Wie beurteilt ihr die Mauerschützenprozesse unter dem Gesichtspunkt der Gerechtigkeit? (DDR, Schießbefehl, Flucht)?

5 Antworten

runar, wir sollten zunächst die Propaganda außen vor lassen!

Es gab keinen allgemein verpflichtenden "Schießbefehl" in den bewaffneten Kräften der ehemaligen DDR! 

Selbst das nicht unbedingt für Sympathie für den Osten bekannte Wikipedia schreibt:

"Unter dem Begriff 

Schießbefehl

 werden die Anweisungen an Grenzsoldaten der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) zusammengefasst, an der innerdeutschen Grenze auf Flüchtlinge scharf zu schießen."

In der Schusswaffengebrauchsbestimmung für die Soldaten nahmen mehr Raum die Bestimmungen ein, in denen nicht geschossen werden durfte!

Jede Anwendung wurde genau untersucht, eben weil der Richtung DDR sehr "aufmerksame" und vor allem in diese Richtung sehr "menschenrechtsorientierte" Westen genau aufpasste und jeden Fall vor die UNO brachte!

Es gab angeblich eine Dienstanweisung im MfS über die zwingende Anwendung der Schusswaffe in bestimmten Fällen. Auch Spezialkräfte der USA und der BRD sowie anderer Länder stehen in Krisensituationen außerhalb der bestehenden Gesetze und werden im Ernstfall durch Legislative/Judikative gedeckt.

Worüber Du redest, ist das gleiche wie die Androhung von Schusswaffengebrauch, die man heutzutage an jedem militärischen Objekt hier im Lande antrifft und die dort an jeder Warntafel zu lesen ist (so man lesen kann!).

Hier findest du grundlegende Informationen:

Die geführten Prozesse waren gerecht, da sie Verletzungen des DDR-Rechts geahndet haben, die in der DDR aus ideologischen Gründen ungesühnt geblieben waren.

MfG

Arnold

findest du nicht, dass diese bewährungsstrafen etwas zu harmlos sind wenn man sie in Relation mit dem Fakt setzt, dass die Flüchtlinge ihr Leben verloren haben?

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@ArnoldBentheim

nee, arnold!

Entweder wie philosophieren oder wir versuchen, Recht zu sprechen! 

Beides parallel geht nicht!

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@666Phoenix

Phoenix, schon einmal vom Fachgebiet der Rechtsphilosophie gehört oder gelesen? Offenbar nicht. "Gerechtigkeit" ist eine Begrifflichkeit sowohl des Rechts als auch der Philosophie!

Und weiter: Hier ist ein Frageforum mit Kommentarmöglichkeit. Man kann in Kommentaren durchaus zu Themen philosophieren. Eines aber kann man hier nicht und ist nur vor einem Gericht möglich: "Recht zu sprechen"!

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Wenn die Schützen nach Gesetzen gehandelt haben, dann wäre alles in Ordnung, aber sie haben mehrheitlich gerne auf die Menschen geschossen, das heißt, dass sie den angeschossenen dann - oft auf Befehl - noch sinnlos erschossen haben, oder absichtlich keine Hilfe gerufen haben...also da muss man unterscheiden. Ich schätze, dass es sich in 90% der Todesfälle um einen einfachen Mord gehandelt hat.


Wo hast Du das denn her? Soll das heißen, die Grenzsoldaten waren begeisterte Killer, die hier ihre Emotionen ausleben konnten? Bring doch mal Beweise für Deine Behauptungen.

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@metalfreak311

Ich weiß es, dass es so war. Es gab genug Fälle im Fernsehen, hast du es nicht gesehen?

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d1ndu

Los, Belege her für diese ungeheueren Behauptungen!

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@666Phoenix

Was ist los, d1ndu??

Ist Dir die Puste nach diesem Schwachsinn schon ausgegangen??

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Wussten wirklich alle in DDR, dass sie bei Fluchtversuch erschossen werden?

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