Wie bringt man einen Produkt/ eine Idee auf dem Markt?

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8 Antworten

zu 1:

checken ob es einen bedarf dafür gibt, würde ich, in dem ich das Problem beshreibe, und die leute frage, ob sie sich eine einfachere lösung dafür wünschen, wenn ja, was es ihnen wert wäre...

nehmen wir einen dosenöffner als beispiel. dann baust du (mit genehmigung) einen tisch in der fussgängerzone auf, und fragst die leute, ob sie gerne etwas hätten, was ihnen das öffnen der dose erleichtert. und wenn ja, was es ihnen wert wäre. ggf. die daten auf fragebögen festhalten. das wäre dann die marktanalyse.

zu 2:

die idee mit dem 3d druck ist garnicht mal so verkehrt. allerdings sollte damit dieser auch zumindest ansatzweise funktioniert schon vorher der in schritt 5 beschriebene ingeneur an board geholt werden. man müsste halt eben mal schauen, wie viel arbeit dahiner steckt für ihn etc. am besten VORHER über die gage verhandeln. - kleiner tipp: mit beteiligungen kann man ihn ggf. locken und bei der vorarbeit den preis ein wenig drüken...

zu 3 bis 5:

eine eigene website lohnt ggf. (noch) nicht zu diesem zeitpunkt. das video bei bekannten plattformen online stellen und die präsentation ggf. auf facebook oder der website des groundfundingportals integrieren. spart arbeit geld und nerven... der ingineur sollte schon an board sein

zu 6:

bei kleineren, überschaubaren stückzahlen die erst einmal anfallen, würde ich je nach dem was es ist erst einmal auf einen lokalen fertigungsbetrieb zurück greifen. auch wenn das produkt dadurch noch etwas teurer wird. aber für kostenpotimierungen bleibt nach wie vor auch zeit...

zu 7:

JETZT kannst du eine eigene website erstellen auf der du das produkt vermarktest. du solltest auch unbedingt auf soziale netzwerke wie facebook für die werbung setzen. ggf. auch handzettel in der fussgängerzone vertreiben oder dich an lokale händler wenden, die ggf. intresse an dem pridukt haben könnten.

je nach dem was es ist, nehmen wir mal an es wäre immernoch der dosenöffner, würde ich mir die passenden geschäftspartner suchen z.B. mal bei Lidl, Aldi oder Edeka nachfragen. aber nicht in der filliale, sondern in der konzernzentrale.

lg, Anna

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Nach meiner Ansicht ist die Reihenfolge etwas falsch.

Punkt 1 ist überflüssig.
Wenn Du ein Produkt "erfindest" dann entsteht ja die Idee daraus, dass es so etwas nicht in der Form gibt.

Beispiel: Du erfindest eine andere Art von Dosenöffner, weil Dir in der Küche bei der Küchenarbeit eine Idee dazu gekommen ist.
Du fängst also an einen Prototypen zu bauen, um zu sehen ob diese Idee in der Praxis funktioniert. Ist das der Fall, dann geht es oft mit Verbesserungen an dem Produkt weiter. 

An diesen Punkt hast Du einen Artikel gebaut, den es in dieser Form noch nicht gibt und etwas einmaliges von der Idee oder Handhabung sein sollte auch wenn es nur ein Dosenöffner ist.

Jetzt gibt es 2 zwei Möglichkeiten, 
1) Du suchst Dir in der Industrie eine Firma die sich bereits mit der Produktion von Dosenöffner beschäftigt und versuchst mit denen einen Vertrag zu schließen. Du übergibst "deine Erfindung" und bekommst dafür einen Geldbetrag. Damit ist die Sache erledigt.

2) Du suchst einen Produzenten (Deutschland, Balkan oder Asien, wobei DU dann auch die Zollbestimmungen beachten musst) und lässt 5000 Stück bauen.
Die Produktionskosten werden entsprechend hoch sein, bei so einer kleinen Menge, was sich im Verkaufspreis niederschlägt. Denn es müssen für deine Ware Werkzeuge hergestellt werden und an den Maschinen müssen Anpassungen vorgenommen werden. Bei einer höheren Stückzahl wird der Verkaufspreis entsprechend niedriger sein. In jedem Fall musst Du hier in Vorleistung gehen, dass heißt Du kaufst diese Teile und irgendwann steht ein LKW vor deiner Tür und liefert Dir ein paar Paletten deiner Dosenöffner.
(Auf das Layout der Verpackung, Design der Ware usw. gehe ich gar nicht ein, das würde den Artikel sprengen.)
Wenn Du es klug anstellst, suchst Du vorher Händler die bereit sind deine Dosenöffner zu verkaufen. 

Nehmen wir mal als Beispiel Aldi. Du suchst die Geschäftsleitung auf, zeigst dein Produkt und nennst einen Preis und die Menge. Im Idealfall stimmt Aldi dem zu und Du bist deine 5000 Dosenöffner los. Hier gibt es viele Arten der Vertragsgestaltung. (würde auch den Artikel sprengen) 

Das ist alles sehr einfach dargestellt, in Wirklichkeit sind die Dinge viel komplexer und kosten richtig Geld! Vor allem trägst Du das Risiko das Du 5000 Dosenöffner in deiner Garage hast und die schlimmstenfalls auf dem Trödelmarkt oder über Ebay vertickst, weil sich einfach kein Markt dafür findet. Denn was Du gut findest, muss der Kunde nicht gut finden. 

