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Eigentlich kann ich mir nicht vorstellen, dass es den Ping verbessert. Es sollte aber definitiv nichts kaputt machen.

Im Video zeigt er, dass er den Google DNS verwendet. Das kann für die erste Suche nach einem Server ggf. eine schnellere Verbindung bringen, aber danach würde ich davon ausgehen, dass man direkt mit dem Game Server kommuniziert und nicht ständig erneut über den DNS geht. Somit sollte dieser meiner Meinung nach im Spiel nicht weiter benötigt werden und auch keine Auswirkung haben.

Ich weiß nicht, wie die Standard-Paketgröße bei der Playstation ist. Es wäre darum möglich, dass die Anpassung des MTU-Wertes etwas bewirkt.

Du kannst es sicherlich ausprobieren, und dann testen, ob es etwas bringt. Ich befürchte, dass es sehr wenig bewirkt - im schlimmsten Fall gar nichts.

Woher ich das weiß:Beruf – IT Support, Studium & Hobby

Wenn Du gutefrage.net anpingst, wird genau einmal eine DNS-Anfrage gemacht. Wenn diese jetzt drei Millisekunden schneller ist, hast Du die Antwort auf den ersten Ping genau drei Millisekunden eher. Alle nachfolgenden Pings zu gutefrage.net werden davon nicht beeinflusst. Genau so ist das bei allen anderen Zielen und Anwendungen auch. Die Latenzzeiten (und genau das wird mit dem Ping gemessen) sind bei der ersten Anfrage vielleicht (aber wirklich nur vielleicht) um einige Millisekunden später. Das wird sich aber weder beim Surfen noch beim Spielen irgendwie bemerkbar machen. Die Latenzen werden nicht durch die DNS-Auflösung maßgeblich verursacht.

Abgesehen davon ist die Latenz beim Google-DNS-Server auch sehr schwankend. Hier mal ein paar Abfragen, auch im Vergleich mit anderen populären DNS-Servern:

~$ dig gutefrage.net @8.8.8.8 | grep Query
;; Query time: 12 msec
~$ dig gutefrage.net @1.1.1.1 | grep Query
;; Query time: 4 msec
~$ dig gutefrage.net @9.9.9.9 | grep Query
;; Query time: 16 msec
~$ dig gutefrage.net @8.8.8.8 | grep Query
;; Query time: 20 msec
~$ dig gutefrage.net @8.8.8.8 | grep Query
;; Query time: 8 msec
~$ dig gutefrage.net @1.1.1.1 | grep Query
;; Query time: 20 msec
~$ dig gutefrage.net @1.1.1.1 | grep Query
;; Query time: 4 msec
~$ dig gutefrage.net @1.1.1.1 | grep Query
;; Query time: 4 msec
~$ dig gutefrage.net @8.8.8.8 | grep Query
;; Query time: 16 msec
~$ dig gutefrage.net @8.8.8.8 | grep Query
;; Query time: 8 msec
~$ dig gutefrage.net @8.8.8.8 | grep Query
;; Query time: 20 msec
~$ dig gutefrage.net @8.8.8.8 | grep Query
;; Query time: 8 msec

Dürfte nicht den Unterschied machen - an sich hat er jetzt einfach den Default-DNS durch den von Google (8.8.8.8) ausgetauscht. Ob das den Ping verändert sei mal dahingestellt, aber Einfluss auf die Downloadgeschwindigkeit wie im Video angegeben, dürfte es nicht haben.

Leider bringt das gar nichts falls du wirklich eine bessere WLAN Verbindung haben willst solltest du diese Sachen befolgen:

  1. : Geöffnete Programme schließen.
  2. : DNS-Einstellung manuell konfigurieren.
  3. : MTU-Werte manuell konfigurieren.
  4. Störquellen vermeiden.
0
@Islamfragedox

Was genau hat WLAN jetzt mit den ersten drei Punkten zu tun?

DNS-Einstellung manuell konfigurieren.

Welchen DNS-Server empfiehlst Du? Was genau ist jetzt der Unterschied zwischen dieser Empfehlung und der im Video?

MTU-Werte manuell konfigurieren.

Welchen Wert empfiehlst Du und welchen Effekt soll das haben?

0

Der DNS Server hat weder Einfluss auf den Ping noch auf die Bandbreite.

Der DNS Server wird nur für den Moment des verbindungs Aufbau wichtig um Namen wie google.de zu IP Adressen zu übersetzten.

Die MTU zu verringern kann bei hohen Paketlost (großes Problem bei wlan) helfen da die Pakete dann kleiner werden die erneut gesendet werden, was dann auch indirekt wieder den Ping verbessert.

Die MTU zu verringern kann bei hohen Paketlost

Packet Loss oder Paketverlust. Paketlost gibt es nicht. Wenn schon Fremdwörter, dann bitte richtig.

helfen da die Pakete dann kleiner werden

Gleichzeitig wird der Overhead im Verhältnis größer. In Anbetracht der Tatsache, dass insbesondere im WLAN die Sendezeit sehr kritisch ist, ist das ein waghalsiges Manöver. Man muss schon sehr genau testen und die optimale MTU durch längere Testreihen herausfinden. Bedenke: Bei WLAN wird jedes Paket quittiert. Reduzierst Du die MTU, bedeutet das, dass Du mehr Pakete senden musst. Die Summe der kleinen Pakete ist größer als die Summe der großen Pakete mit unveränderter MTU. Zusätzlich hast Du pro Paket Wartezeiten und eine Bestätigung, die abgewartet werden muss. Mehr Pakete bedeuten also mehr Wartezeit und mehr Bestätigungen, die versendet und abgewartet werden müssen.

die erneut gesendet werden, was dann auch indirekt wieder den Ping verbessert.

Der Ping ist ein ICMP Echo mit 100 Byte Größe (Windows). Ob die MTU nun 1492 Byte oder 1000 Byte oder 800 Byte beträgt, macht da genau keinen Unterschied.

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@franzhartwig

Ich fremdwort Falle, sorry dafür :)

bei schlechtem Empfang funktioniert es oft die MTU zu verringern, natürlich kein Allheilmittel und beseitigt nicht die Wurzel des Problems wo man eher ansetzten sollte.

Ich habe den Ping und die Latenz für die Verbindung an sich Synonym verwendet das führt du einem Missverständniss

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@Kiboman
bei schlechtem Empfang funktioniert es oft die MTU zu verringern,

Und wie ermittelt man den richtigen Wert? Mit welchen Nebenwirkungen? Noch einmal: Kleinere MTU -> mehr Pakete -> verringerter Durchsatz

Diese Zusammenhänge verschweigst Du. Deshalb sind Hinweise, wie man den richtigen Wert ermittelt, zwingend erforderlich. Eine Pauschalaussage "eine geringere MTU hilft oft" bringt da niemanden weiter.

Ich habe den Ping und die Latenz für die Verbindung an sich Synonym verwendet das führt du einem Missverständniss

Deshalb sollte man das nicht machen.

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