Wie beutet Deutschland (konkret) afrikanische Länder aus?

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13 Antworten

Es gibt leider sehr viele Beispiele, die illustrieren, was schlecht läuft bei den Handelsbeziehungen zwischen Deutschland und vielen afrikanischen Ländern. Ürigens nicht nur Deutschland, man kann ruhig sagen: die westliche Welt.

Oft geht es dabei um die wichtigste Ressource von allen: WASSER. Für den Rosenanbau wird in Kenia das Wasser verplempert, das die Bevölkerung dringend bräuchte. Ganz zu schweigen von den Pestiziden, mit denen das vorhandene Wasser auch noch belastet wird. http://www.wwf.de/fileadmin/fm-wwf/Publikationen-PDF/HG_Naivashasee_Februar_2011.pdf

Zwar ernährt der Rosenanbau auch viele Menschen dort, gleichzeitig zerstört er aber Existenzen von Bauern, deren Tiere das belastete Wasser getrunken haben und gestorben sind.

Ähnliches liese sich noch für vieles anbringen, was bei uns so gerne konsumiert wird: Avocados, Zuckerschoten, und und und.

Ein anderer Punkt ist ebenfalls nicht zu vernachlässigen: Gerade WEIL so viel Entwicklungshilfe in bestimmte Regionen fließt, lohnt sich dort der kommerzielle Anbau von Nahrungsmitteln für die Einheimischen nicht. Die von diversen Organisationen gelieferten Hilfsgüter sind einfach billiger zu haben

http://www.spiegel.de/politik/ausland/hungerkrise-wie-entwicklungshelfer-den-tod-nach-afrika-bringen-a-551508-2.html

Hierzu zählen auch die vielen Exporte aus Europa nach Afrika. Bsp. Milchpulver: Weil dank des Milchkontingentes und der Agrarpolitik jahrzentelang zuviel Milch für den europäischen Markt produziert wurde, kam irgendwann jemand auf die Idee, den Milchsee abzubauen, indem einfach Milchpulver daraus gemacht wird, was dann nach Afrika verkauft wurde und dort ganz billig angeboten. Die Milch war ja in Europa sowieso übrig und durch Subventionen schon bezahlt. Das Milchpulver macht aber den lokalen Markt kaputt, weil der afrikanische Milchbauer, der mit dem Verkaufserlös sich selbst, seine Kuh und seine Familie ernähren muss, einfach im Preiswettbewerb nicht mithalten kann.

Gleiches gilt für Hähnchenteile: Die Europäer wollen nur die Beine udn die Flügel, sowie das schöne Bruststück. Der Rest wird billig nach Afrika entsorgt und der lokale Hühnerzüchter schaut in die Röhre.

Oder Tomaten: Werden dank Subventionen billig produziert und nach Afrika verkauft, machen dort dem lokalen Tomatenbauer das Geschäft kaputt; der wiederum flüchtet dann nach Europa und pflückt in Italien als Illegaler Tomaten (den Illegalen wiederum kann der Europäer super ausbeuten und für quasi nichts beschäftigen, da er keine Rechte hat).

Wer meint, dass ich mir das ausgedacht habe, kann es auch hier nachlesen: http://www.zeit.de/2015/51/afrika-eu-handelspolitik-subventionen-armut-flucht

Um das ganze einfach zu unterbinden, ist das Problem viel zu komplex. Ich habe mich jetzt auf den Agrarsektor beschränkt, aber ich könnte noch beliebig so weitermachen. Seltene Erden zum Beispiel: stecken in jedem Smartphone und werden von Kindern abgebaut, die von irgendwelchen Warlords dazu gezwungen werden. (https://www.welt.de/wirtschaft/webwelt/article151650363/Nach-diesem-Handyrohstoff-buddeln-Kinder-metertief.html)

Warum? Damit die Warlords weiterhin ihre Konflikte finanzieren können und wir weiterhin billige Rohstoffe bekommen.

Was kann man konkret tun?

  • nicht mehr ständig neue Smartphones und andere Gimmicks neu kaufen, sondern das alte reparieren.
  • regionales Obst und Gemüse kaufen
  • bei Blumen, Obst, Gemüse, Kaffee: auf diverse Bio- und Fairtrage-Siegel achten
  • nicht die 2,99-Hähnchenteilepfanne kaufen
  • und so weiter. 

Dieser Post ist jetzt so lang geworden, dass ihn bestimmt keiner bis zum Ende liest. Wenn doch: Glückwunsch ;-)

Das stimmt zwar, und den Artikel über die Tomaten hatte ich auch schon gelesen, aber man sollte dabei immer bedenken, dass es in der Verantwortung der afrikanischen Regierungen liegt, solche Ausbeutung zu verhindern, und vernünftige Handelsverträge mit europäischen und anderen Ländern zu vereinbaren. In einigen Ländern Afrikas funktioniert das wohl auch recht gut... natürlich nicht in denen, die von Warlords beherrscht werden, aber auch das ist strenggenommen nicht in "unserer" Verantwortung.

Ich meine auch einmal eine Statistik gelesen zu haben, nach der die schädlichen Exporte nach Afrika zahlenmäßig viel geringer sind, als man nach Lektüre diverser Berichte annehmen würde. Diese Extrembeispiele sind zwar an und für sich korrekt, aber beziehen sich womöglich jeweils nur auf einen räumlich sehr begrenzten Bereich, z.B. ein einzelnes Land.

