Wie bewirbt man sich am besten mit schlechten Noten für eine Ausbildung?

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7 Antworten

Wo liegen denn ihre Interessen? Das wäre natürlich sehr interessant :) Es gibt ja soo viele Ausbildungsberufe, und da gibts doch sicherlich in fast jedem Bereich etwas, was machbar wäre :)

In einem Bewerbungsanschreiben argumentiert man ohnehin nicht mit guten Noten... Das klingt irgendwie bisschen danach als würde man sonst nichts können... Und die Noten sehen die ja eh im Zeugnis.

Wenn man durch Persönlichkeit und eine Top Bewerbung überzeugen kann, spielen Noten oft auch nur eine zweitrangige Rolle. (Mal davon abgesehen, dass sie ja sowieso auch die alten Zeugnisse zusätzlich mitschicken kann, zumindest mal das aus der 9. Klasse noch ;)) 

Und was auch hilft: Praktika! In ihrem Wunschbereich! Das hilft oft mehr als jede gute Note.

Und nur zur Info: Hatte den Fall letztes Jahr mit meiner Schwester... Mit dem zusätzlichen Problem, dass sie 2 Schulabbrüche vorzuweisen hat.  Wir haben dann viiiele Bewerbungen für Ausbildungsstellen zur MFA raus geschickt... Es kamen NUR Einladungen zu Vorstellungsgesprächen. Keine einzige direkte Absage. (Ich lob mich hier mal selbst für meine Bewerbungstexte ;) )
Irgendwann sagte sie dann mal, dass sie eigentlich ins Büro will, sich aber nicht getraut hat, wegen den schlechten Noten. Das Ende vom Lied war, dass sie hier zwar auch viele Absagen bekam, sich aber dann sogar zwischen 2 Stellen entscheiden musste :) Alles möglich!

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Wie wäre es, wenn sie noch 1 Jahr weiter zur Schule gehen würde z.B. Berufskolleg, um ihre Noten/Chancen zu verbessern? Wenn sie ohnehin noch nicht weiß was sie will, bzw. mit diesen Noten ihre Wunschausbildung nicht bekommt...?

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Dieses Problem hatte meine Schwester letztes Jahr auch... Sie hat sich dann für Großhandelskauffrau oder Industriekauffrau oder Bürokauffrau beworben. Für Arzthelfer suchen sie IMMER Leute. Allerdings muss das halt deiner Schwester zusagen mit kranken Leuten und Blut und so... (Und wenn sie anschließend etwas mit Medizien studieren oder arbeiten will, kann sie nach der Ausbildung auf jeden Fall noch BOS machen.) Wir haben das letztes Jahr so gemacht, dass wir ganz klar in die Bewerbung reingeschrieben haben, dass sie schlechte Noten hat. Zum Beispiel in der Art wie: Auch wenn meine Noten nicht die besten sind, kann ich Sie sicherlich von meinen prakischen Fähigkeiten überzeugen. (Hört sich jetzt blöd an, aber so ähnlich.) Was auch immer gut ankommt ist, wenn sie sich bereit erklärt vorher ein Praktikum zu machen, um eben zu "beweisen", dass sie nur in der Theorie schlecht ist... Aber auf jeden Fall darf sie sich nicht entmutigen lassen. Mit so schlechten Noten muss sie bestimmt um die 20 Bewerbungen schreiben, von denen sie bestimmt nur 5-10 Einladungen bekommt. Und JEDER wird sie auf die Noten ansprechen, also soll sie sich deswegen schon einmal gut wappnen! :-) Zur Info: Meine Schwester hat auch eine Ausbildungsstelle bekommen (war allerdings eine schwere Geburt) und hat jetzt in der Berufsschule nur 1er und 2er. Ich hoffe, ich konnte ein bisschen helfen. Und viel Erfolg an sie!!!

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Es ist natürlich schwer, mit schlechten Noten den Traumberuf zu erlernen.

Da wird man dann Abstriche machen müssen, oder sie geht noch ein weiteres Jahr zur Schule und versucht dann ihre Noten weit zu verbessern.

Die meisten Berufsfbildenden Schulen bieten so etwas an, oder einfach mit dem Rektor der jetzigen Schule sprechen, ob es die Möglichkeit der Wiederholung gibt.

Ansonsten bleibt nur der Weg sich einen Beruf aussuchen, der den Noten entspricht.

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Zunächst mal würde ich Deiner Schwester empfehlen, sich hier anzumelden und sich mal persönlich um ihre eigenen Belange zu kümmern. Das wäre schon ein Riesenschritt in die richtige Richtung.

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass sich Eltern, Freunde, Verwandte abhaspeln können wie sie wollen...wenn die Kids "sich bedienen lassen", bringt das nix.

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Kommentar von ShinyShadow
17.03.2016, 13:13

Manchmal braucht man eben nen dicken Tritt in den Hintern (oder auch 2 oder 3)

Ich hab letztes Jahr auch viele Stellen mit meiner Schwester raus gesucht und viele Bewerbungen geschrieben (eigentlich hab ich so gut wie alles gemacht...).

Tja, sie hat ne Ausbildung bekommen, und seit die angefangen hat, ist sie wie ein anderer Mensch. Viel selbstbewusster und selbstständiger. Die Ausbildungsstelle war perfekt für sie und ich bereue meine Mühe keine Sekunde :)

Klar, kann auch in die Hose gehen... Bei vielen bringt es nichts, aber es KANN auch sorum laufen :)

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Wäre mir neu, dass man im Anschreiben auf seine guten Noten und Lieblingsfächer eingeht. Das interessiert den künftigen Arbeitgeber eher wenig, denn für die Info hat er ja das beigefügte Zeugnis.

Konzentriert euch im Anschreiben auf ihre Persönlichkeit und ihre Stärken. Was kann sie besonders gut, was eventuell im künftigen Job auch von Nutzen sein kann?

Welchen Beruf sie ergreifen soll, hängt allein von ihren Interessen ab. Das kann man aus deinem Text heraus schwer beurteilen.

Ich hatte übrigens auch ein total mieses Abschlusszeugnis mit vielen 3ern und 4ern. Hab mich für eine Ausbildung zur Verwaltungsfachangestellten beworben und wurde dennoch genommen (trotz schlechter Noten). Also so schlimm find ich das bei deiner Schwester nicht. Auch sie wird ihren Weg gehen.

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Ich würde ihr praktika in verschiedenen bereichen empfehlen, somit sieht sie, was ihr gefällt und wenn die voraussetzungen reichen kann man sich bewerben.

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