Wie bildet man die Aussprache von -n?

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Genau da, wo auch das /t/ gebildet wird. Es ist alles gleich, nur dass der Verschluss nicht gesprengt, sondern gehalten wird, sodass die Luft durch die Nase strömt. Das /n/ ist ein nasaler Laut, kein oraler. Die Zunge hat KEINEN Kontakt zu den  Schneidezähnen.

Überhaupt spielen die Schneidezähne bei der Artikulation der deutschen Laute keine Rolle außer bei den labiodentalen Lauten "f" und "w".

Klasse!Noch eine,also i wie "immer" "Finnland",die linke und rechte Seiten der Zunge stürzt ein bisschen an Zähnen,vorn offen,und Luft wird von hinten ausgedrückt,ist es richtig?

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@Yiming

Ja, die Zungenränder schließen den Mundraum komplett ab, dazu ist es notwendig, dass die seitlichen Zungenränder auch ein wenig Kontakt zu den (oberen) seitlichen Zähnen haben. Die Luft kommt immer von unten, weil die Luft aus der Lunge kommt ;)) Aber sie biegt dann im Rachen nicht in den Mundraum ab, um vorne aus dem Mund zu kommen, wie das bei allen oralen Lauten der Fall ist, sondern strömt durch die Nase. Das ist auch bei "m" und "ng" der Fall.

Welche Sprache ist denn Deine Muttersprache?

Ach jetzt verstehe ich erst: Deine Frage ist auch, wie "i" gebildet wird? Die Zunge liegt breit im Mund, bleibt in der ganzen Größe hinter den unteren Zähnen. Du spürst Kontakt zu den unteren Zähnen am ganzen Zungenkranz. Die Lippen sind eher breit als gerundet, je "igittigitter" das "i", desto breiter die Lippen. Und ja, "i" ist ein oraler Mund. Der Nasenrachen wird durch das Gaumensegel abgedichtet.

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Chinesisch,bei uns ist die Zungenstelle ganz anders.

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Hi,hat -ch wie "ich" dieselbe Aussprache wie hie- "hier"?Es ist das größte Problem bei der Aussprache für mich.

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@Yiming

Nein, das /ç/ (das ist das Lautzeichen) ist enger. Leg mal Deine Zeigefinger seitlich zwischen die Zähne und schließ die Zähne, dass die Finger wie ein Keil dazwischen sind (aber nicht zu fest ;)), die Lippen sind breitgezogen, die Zunge ist auch breit und die Zungenspitze hinter den unteren Schneidezähnen - und dann "ch" sagen. Der Luftstrom darf nicht zu schwach sein.

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Am Übergang vom Zahnfleisch zu den Schneidezähnen und fest andrücken,

Zunge dezenz eingerollt nach oben an den inneren schneidezähnen gedrückt 

Eingerollt? Nein. Die vordersten 2-3cm der Zungenspitze direkt hinter den oberen Schneidezähnen flach an den Gaumen legen. (Jeder kann "n" sagen aber viele Leute können nicht die Zunge rollen, das ist übrigens genetisch bedingt.)

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@Smartass67

Richtig! Die Zunge wird weder eingerollt noch an die Zähne gedrückt. Die "2-3 Zentimeter" nach der Zungenspitze nennt man übrigens Zungenblatt.

(Aber es stimmt nicht, dass jeder "n" sagen kann - auch wenn das nur schwer vorstellbar ist.)

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Das ist nicht korrekt. Zwar lässt sich das "n" auch so bilden, aber die addentale Bildung (addental = an den Zähnen) ist keine physiologische Bildung, weil die Zunge viel zu oft an die Zähne drückt, die ja im Prinzip nur fest aufgehängt sind. 

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