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@Apfelkind89

Natürlich hast du damit auch Recht. 

Der Fragesteller bezog sich ja hauptsächlich darauf, wie "Deutschland die afrikanischen Länder" ausbeutet, daher bin ich auf hausgemachte Probleme nicht näher eingegangen, sondern nur darauf, wie unser Verhalten die Wirtschaft und das Leben dort beeinflusst.

Die ganze Problematik ist im Grunde zu vielschichtig, um sie hier im Forum auch nur ansatzweise ausdiskutieren zu können.

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Kauft einheimische Waren, kauft nicht Waren aus Afrika, das willst Du, Elli.

Boykott im Handel hat noch nie was gebracht.

Schuld hat bei Dir immer der Westen.

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@marylinjackson

Kauft einheimische Waren, kauft nicht Waren aus Afrika

Nein, ich habe doch geschrieben, man soll auf Bio- und Fairtrade-Siegel achten. Wer isst schon gerne Pflanzenschutzmittel und Ausbeutung?

Boykott im Handel hat noch nie was gebracht.

Angebot und Nachfrage, kennste? (Vgl Shell-Boykott 1995) 

Schuld hat bei Dir immer der Westen

Genau danach hat der Fragesteller ja auch gefragt, inwieweit der Westen Schuld ist an den afrikanischen Wirtschaftsflüchtigen. Über einen langen Zeitraum haben einige wenige Länder den Rest der Welt dominiert und die Auswirkungen spürt man bis heute. 

Natürlich gibt es noch viele andere Ursachen, die waren aber nicht Gegenstand der Frage. 

Das Thema ist mE zu komplex, um es hier in ein paar Sätzen abschließen zu können.

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Ihre Schilderungen halte ich für sehr übertrieben. Ich möchte es nun genauer erläutern warum.

"Für den Rosenanbau wird in Kenia das Wasser verplempert, das die Bevölkerung dringend bräuchte. Ganz zu schweigen von den Pestiziden, mit denen das vorhandene Wasser auch noch belastet wird."

Wenn ich so etwas lese, so stellt sich mir sofort die Frage: "Gibt es den Rosenanbau nur in Afrika?". Nach ihrer Logik zu urteilen müsste das Grundwasser der Niederländer hochgradig giftig sein. Liegt es nicht an den afrikanischen Umweltbehörden das Problem mit den Pestiziden in den Griff zu bekommen? 

"Ein anderer Punkt ist ebenfalls nicht zu vernachlässigen: Gerade WEIL so viel Entwicklungshilfe in bestimmte Regionen fließt, lohnt sich dort der kommerzielle Anbau von Nahrungsmitteln für die Einheimischen nicht. Die von diversen Organisationen gelieferten Hilfsgüter sind einfach billiger zu haben"

Es ist äußerst dumm zu behaupten, dass Entwicklungshilfe ein Land an der Entwicklung hindern soll.

"Hierzu zählen auch die vielen Exporte aus Europa nach Afrika. Bsp. Milchpulver: Weil dank des Milchkontingentes und der Agrarpolitik jahrzentelang zuviel Milch für den europäischen Markt produziert wurde, kam irgendwann jemand auf die Idee, den Milchsee abzubauen, indem einfach Milchpulver daraus gemacht wird, was dann nach Afrika verkauft wurde und dort ganz billig angeboten. "

Wieviele Kinder verhungern jährlich in Afrika? Sie wollen mir doch nicht ernsthaft weismachen, dass die billige Trockenmilch daran Schuld sein soll? Die billig importierte Milch beutet die afrikanischen Länder aus? Das ist doch ein Scherz, oder?

"Gleiches gilt für Hähnchenteile: Die Europäer wollen nur die Beine udn die Flügel, sowie das schöne Bruststück. Der Rest wird billig nach Afrika entsorgt und der lokale Hühnerzüchter schaut in die Röhre."

Die Hühnerfleischproduktion ist in Europa deutlich teuerer als in Afrika. Ihre Behauptung ist unlogisch. Und auch hier stellt sich fie Frage: "Wenn das billige Import-Hühnerfleisch so billig ist, dass die lokalen Hühnerzüchter in die Röhre schauen und dabei so viele trotz dem verhungern, wieviele Hungertote mehr würde es ohne diese Importe geben? Die Nachfrage steigert den Preis und nicht umgekehrt.

"nicht mehr ständig neue Smartphones und andere Gimmicks neu kaufen, sondern das alte reparieren."

Die alten Smartphones sind im Vergleich zu den Industrieabfällen wie ein Tropfen auf dem heißen Stein. Die Warlords würden Ihre Strategie sehr amüsant finden.

"regionales Obst und Gemüse kaufen"

Ist leider nicht immer realisierbar. Ich esse gerne Bananen, Ananas und einige andere Früchte, die bei uns nicht wachsen. Aber ich werde ganz sicher keine afrikanischen Gurken und Tomaten kaufen.

"nicht die 2,99-Hähnchenteilepfanne kaufen"

Und dadurch den deutschen lokalen Hähnchenzüchter in die Röhre schauen lassen? Das kommt nicht in Frage!

