Wie betet man lange?

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Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Warst du schon mal total verliebt? Fällt es dir schwer, mit dem Geliebten lange zusammen zu sein und lange zu telefonieren? Ist es ein Muss für dich oder eine Freude? Wenn wir Gott, Jesus, so sehr lieben wie unseren allerbesten Freund, dann fällt es uns schwer, aufzuhören mit beten und wir werden auch während unserer Arbeit, beim Zubettgehen, beim Aufwachen immerzu unsere Gedanken zu ihm erheben und unser Herz ausschütten. Er ist unser Freund und er liebt es, wenn wir ihm alles erzählen. Er braucht unser Gebet nicht, aber wir brauchen es. Das Gebet bringt uns zu ihm empor. Wir müssen ihn nicht überzeugen, aber im Gebet kommen wir in Übereinstimmung mit seinem Willen. Wir dürfen auch zuhören und das Bibelstudium ist eine gute Vorbereitung auf das Gebet.

Gott weiß schon vorher was wir beten wollen.

Genau! Da Gott ja angeblich alles weiß und alles vorher bestimmt hat, sollte Beten eigentlich überflüssig sein (es sei denn, man hat sonst niemendem, der einem zuhört - aber da könnte ich ja auch mit meiner Haarbürste "reden").

Beten ist faktisch ein Monolog mit einem gewünschten, imaginären Partner, vorzugsweise "Gott".

Ein einfaches „Bitte, gib uns...“ oder „Verzeih!“ oder „Dankeschön!“ oder ein einfaches ergriffenes Staunen sind „ihm“ dabei offensichtlich nicht genug!

Denn Gläubige nehmen auch noch eine bestimmte Körperhaltung ein. So, als ob ihr allwissender Gott nicht mitbekommen würde, dass jetzt gebetet wird.

Deshalb ist Beten oft nichts weiter als das Angebot zu einem Deal:

„....wenn ich jetzt einen Sechser im Lotto bekomme, dann mache ich für dich...“!

Es ist ein Ritual, das einer bestimmten Abfolge unterliegt, so wie es auch im Tierreich überall zu beobachten ist. Es kann sehr weltlich- evolutionär nachverfolgt und hergeleitet werden.

Wenn z. B. ein Menschenaffe vom Alpha-Tier seiner Herde etwas haben will, muss er dessen Vormachtstellung und die damit einher gehenden Besitzverhältnisse akzeptieren und höflichst z. B. um das benötigte Stück Futter bitten - allerdings nicht ohne eine Gegenverpflichtung einzugehen.

Dazu nähert er sich gewöhnlich unterwürfig und demutsvoll dem Alpha-Tier, das sich auf einer anderen räumlichen Ebene befindet, macht sich ganz klein vor ihm, zeigt eine bittende oder gar bettelnde Geste, setzt eine etwas schiefgesichtige Mimikry in Gang und wird in Affensprache wahrscheinlich folgendes sagen:

1) Unterwürfige Anrede:  „Liebstes Alpha-Tier...“, (das du bist im Himmel);  

2) Klärung und Akzeptanz der Besitzverhältnisse: „...dein Wille geschehe...“;

3) Hinweis auf die zu verhandelnde Ware: „ ...die tägliche Banane gib mir...“;

4) dann möglicherweise eine Demutsgeste, um die eigene schwache und andererseits die starke Position des Alpha-Tieres zu unterstreichen: “...vergib mir...!“;

5) dann Abrundung des Deals mit dem Versprechen einer Gegenleistung: “... so wie auch ich...“;

6) dann die Aufforderung zu ehrlichem Spiel: "...führe uns nicht in Versuchung...";

7) und abschließend die Bereitschaftserklärung zur jederzeitigen Wiederholung dieses Geschäftes:

“...in Ewigkeit...!“ ( Amen!)

Wie auch beim Beten zu Gott hat der betende Menschenaffe keinerlei Handhabe, dieses "Geschäft" beim "Alpha-Tier" einzuklagen oder dieses zur Erfüllung seines Wunsches zu zwingen, auch wenn er mit seinem Teil des Deals immer wieder in Vorleistung geht!

Die Frage ist also nicht nach der Dauer des Gebets, sondern nach der Sinnhaftigkeit und Effizienz!

Irrt euch nicht, Gott lässt sich nicht spotten. Denn was ein Mensch sät, das wird err auch ernten. Galater 6, 7

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@Kessy04

Denn was ein Mensch sät, das wird err auch ernten

Na hoffentlich! Ich habe gerade Sonnenblumen und Radieschen gesät!

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@666Phoenix

Vor dem Verderben kommt Stolz, und Hochmut vor dem Fall.

Sprüche 16, 18

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@Kessy04

"Klugheit ist ein Brunnen des Lebens dem, der sie hat; aber die Strafe der Toren ist ihre Torheit."

Sprüche 16:22

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@666Phoenix

Genauso ist es! Nimm dir mal ein Beispiel am weisen Salomo!

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Ein langer Text für eigentlich nichts ... Schade.

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@Salzstreuer4You

Du betrachtest meine Anwort als "Nichts" oder eben "Null", ich Deine als "unter "Null", also "Minus"!

Oder meintest Du, dass das Thema das "Nichts" sein soll. Dann revidiere ich mich natürlich gerne.

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@666Phoenix

Nein, das Thema ist sehr viel wert, aber zwischen uns wird das hier nicht unbedingt eine gewinnbringende Diskussion.

Der Punkt ist, dass du keine Antwort auf die Fragestellung gibst, sondern lediglich deine Ansichten über den Glauben mitteilst. Und damit hilfst du dem Fragesteller nicht, sondern nutzt die Plattform für einen persönlichen Glaubenskrieg... und darum ist dein langer Text eigentlich für nichts...

(Wir können aber gerne an anderer Stelle eine Diskussion über den Glauben eröffnen, sag mir wann und wo :) )

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@Salzstreuer4You

Warum woanders?

Wenn hier Glaubensfragen gestellt werden, werden sie auch hier beantwortet.

"Glaubenskrieg"??

Da ich nicht an Gott glaube, an keinen von den ca. 30.000, "bekriegen" sich keine gleichwertigen Krieger.

Hier steht ein Nichtglaubender, nämlich der Nichtkrieger (also ich) gegen die Glaubenskrieger!

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@666Phoenix

Mit "Woanders" meine ich eine neue Frage hier und dann die entsprechende Diskussion... Diese Frage hier handelt ja von Gebet und nicht von einer grundsätzlichen Glaubensdiskussion...

Und mit Krieg meine ich die Art von gewissen Zeitgenossen, welche sich in all die Glaubensfragen einhängen und entweder lächerlich machen, zerreissen, grundsätzlich hinterfragen oder einfach immer nur "gegen den Glauben schiessen".. und das ist nicht förderlich oder gewinnbringend.

Daher ... woanders, eine eigene Frage spezifisch für den Glauben...

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Jesus hat im Gebet mit seinem himmlischen Vater geredet und (zu)gehört was er ihm zu sagen hatte. Dafür kann man sich Zeit nehmen, weil es Zeit braucht (gilt auch noch für uns heute). Jesus war so nah an Gott dran wie sonst kein Mensch, deshalb brauchte bzw. nahm er sich viel mehr Zeit für das Gebet als es uns heute gelingt (denke ich).

"Was macht man wenn man nicht am Reden ist und weiter beten will??" -> wie meinst du das genau?

Beten ist nicht nur reden, sondern auch hören ... Wie sonst soll Gott antworten, wenn du nur redest, Amen sagst und dann aufhörst ... ;)

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