Wie beurteilt ihr eine Handlung?

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9 Antworten

Gut gemeint ist das Gegenteil von gut gemacht.

  • Primär muss es um die Handlungen und Tatsachen gehen, also was gemacht wurde und was dabei herausgekommen ist, also um die Folgen und Ergebnisse.
  • "War doch keine Absicht", ist eine der hirnverbranntesten Ausreden, wenn man Mist gebaut hat. Absicht, das wäre ja noch schöner. Dass es keine Absicht war, setze ich fast immer voraus. Aber Schludrigkeit, Dusseligkeit, Unfähigkeit, Gedankenlosigkeit, Ignoranz, Fahrlässigkeit sind auch nicht gut.

Was meiner Meinung nach gar nicht geht ist, eine moralisch schlechte Einzelhandlung, die für Einige notwendig erscheinen könnte, weil an deren Ende gute Ergebnisse erreicht wurden. Sozusagen ein Utilitarist (=so handeln, dass das größtmögliche Glück ensteht)
Extremes Beispiel :
Tante Bea ist stink reich
Der Utilitarist würde Tante Bea einfach umbringen und das Erbe-Geld an Bedürftige spenden.
(Sehr sehr sehr sehr sehr übertriebenes Beispiel, einfach nur zur Darstellung!)
Wenn jemand in den Knast kommt weil er eine Straftat begangen hat, wird die strafe doch auch nicht vermildert, weil diese person es für einen guten Grund getan hat.
Straftat ist Straftat

Das kann man so nicht sagen. Sicherlich zählt der gute Wille für mich erst mal mehr als das Ergebnis. Aber es kommt auch darauf an um was es geht.

Ich persönlich vertrete die Situationsethik, d.h. ich bin der Meinung, es ist nicht möglich, bzw. nicht sinnvoll eine verallgemeinernde Regelung fürs Handeln zu finden, da jede Handlung einzigartig ist und entsprechend individuell zu bedenken ist.

Es kommt natürlich auf die Handlung an, aber meist ist mir beides gleich wichtig.

Sobald jemand mit seiner Handlung Dritten Schaden zufügt beurteile ich dies als ethisch verwerflich. (eine mögliche Ausnahme wäre, wenn dadurch gleichzeitig ein höheres Maß an Schaden/Leid vermieden wird, also z. B. die Tötung eines Mörders, der ansonsten auf andere geschossen hätte)

Der gute Wille führt nur dann zu einem ethisch korrekten Resultat, wenn man sich an der Realität (wissenschaftliche Methode) orientiert und nicht an Ideologien, Religionen oder ähnliches.

Beispiel: Als strengreligiöse Menschen vor 500 Jahren Frauen als Hexen verbrannten (und es heute teilweise immer noch tun, siehe Nigeria!) war nicht die böse Absicht dieser Menschen das Problem (denn sie dachten ja wirklich, dass die "Hexe" vom "Bösen" befallen war), sondern ihre Orientierung an einer Religion, die unseren wissenschaftlichen Erkenntnissen über die Welt widerspricht.

Die Folge ist meiner Meinung nach wichtiger. Ob positiv oder negativ, hängt alleine von der jeweiligen Absicht ab. lg ladypolish

Kommt auf das konkrete beispiel an.

Indem Fall beides wille u der gute Erfolg^^

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