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@sumi79

Wir (=der westliche Konsument) pickt sich die Filetstückchen raus und schickt den Rest(-Müll) in ärmere Länder. Mit unserem Milchpulverabfall ist dort niemandem geholfen, besser wäre es, die lokale Produktion zu unterstützen.

Die Hähnchenproduktion in Deutschland ist billig, billiger geht es gar nicht. Und da wir ja sowieso nur die Reste exportieren, kann man die ohne Probleme auch quasi herschenken.

Natürlich werden überall auf der Welt Blumen angebaut, nicht nur in Kenia. In Kenia aber (und in einigen anderen Ländern) wird das für die Bevölkerung lebenswichtige Wasser stattdessen für den Rosenanbau verbraucht.

Meine Anregungen waren als solche gemeint: Es wäre schon viel gewonnen, wenn jeder mal sein eigenes Konsumverhalten reflektieren würde.

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@pflanze1k5

So? Dann berichtige mich doch. Jemandem den Unsinn zu unterstellen kann jeder.

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@Elli113

"Wir (=der westliche Konsument) pickt sich die Filetstückchen raus und schickt den Rest(-Müll) in ärmere Länder. Mit unserem Milchpulverabfall ist dort niemandem geholfen, besser wäre es, die lokale Produktion zu unterstützen."

Falsch!

Wir picken die Filetstückchen weil wir uns das leisten können. Der Rest ist KEIN Müll, sondern vollwertige Lebensmittel. Der Wein ist vergorener Traubensaft und ist KEIN Müll. Das Milchpulver ist KEIN Abfall, sondern die Vollmich deren das Wasser entzogen wurde. Sie wird auch bei uns in unmengen von Lebensmitteln verwendet. Ähnlich auch die Fruchtsäfte. Und wenn durch solch eine Lieferung auch nur ein einziger Mensch vor dem Hungertot bewart wurde, so ist mit dieser Lieferung jemandem geholfen. Menschen, die am verhungern sind können sich die Milch von einem lokalen Milchbauer gar nicht leisten, denn sonst wären sie nicht am verhungern. GEBEN IST EINE WOHLTAT UND KEINE AUSBEUTE! Sie können das drehen wie Sie möchten, es bleibt dabei.

"Die Hähnchenproduktion in Deutschland ist billig, billiger geht es gar nicht. Und da wir ja sowieso nur die Reste exportieren, kann man die ohne Probleme auch quasi herschenken."

Ist sie nicht!

Die Fleischproduzenten, genauso wie die Milchbauer machen zwar einen ordentlichen, aber keinen Riesenumsatz. Die Milchbauer gingen sogar teilweise pleite wegen dem Überschuss an der Milchproduktion. Ich finde es sehr vernünftig diese Milch in einer teockenen Form den Menschen zu schenken, die es am nötigsten haben. Nahrungsmittel sind kein Müll! 

Die Essensreste der kasachischen Bürger haben meinen Vorfahren in den 40er Jahren in der kasachischen Steppe das Leben gerettet. Ohne diesen "Müll" würde ich heute nicht existieren. Es ist nämlich auch eine Art zu teilen.

"Natürlich werden überall auf der Welt Blumen angebaut, nicht nur in Kenia. In Kenia aber (und in einigen anderen Ländern) wird das für die Bevölkerung lebenswichtige Wasser stattdessen für den Rosenanbau verbraucht."

Ok. Es ist ein Argument.

Aber ein lokaler Milchbauer würde wesentlich mehr Wasser verbrauchen. Es ist ein Teufelskreis. Ohne Wasser gibt es keine Wirtschaft, keine Nahrung, kein Leben. Leider ist das so, aber der Westen ist daran ganz sicher nicht schuld.

"Es wäre schon viel gewonnen, wenn jeder mal sein eigenes Konsumverhalten reflektieren würde."

Das ist unrealistisch, weil es der Natur des Menschen widerspricht.

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  • ungleiche Handelsbeziehungen
  • Aufkauf afrikanischer Firmen
  • Gründung deutscher Firmen in Afrika
  • Aufkauf von Ländereien
  • Abschöpfung der Bodenschätze unter deutscher Regie und vor allem Besitz

Da wir alle davon profetieren sind wir alle schlechte menschen .. Du / Ich.. wir alle. Deswegen müssen wir das widergutmachen und jene die wegen unserer Schuld arm sind willkommen heissen dann wird man wieder gut. Doch leider kappieren das so wenige.

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@Maxfile22

Du und ich sowie zahlreiche andere "kleine" Leute, bilden dabei allerdings das Schlußlicht.

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Das Problem der meisten afrikanischen Staaten ist:

Die Geburtenraten und damit die Bevölkerung ist drastisch größer als die Zahl der Arbeitsplätze.

Ja, du hast Recht, die Deutschen beuten Afrika eigentlich überhaupt nicht aus. Es gibt nur einzelne Personen, z.B. Führungspersonen in der Wirtschaft, die das tun - ausbaden dürfen die negativen Folgen aber die gesamte Bevölkerung. Es wird nicht unterbunden, weil diejenigen, die davon profitieren wesentlich mächtiger sind, als diejenigen, die gegen die Ausbeutung wären, bzw. ist sich die Bevölkerung ihrer Macht nicht bewußt (siehe Orwell 1984).