Irgendwo in dem Prozess muss dein Artikel auch noch zertifiziert und geprüft werden. Es ist also heutzutage nicht mehr so einfach mal eben ein Gerät auf den Markt zu werfen. Die meisten mir bekannten Fälle wählen da lieber den 1. Weg.

Die Ironie liegt auch dem was Du herstellen möchtest. Wenn Du z.B. nur die kleinen Kreuze aus Plastik herstellen willst, die man zum Fliesen braucht. Dann kannste Dir auch eine Spritzgussmaschine in den Keller stellen, lässt Dir ein Werkzeug bauen und musst dich nur noch irgendwie um den Verkauf kümmern. Aber selbst in diesem simplen Fall, brauchst Du erstmal Geld, denn sowohl die Maschine als auch das Werkzeug und selbst der Unterhalt kosten erstmal viel Geld.

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Naja, das ist abhängig davon was für ein Produkt du entwickeln möchtest.

1. Kundenumfragen (bspw. Conjoint Analyse).

2. Professionelle Website erstellen. (Wer dich nach der Umfrage googlet sollte fündig werden)

3. Prototyp mit 3D Druck ist gut. Sollte aber bereits hohe Qualität haben und ggf. erste Funktionen realisieren können.

4. Erneute Kundenumfrage mit Prototyp. 

5. Video sollte sehr professionell wirken.

6. Kickstarter Kampagne kann man machen. Eigenkapital sollte aber auch nicht fehlen. Und man sollte zusätzlich aber über große YouTube Kanäle o.ä. promoten.

7. Ingenieur für finale Konstruktion beauftragen.

8. Zunächst Kleinserien im Inland produzieren. Auslandsproduktion lohnt sich nur in hohen Stückzahlen. Den Stress mit Zoll, Zulassung, Produktionsmanagement im Ausland usw. solltest du dir erstmal ersparen und zunächst das Produkt bekannt machen. Auch wenn du dabei zunächst Minus machst.

9. Händler suchen. Je nach Produkt variiert das natürlich.

Was dir bewusst sein sollte: Egal ob mit Kickstarter oder wie auch immer, das ganze wird erstmal sehr sehr teuer! Du musst mit deinem vollen Einsatz dahinter stehen und wahrscheinlich Tag und Nacht daran arbeiten. Wenn das ganze schief geht sitzt du vermutlich anschließend vor einem großen Haufen schulden, aber so eine Unternehmensgründung bzw. Produktentwicklung funktioniert nur nach dem All-or-Nothing Prinzip.

Wo ich mich nicht auskenne ist Patentrecht, Gebrauchsmuster, sowie Markennamen etc. .. Wenn du Pech hast und dein Produkt eine gewisse Aufmerksamkeit bekommt, macht ein großer Hersteller dein Produkt einfach nach und verdrängt dich innerhalb weniger Tage vollständig vom Markt. Wenn du Glück hast du deine Idee gut schützen kannst, bzw. eine gewisse Größe erreichst, wirst du ggf. aufgekauft.

Ich wünsche dir in jedem Fall viel Erfolg und bin gespannt demnächst ein bahnbrechende Innovation zu sehen ;)

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Wir haben einmal einen Energy-Drink mit gesundheitlichem Zusatznutzen entwickelt. Rezeptur war fertig, Hersteller gefunden, Testpersonen begeistert, Patent beantragt mit Aussicht auf Erteilung soweit alles gut .. 

... dann kam die Vertriebsfrage. Sinnvolle Produktion war nur in großen Stückzahlen möglich. Anfrage an bundesweiten LEH-Großhändler ob Interesse. Antwort ja, das können wir machen. Freude!!!!!

Dann kam der Nachsatz: Sie hätten in Deutschland 20 Zentralläger, für jedes Lager bräuchten wir einen Palettenplatz. Als Einstand sollten wir 10.000,- EUR/Palettenplatz bezahlen. Das wars.

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Der Plan scheitert bei dir schon an Punkt 1.

Wenn du wissen willst, ob für etwas bedarf besteht, brauchst du eine dementsprechende Umfrage. Die dürfte auch nicht egrade billig sein.

Punkt 6 ist einfach. Auch in Asien gibt es sowas wie "Gelbe Seiten".

Punkt 7 ist natürlich dämlich. Du brauchst erst Händler, um es auf den Markt zu bringen. Der Händler kannst auch du sein.

Und für was brauchst du einen Ingenieur? Der ist doch unnötig, wenn du das Produkt doch schon hast.

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Kommentar von Kallahariiiiii
21.10.2016, 11:57

Bis zu dem Schritt mit dem Ingenieur hat er ja nur einen 3D gedruckten Prototyp. Kein Vorserien-Modell geschweige denn ein Serienreifes Produkt.

0

Musst einen Patentamt aufsuchen und es dort "Vorstellen" /dein Projekt https://www.dpma.de/ dort findest du weitere infos :)


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zu 1) Umfragen - frag einfach mal Freunde, Bekannt und Verwandte, also im näheren Umfeld und warte die Reaktionen ab

zu 6) B2B Plattformen - einfach mal Google bemühen, gibt diverse Plattformen für entsprechende Vorhaben

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Komischer Plan.

Guten Rutsch!

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Kommentar von GFquestionsG
21.10.2016, 11:47

Was genau ist daran komisch? 

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