Wie beurteilt Ihr Eure Musikproduktion mit einer Daw?

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4 Antworten

Hey, intressante Fragen die du stellst.

Ich möchte mal meine Erfahrung mit euch hier teilen.

Angefangen zu produzieren hab ich vor 2 Jahren mit FL Studio 11, bei dem ich bis heute geblieben bin.

Ich denke viele werden mir zustimmen wenn ich sage, dass einen Song zu produzieren gar nicht so leicht ist.
Manchmal gibt es bei mir Phasen, in denen ich bis zu 10 Stunden am Stück in FL Studio verbringe und dann gibt es Phasen, da rühr ich es tagelang nicht an.

Wenn du mal in der Produktion feststeckst versuche mal beispielsweise das Sound Design zu ändern. Z.b. tauscht du ein Piano mal durch Plucks oder änderst den DrumLoop. Allein das kann dich schon weiterbringen. Auch sehr sehr wichtig ist, dass du von Anfang an mixt, das so genannte "Mix as you Go" Prinzip. Du mixt also während des gesamten Arrangement Prozesses - das ist einfacher, spart Zeit und du kannst direkt das Sounddesign aufeinander abstimmen.

Benutze ruhig mal viele verschiedene Filter oder EQs. Wenn dir dein Track nicht gefällt, dann lösch ihn nicht gleich, sondern versuch herauszufinden, was genau dich stört.

Und Schreck nicht davor zurück, fertige Templates zu benutzen. Das solltest du sogar tun um zu analysieren, wie Sound Design funktioniert und um Ideen für deinen eigenen Track zu sammeln.

:) LG PMG

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Kommentar von Elektrourlaub
29.08.2016, 20:16

Hallo, danke für die interessanten Antworten. Ich werde mal verschiedene Eurer Angewohnheiten für mich ausprobieren und versuchen ein gutes Maß zu finden :)

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Beim Songwriting, Recording, Arrangement etc. bin ich dann fertig wenn es für mich schlüssig ist.
Dann kommen Mix und Mastering und dort empfinde ich einen Track als fertig wenn er in einem gewissen Maße "marktgerecht" klingt und soundmässig mit anderen, kommerziell erfolgreichen Produktionen mithalten kann.
Um dies alles zu beurteilen braucht es meiner Meinung nach 3 dinge:

1. Ein relativ klares Ziel des jeweiligen Tracks und Referenzen an denen du dich und deine Produktion selber Messen kannst.

2. Ehrliches Feedback von Leuten die sich mit der Thematik auskennen und im besten Falle "besser" sind als du selbst.

3. Eine eigene gesunde Selbsteinschätzung und Kritikfähigkeit. Messe dich an den besten deiner jeweiligen Musikrichtung. Frage dich "hätte Künstler xyz auch diesen Sound ausgewählt oder gibt es einen besseren". Gestehe dir ein wenn dein Bass noch nicht so drückt wie in anderen Produktionen oder die vocals nicht so präsent sind. Nur dann kannst du besser werden.

Gruß 😉

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Hallo, ich veruche mal Deine ganzen Fragen der Reihe nach zu beantworten:

Also mittlerweile gefallen mir meine Tracks. Ich glaube jetzt nach über 10 Jahren meinen eigenen Style gefunden zu haben und ich hab auch relativ viel positive Rückmeldungen auf Soundcloud.

Bei mir ist das so, dass vielleicht von 5 Tracks, die ich beginne nur einer fertig wird und davon finde ich dann auch nur 50% so gut, dass ich sie bei Soundcloud hochlade.

Ein Track ist bei mir fertig, wenn er mindestens 5 Minuten lang ist und es dürfen nicht zu viele Elemente darin vorkommen. Meist sind das so höchstens 3 verschiedene Elemente mit denen ich spiele und die sich dann im Track abwechseln.

Ich arbeite eigentlich immer nur an einem Track und brauche da so 1-3 Tage für. Oft hab ich irgendwelche Ideen, die ich aber nicht zuende führe.

Um Dich slebst zu überzeugen schicke ich Dir mal einen Link mit meinen Tracks. Also, das ist eben Techno. Mal mehr, mal weniger melodisch:

https://soundcloud.com/user-782019102/tracks

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Grundsätzlich gilt:

Wenn dein Track wirklich gut ist, dann kannst du ihn auch lang genug hören um ihn fertig zu stellen! Vielleicht  nicht an einem Abend, sondern verteilt auf mehrere Tage.

Wenn man sich bei  einem track schnell müde hört, ist der auch nicht wirklich gut.

Wenn man merkt, man fängt an einzelne Stellen, sounds o.ä. die man vor einer halben Stunde noch super fand auf einmal doof zu finden, sollte man den Track erst mal weglegen. Und dann entweder was ganz anderes machen oder an einem anderen track arbeiten.

Ich arbeite oft an mehreren Projekten gleichzeitig. Und es ist immer wieder erstaunlich wie anders  ein Track am nächsten Tag beim erneuten Anhören klingen kann. Insbesondere dann, wenn dir jemand anderes Feedback gegeben hat und dich evtl. auf ein Detail hingewisen hat was dir vorher nicht aufgefallen ist. Feedback von anderen ist immer cool, aber kommt auch drauf an welchen Geschmack derjenige hat. Das kann ja von deinem Gusto abweichen.

Im Durchschnitt würde ich sagen arbeite ich so ca. 3-4 Abende jeweils ca. 1-2 Stunden an einem Track bevor der dann fertig ist. Aber ich mache - um mich nicht müde zu hören - zwischendurch Pausen bzw. die Abende können auch auf einen ganzen Monat verteilt sein...

Trotzdem ist es mir schon oft passiert, dass ich einen Track fertig hatte, und ihn dann aber nicht mehr hören konnte bzw. regelrecht gehasst habe:-) Das verschwindet dann erst nach längerer Zeit des Nichthörens wieder. Trotzdem habe ich viele Likes bzw. positives Feedback von Leuten zu diesen Tracks bekommen.

Um Feedback zu bekommen, kann man z.B. seine Tracks bei soundcloud oder ähnlichem hochladen und dann bekommt man meist Feedback von allen möglichen Leuten... wenn du da viele Likes bekommst ist es ein guter track:-)

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