Man sagt übrigens heute "Wirtschaftsgeflüchtete", Flüchtlinge nennt man nur diejenigen, die wirklich in lebensbedrohlicher Situation waren, und ihre Heimat nicht nur verlassen, um sich ein leichtes Leben zu suchen. Die 1,5 Mio. irakischen Binnenflüchtlinge, deren Rückkehr nach Mossul innerhalb von 200 ermöglicht werden soll, sind beispielsweise Flüchtlinge; Die Hartz4-Beantrager, die 7-8 Länder durchreist haben, bis sie eins gefunden haben, das ihnen genug Geld gibt, sind Geflüchtete.

Wenn dir solche Gespäche zu anstrengend sind, solltest du sie überhaupt nicht führen, denn die genannten Argumente sind zum großen Teil korrekt. Mir wird hingegen schlecht, wenn ich mir vorstelle, wie klein deine Gedankenwelt sein muss, dass du nicht selbst darauf kommst, die Zusammenhänge zu sehen. Auch wird mir schlecht, wenn ich daran denke, dass Leute wie du am Wahltag über unser aller Zukunft entscheiden dürfen...

Natürlich hast du gar nichts damit zu tun, dass die Rohstoffe für dein neues Handy von Kindersklaven zur Bewaffnung von Warlords gefördert werden. Das ist doch nicht deine Schuld. Und dass Konzerne Ackerflächen und Fischgründe den einheimischen wegnehmen, damit du billige oder exotische Lebensmittel kaufen kannst, hat auch rein gar nichts mit dir zu tun.

Dass man auf Seiten der Fremdenfeinde irgendjemanden Geflüchtete nennt, ist dem denkenden Teil der Deutschen vollkommen egal.

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@Apfelkind89  ach was, Wahltag. Sogar wenn zwei Drittel der Berechtigten ihre drei Kreuze bei den Klingonen machen würden, dann würde die heilige Kuh im Kanzleramt nicht geschlachtet. Sie ist unabwählbar, alternativlos und gegebenenfalls würde sie auch mit Klingonen koalieren. Vorausgesetzt, ihre Brüder und Schwestern behalten ihre Stühle und die Schwulen können heiraten.

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Ich kenne diese Theorien auch, sinngemäß:

"Uns geht es nur deswegen schlecht, weil es euch gut geht, und ihr uns ausbeutet"

Aber, wie schon atzef und tryanswer erwähnten... auch Radof... spielen da diverse Aspekte mit.

EINE Tatsache ist auch, dass die Vermehrungsrate in Afrika ziemlich hoch ist...

Irgendwann reicht es eben nicht mehr für alle, nicht mal mehr für ein tägliches Essen.

Wenn Deutschland/europa innerhalb weniger Jahre/jahrzehnte ähnliche Kinderzahlen hervorgebracht hätte, würde es ebenfalls immer weniger Wohlstand geben.

Aber natürlich gab und gibt es gewisse Ausbeutung, mein Eindruck ist mittlerweile jedoch eher, dass "Die Oberschicht" in jedem Land...die Ausbeuter sind

"mein Eindruck ist mittlerweile jedoch eher, dass "Die Oberschicht" in jedem Land...die Ausbeuter sind"

Und wie beutet "die Oberschicht" in Deutschland nun konkret aus?

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@Philippus1990

Es ist mein Eindruck, mein Gefühl...konkret kann ich das nicht benennen...

Sicher bekomme ich mit, dass viele Arbeitgeber versuchen, gutbezahlte Arbeiter/Angestellte bei deren Ausscheiden durch qualtiativ gleich gute neue Mitarbeiter, aber mit einem deutlich minderem Lohn einzustellen...

...aber das kann man natürlich auch anders sehen....

oder:

wie finanziell potente Auftraggeber Arbeitnehmer aus dem europäischen Umland z.B.: in Containern wohnen lassen und zu Dumpingpreisen über zweifelhafte Vertragskonstruktionen beschäftigen

Das tun die Auftraggeber aber nicht deswegen, weil sie den "armen Menschen" helfen wollen, sondern nur um möglichst wenig bezahlen zu müssen

Aber ich will jetzt keine Diskussion über meine Gefühle und Eindrücke...danke :-)

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Leider typisches Geschwafel.... uns geht es gut, den Afrikanern schlecht -> d.h. Deutschland ist daran schuld -.-

Dies wird den Leuten eingetrichtert, damit wir auch jene willkommen heißen, die aus rein wirtschaftlichen Gründen in unser Land kommen, um von unseren Wirtschafts- und Sozialleistungen zu profitieren.

Lustig ist, das diese selbsternannten Verfechter der armen ausgebeuteten Afrikaner selbst kaum Ahnung davon haben, weshalb die Lebensbedingungen dort so schlecht sind. Da ist es ziemlich bequem einfach  mal die bösen Deutschen anzuprangern und sie zu beschallen ihr Maul zu halten, wenn hunderttausende in unser Land ,,flüchten".

Ach Micky, natürlich ist auch unser Konsumverhalten mitverantwortlich für die Zustände in Afrika. Neben Überbevölkerung, Kleptokratie und anderem.

Das ist dann mal Fakt.

