesetzgeber jedoch durch die Vorschriften an Dämmstoffstärken (U-Werte) verhindert.

Bei den Leichtdämmungen mit den Dampfbremsen sind Tauwasserausfälle die Regel und werden von der DIN bis zu einer bestimmten Menge in Kauf genommen, wenn das Austrocknen im Sommer sichergestellt ist. Leider sind Mineralwollen nicht kapillaraktiv und leiten das Tauwasser nicht aus dem Inneren an die Oberfläche zu abtrocknen. So verschimmeln die mit Kunstharzen (Nahrungsquelle für Schimmel) in Form gehaltenen Dämmungen im Laufe der Zeit (Schwarzschimmel) mit den gesundheitlichen Folgen für die Bewohner.

Vielleicht reicht unter Umständen die billigere Version der Dämmung der obersten Geschoßdecke und der Dachraum bleibt kalt.

Ich bin zwar ein großer Fan von Styropor (Polystyrol), aber bei der Sparrenzwischendämmung ist das nicht ganz einfach, da man die Platten genau zurecht schneiden muss. Hierfür eignet sich dann ein Klemmfilz besser. Ich gehe mal davon aus, dass es Zwischendämmung sein soll und keine Aufsparrendämmung.

Ja wird eine zwischensparrendämmung mochte nur verhindern das so viel Wärme verloren geht was ist da gunstig? Und welche Stärke?

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Ja wird eine zwischensparrendämmung mochte nur verhindern das so viel Wärme verloren geht was ist da gunstig? Und welche Stärke?

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@taker21

Du kannst bei www.u-wert.net den Dachaufbau simulieren und siehst dort auch den U-Wert. Alle möglichen Dachmaterialien können eingegeben werden, natürlich auch die Dämmdicke und auch verschiedene Wärmedurchlasswiderstände können eingegeben werden. Du kannst nur soviel dämmen wie die Sparren dick sind und Platz für eine Hinterlüftung muss auf jeden Fall gelassen werden. Bei älteren Häusern sind die Sparren in der Regel recht dünn, sodass hier mit Dämmdicke meist nicht viel geht und man diese mit einer besseren Wärmeduchgangszahl verbessern muss.

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dein dachdecker sollte der richtige ansprechpartner für dein fragen sein, bei der vielzahl der dämmmethoden und der masse an dämmstoffen,vieleicht hilft das ein wenig.

http://www.schadstoffberatung.de/infobaum/daemm.htm

Leider ist mein Dachdecker ,wie alle in der nicht gerade boomenden handwerkerbrange, auf seinen eigenen Vorteil bedacht und wird mir das empfehlen was ihm am meisten bringt. Deshalb Frage ich hier Menschen die daraus keinen Vorteil ziehen. Dämmen möchte ich selbst.

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