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@AalFred2

Das möchte ich auch nicht bestreiten... aber ich weigere zu glauben, dass ,,unser Konsumverhalten" der ausschlaggebende Punkt ist, weshalb diese Menschen in Massen nach Europa ,,flüchten".

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@MickyFinn

Nein, der ausschlaggebende Punkt ist die Möglichkeit hier seinen Lebensunterhalt und den seiner Familie zu verdienen. Das ist doch auch keine Frage. Dass das in ihrer Heimat nicht möglich ist, hat eben vielfältige Ursachen, wovon eine auch die Handelspolitik Deutschlands und der EU ist.

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@AalFred2

Die Elefanten im Raum heißen -> Geburtenrate und Korruption.

Dafür kann man Deutschland nicht die Schuld geben... wie ärgerlich... aber wie kann man die deutschen dafür verantwortlich machen? Achja... ->

,,hat eben vielfältige Ursachen, wovon eine auch die Handelspolitik Deutschlands und der EU ist."

Versteh mich nicht falsch... diese Worte möchte ich dir nicht in den Mund legen, doch es gibt viele die ein solch einfach gestricktes Konstrukt annehmen und brüllen ,,Wir haben sie ausgebeutet und das sie jetzt zu uns wollen ist völlig verständlich!!". Die großen Problemherde sind aufzuzeigen und einzudämmen.

Warum man den Fokus auf die geringeren Richtet hat nur einen Sinn -> Die Rechtfertigung liefern, das Wirtschaftsflüchtlinge hier einwandern und den bösen (Nazi-)deutschen kräftig vorwerfen, das diese an den Lebensbedingungen der Afrikaner Schuld sind, weil sie diese ausbeuten und egoistisch sind... bla bla bla.

Vielleicht kannst du mir konkret nennen, inwiefern die Deutschen die afrikanischen Länder ausbeuten und ob der normale Bundesbürger so sehr an deren Leid profitiert. Hast du Beispiele für mich? Schließlich vertrittst du ja die Meinung, das die Deutsche Handelspolitik damit zu tun hat.

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@MickyFinn

Deine Bewertung ist schlichtweg falsch. Da gibt es eben noch weitere Elefanten in deiner Herde. Landraub durch Konzerne aus aller Herren Länder. Ausbeutung von Rohstoffen unter unsäglichsten Bedingungen. Klimawandel.

Micky, was meinst du denn, wo so die Rohstoffe für dein neues Handy herkommen? Was meinst du wohin die Reste deiner 4,99€ Hänchenbrust verschwinden? All die Freihandelsabkommen mit Afrika haben schlichtweg das Ziel auch unserer Industrei neuen Absatzmärkte zu verschaffen. Das verdrängt dann eben die einheimische.

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@AalFred2

,,Landraub durch Konzerne aus aller Herren Länder"

Das hört sich wieder nach einem empörten Aufschrei an, ohne fundierte Aussage. Beschränken wir uns auf Deutschland... welche unserer Konzerne begehen in Afrika Landraub?

,,Ausbeutung von Rohstoffen unter unsäglichsten Bedingungen"

 Und damit haben die Deutschen inwieweit zu tun?

,,Micky, was meinst du denn, wo so die Rohstoffe für dein neues Handy herkommen?"

Sicherlich aus den Minen in Afrika (und besitze noch ein Tastenhandy... neu ist es nicht)... aber was soll das aussagen? Wenn ich beim Bauernhof Eier kaufe und sie Zuhause weiterverarbeite, um einen Kuchen zu backen, dann habe ich den Bauern wie ausgebeutet?

,,Was meinst du wohin die Reste deiner 4,99€ Hänchenbrust verschwinden?"

Also sollte man dies nicht mehr dort verkaufen? Dann hungern  noch mehr Menschen... sollen wir denen Filetstücke liefern, die viele sich nicht leisten können, oder sollten wir diese in D entsorgen? Ich bin mir bewusst das Hähnchenrest nach Afrika verkauft werden... aber was willst du damit ausdrücken?

,, schlichtweg das Ziel auch unserer Industrei neuen Absatzmärkte zu verschaffen. Das verdrängt dann eben die einheimische."

Also mit Hähnchenresten zerstören wir ganze Existenzen und lösen eine Fluchtwelle von mehreren Mio. Menschen aus?

 

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@MickyFinn

Beschränken wir uns auf Deutschland... welche unserer Konzerne begehen in Afrika Landraub?

Achso, du kaufst nur Produkte rein deutscher Unternehmen. Das ist wohl aus deiner Sicht lobenswert. Aber damit bist du ein Einzelfall.

Und damit haben die Deutschen inwieweit zu tun?

Indem sie sie kaufen und verwenden?

Wenn ich beim Bauernhof Eier kaufe und sie Zuhause weiterverarbeite, um einen Kuchen zu backen, dann habe ich den Bauern wie ausgebeutet?

Wenn der Bauer seine Produkte mit Kinderarbeit und zu Sklavenlöhnen produziert, damit du sie billig erwerben kannst, kannst du dich kaum hinstellen und behaupten, das hätte mit dir nichts zu tun.

 Ich bin mir bewusst das Hähnchenrest nach Afrika verkauft werden... aber was willst du damit ausdrücken?

Dass du mit deinen hochsubventionierten industriellen Lebensmittelmassenprodukten die kleinbäuerliche Landwirtschaft vor Ort ruinierst, ist warum genau kein Problem?

Also mit Hähnchenresten zerstören wir ganze Existenzen und lösen eine Fluchtwelle von mehreren Mio. Menschen aus?

Wie kommst du darauf?

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@AalFred2

,,Achso, du kaufst nur Produkte rein deutscher Unternehmen. Das ist wohl aus deiner Sicht lobenswert. Aber damit bist du ein Einzelfall."

Sicherlich kaufe ich auch Waren von ausländischen Unternehmen... was ich nicht verstehe ist, warum das Ausbeutung / Landraub sein soll (?)

,,Wenn der Bauer seine Produkte mit Kinderarbeit und zu Sklavenlöhnen produziert, damit du sie billig erwerben kannst, kannst du dich kaum hinstellen und behaupten, das hätte mit dir nichts zu tun."

Und wie soll man die Rohstoffförderer dazu bewegen damit aufzuhören? Soll man einen lieben Brief schreiben

-> Lieber Oberhaupt, bitte beschäftigen Sie keine Kinder mehr, sondern lassen Sie nur noch Erwachsene mit einer 40 Std./Woche für mehr Geld arbeiten. Im Gegenzug sind wir bereit viel mehr zu bezahlen. Herzlichste Grüße Deutschland.

Werden sie dann alles umkrempeln? Oder bei Ablehnung nichts mehr bei denen kaufen, bis humanere Umstände herrschen (wäre eine Möglichkeit)?

Ich persönlich hätte kein Problem mehr Geld auszugeben, wenn dafür mehr bei den Rohstoffförderern (Arbeiter) hängen bliebe. Außerdem nehme ich an, das so ziemlich die Mehrheit in D so denkt.

,,Dass du mit deinen hochsubventionierten industriellen Lebensmittelmassenprodukten die kleinbäuerliche Landwirtschaft vor Ort ruinierst, ist warum genau kein Problem?"

Die Afrikaner (Konsumenten) haben doch die Wahl. Was können wir dafür, wenn sie sich beim Einkauf für ein anderes Produkt entscheiden? Die Bauern können sich dem Markt anpassen, so wie es andere Unternehmer auch machen. Statt Hühner, könnten sie Rinder / Schweine etc. halten.

,,Wie kommst du darauf?"

Nicht wichtig... ich dachte man versucht ein Zusammenhang zwischen ,,armen Flüchtlingen" und den Import von Hähnchenresten aufzustellen. Gut.... dies hat also einen höchst geringen Einfluss auf die ,,Flüchtlingsströme" und Ausbeutung.

Also bist du auch der Meinung, das Deutschland in einem sehr geringen Rahmen für die schlimmen Zustände in Afrika verantwortlich sind? Dazu sollte man noch abwägen, was die Deutschen dort machen, um denen zu helfen -> Entwicklungshilfe, Helfer vor Ort (Ärzte, Lehrer, Ingenieure...), Spenden aus der Bevölkerung... etc.

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@MickyFinn

Sicherlich kaufe ich auch Waren von ausländischen Unternehmen... was ich nicht verstehe ist, warum das Ausbeutung / Landraub sein soll (?)

Leugnest du jetzt den Landraub durch multinationale Konzerne?

Ich persönlich hätte kein Problem mehr Geld auszugeben, wenn dafür mehr bei den Rohstoffförderern (Arbeiter) hängen bliebe. Außerdem nehme ich an, das so ziemlich die Mehrheit in D so denkt.

Natürlich. Geiz ist geil und Billigqualfleisch will hier keiner. Das wird allen aufgezwungen.

Die Bauern können sich dem Markt anpassen, so wie es andere Unternehmer auch machen. Statt Hühner, könnten sie Rinder / Schweine etc. halten.

Natürlich. Da passt sich der Kleinbauer mal den hochsubventionierten europäischen Agrarfabriken an. Wie auch immer er das machen soll?

Also bist du auch der Meinung, das Deutschland in einem sehr geringen Rahmen für die schlimmen Zustände in Afrika verantwortlich sind?

Nein, ich bin der Meinung, dass Deutschland sowie die übrigen westlichen Nationen einen relevanten Anteil an den Zuständen in Afrika haben. Dies habe ja nun auch die ganze Zeit ausgeführt. War das jetzt wirklich zu hoch für dich?

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https://de.wikipedia.org/wiki/Shell_Nigeria

Deutschland ist in Afrika das geringste Problem, es gibt andere Firmen die sich mit Brathaenchen nicht befassen.

Nestle, mit Milchpulver und Wasser. USA, Platinminen in SA. China Eisenerze u.A., Frankreich Pechblende. usw.

Dann kommt noch das Problem der Entsorgung von Elektronikschrott und anderen giftigen Substanzen nach Afrika.

Zu guter letzt Waffen. Der Sudan ist z.Zt. Mode und alle gucken zu.

Fair Play sieht anders aus.

Die Wirtschaftsmigranten aus Afrika haben gehört, dass es in Europa Geld gibt, ohne zu arbeiten.

Für dieses Geld machen sich Tausende auf den gefährlichen Weg zu uns. Ihre Familien in den Heimatländern erhoffen sich, dass sie davon was abbekommen.

Wir beuten keine Afrikaner aus, im Gegenteil, viele Milliarden Entwicklungshilfe erhalten sie von uns.

Was für ein "schlechtes Gewissen " willst Du uns einreden?

Ich benötige keine Waren aus Afrika, die ich nicht auch aus anderen Ländern kaufen kann.

Die Bevölkerungsexplosion mit hohen Geburtenraten  haben wir nicht zu verantworten. Melinda und Bill Gates propagieren zu recht eine rigide Geburtenkontrolle. Mit ihrer Stiftung helfen sie, die Armut zu bekämpfen.

Diese Wanderungsbewegungen gibt es innerhalb Afrikas genauso.

Es sind zwar Wirtschaftsfluechtlinge, aber immerhin. An einem Wochenende waren es 45 Tsd., die nach Suedafrika einstroemten.

Der Unterschied zu DE ist, hier bekommen sie keine Unterstuetzung, sie muessen sich Arbeit suchen und allein zurechtkommen.

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Afrika hat seit 1960 ca 600 Milliarden Dollar Entwicklungshilfe erhalten. Allein von Deutschland ca 150 Milliarden €. Dennoch hat sich an der Wirtschaftskraft kaum etwas verbessert, vielmehr sind die Gelder größtenteil in private Taschen derer geflossen, die heute die reiche afrikanische Oberschicht bilden.

Hier diskutiert der nigerianische Ökonom Chika Onyeani, warum die Afrikaner ihre Misere selbst verschulden. Mit seinem Buch "Capitalist N**ger" sorgte er allein schon wegen des Titels für einen Aufschrei. Er kritisierte darin die Bettlermentalität und die Minderwertigkeitskomplexe vieler Afrikaner, die alle Schuld für ihre Armut noch immer der kolonialen Vergangenheit anlasteten. Sie
sollten sich stattdessen auf sich selbst besinnen, härter arbeiten

https://www.welt.de/wams_print/article883474/Gezielte-Investitionen-helfen-mehr.html

Nigeria soll vom BIP her das reichste Land vor Suedafrika sein, von insgesamt 63 Staaten in Afrika. Ich habe einen Link ueber Nigeria eingestellt, die Zustaende sind dort ein einzige Katasstrophe. Vor allem, das Land wird durch ruecksichtsloses Verhalten gegenueber der Umwelt, kaputt gemacht. Shell USA.

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Sieh dir das mal an. Gibt noch mehr ähnliche Videos auf YT.

Ist übrigens nicht nur Deutschland unter dessen Lebensstil Afrika leidet.

Kinderarbeit statt Schulbesuch- ein Problem, das die Afrikaner selbst lösen müssen.

Regst Du Dich auch auf, wenn bei uns Roma-Kinder von ihren Eltern zum Betteln geschickt werden?

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"Die Deutschen" beuten Afrika nicht aus. 

Das besorgen in der Regel lokale Warlords oder Oligarchien.

Hier mal ein Beispiel:

http://www.spiegel.de/politik/ausland/verschwundene-milliarden-simbabwer-fordern-mugabes-ruecktritt-a-1087311.html

Hab ich gelesen.. aber wo haben die deutschen daran schuld?

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@Maxfile22

Haben sie ja nicht! Weder Deutschland oder deutsche Konzerne beuten Afrika aus, das besorgen die Afrikaner selber, die dabei vor allem von China "unterstützt" werden.

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Allerdings verdienen die regionalen Warlords auch ganz gut an dem Abbau von Seltenen Erden, die im Westen so dringend benötigt werden.

Durch den ständig wachsenden Bedarf daran steigen die Preise und der Bürgerkrieg, z.B. im Kongo kann weiter andauern. Die Waffen der Milizen sind übrigens auch meist "Made in Europe"

Unser Hunger auf das immer allerneueste Smartphone befeuert den Bürgerkrieg ebenso wie die lokalen Warlords und die Waffenhändler, die immer noch Waffen liefern und gut daran verdienen.

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@Elli113

Das ist schlicht eine unsinnige Ursachenbehauptung. Wir kaufen auch japanische Autos oder Kalifornischen Wein oder französischen Käse - nichts davon führt zu Unterdrückung und Ausbeutung!

Wir liefern auch keine Waffen an afrikanische Staaten. 

Du pflegst hier nur alberne ideologische Vorurteile, postfaktischen Humbug, der nichts mit der Realität zu tun hat.

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@atzef

Du kaufst bestimmt auch deutsches Fleisch und bist der Meinung, dass dafür nichts und niemand ausgebeutet wurde? Frag mal die rumänischen Subunternehmer im Schlachtbetrieb, das nitratbelastete Grundwasser und nicht zuletzt die Tiere.. (und jetzt bitte keine Veganer-Hetze!)

Zum Thema Waffen: nach den USA und Russland ist Deutschland der drittgrößte Exporteur. Natürlich wird auch nach Afrika geliefert. Offizielle Zahlen finden sich hier https://www.welt.de/politik/deutschland/article142972724/An-diese-Staaten-liefert-Deutschland-Kriegswaffen.html

Soviel zum "postfaktischen Humbug".

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@Elli113

Niemand bestreitet deutsche Waffenexporte. Aber nenne doch einfach mal das afrikanische Bürgerkriegsland, in das Deutschland Waffen exportiert. Wer sollte das wann genehmigt haben?

Was möchtest du wiederum mit dem Hinweis auf rumänische Arbeiter in Schlachtbetrieben beweisen?

Es gibt kaum deutsche Unternehmen, die in Afrika produzieren...

Dort werden die Menschen u.a. von "marxistischen, linken Befreiungsideologen ausgequetscht wie Zitronen (Angola, Äthiopien, Simbabwe, Mocambique...)

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@atzef

Aber nenne doch einfach mal das afrikanische Bürgerkriegsland, in das Deutschland Waffen exportiert. Wer sollte das wann genehmigt haben?

In Krisengebiete wird tatsächlich nur ausnahmsweise geliefert, z.b. an die kurdischen Peschmerga-Kämpfer. Leider sind oft die befreundeten Diktaturen von gestern, an die man prima liefern konnte, Spannungsgebiete von heute. Außerdem zeigt z.B. der Mexiko-Skandal, dass deutsche Waffen auch dort auftauchen, wohin niemand jemals einen Export genehmigt hat.

Was möchtest du wiederum mit dem Hinweis auf rumänische Arbeiter in Schlachtbetrieben beweisen?

Du hattest was von französischem Käse und kalifornischem Wein geschrieben, den man kauft und für den auch niemand ausgebeutet wurde. Da frage ich mich, wie du so sicher sein kannst? Sogar deutsche Produkte (Fleisch) könnnen teilweise unter ausbeuterischen Bedingungen hergestellt werden, das wollte ich damit ausdrücken. Der Hinweis auf Käse oder Wein hat im Übrigen nichts mit der Ausgangsfrage und der Lage in Afrika zu tun.

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@Elli113

Ausbeutung ist keine moralische Kategorie, sondern beschreibt ein sozialökonomisches Verhältnis. Jede Form privat angeeigneter Lohnarbeit stellt per Definition Ausbeutung dar (In der marxistischen Theorie).

Die Arbeitsbedingungen der Beschäftigten in Schlachtbetrieben wiederum müssen den arbeitsrechtlichen Standards in Deutschland entsprechen - oder wären strafwürdig.

Um zum Thema zurückzukommen. Deutsche Firmen beuten Afrika nicht aus. Das besorgen nationale Oligarchen und warlords. Das besonders deprimierende ist ja, dass vermeintliche Befreiungsbewegungen da unten sich am Ende auf Kosten der Bevölkerung auch nur persönlich bereichern und keinerlei Interesse daran haben, ihre Gesellschaften zu entwickeln.

Eine nachhaltige Veränderung der Verhältnisse in Afrika hängt also mitnichten von einem Wechsel unserer Politik gegenüber Afrika ab, sondern wesentlich von einer radikalen Veränderung deren politischer Binnenverhältnisse!

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@atzef

@atzef... du klingt ganz schön braun. Mir wird schlecht wenn ich lese was du schreibtst. Du hörst dich an wie ein AfD-Fanboy die sagen fast genau das gleiche!!

Du leugnest das wir schuld am elend von Afrikanern haben ?? Geht's noch?? Schämen solltest du dich!!

 

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@Maxfile22

Und du klingst wie ein stalinistischer Denunziationsschwätzer, dem die Argumente fehlen und der sich deshalb aufs Pöbeln verlegt.

Schreib lieber Schmähbriefe an deine Genossen in Äthiopien, Mozambique, Angola, Simbabwe... Da tust du wenigsten was effektives für die Afrikahilfe.

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Gar nicht. Nicht jede Handelsbeziehung ist eine Ausbeutung. Auch vergißt du offenbar die Entwicklungshilfe, die von Deutschland nach Afrika fließt.

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@Elli113

Natürlich kann sie das. Jedoch sind alle afrikanischen Staaten souverän und können selber entscheiden, ob und mit wem sie handel treiben und ob sie die angebotene Hilfe annehmen wollen.

Die Ausbeutung die immer so gerne angeführt wird, hat zur Kolonialzeit mal stattgefunden und ist sicher keine Ausrede für die heutigen Zustände dort.

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@tryanswer

Zweischneidig ist ein Schwert. Wenn alle grossen DE- Automobilbauer Autos in Sueadafrika bauen lassen, 350 Tsd. Stueck pro Jahr, dann schafft das erst einmal Arbeitsplaetze.

Wenn diese Autos aber so teuer sind wie in DE, die Loehne allerdings nur Eindrittel der DE-Werker betragen, dann kann man raetzeln, wer hier Gewinn macht?

Das gilt fuer das bauen in Mexiko und ausliefern in den USA von Autos, gleichermassen. Hier regt sich sogar Trump darueber auf, wer soll sich in Suedafrika auffregen?

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Gute Frage! Ich gehe davon aus, dass den Deutschen schon wieder eine Schuld eingeredet werden soll, aber eine Mitverantwortung kann natürlich sein.

Habe erst vor einigen Tagen einen Flüchtling sagen gehört, er wäre in Deutschland, weil die Deutschen in Libyen bombadieren. Ehrlich gesagt, wußte ich davon auch nichts :)

Es gibt sicher auch jemand der das besser aufklären kann.


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