Wie bete ich richtig in Evangelischen?

... komplette Frage anzeigen

15 Antworten

Ist ein Gebet denn eine Zauberspruch, mit dem man sich Gott gefügig machen kann?

Beten ist bitten, und da sollte schon jeder selbst erkennen, daß man es ernst meinen muß und das, was man will, ungekünstelt vortragen muß. Allerdings wäre wohl es unsinnig, um 6 Richtige im Lotto zu bitten oder darum, daß das Haus den Nachbarn abbrennen soll.

Und bitten und danken in einem? Da kommt es wohl jeweils darauf an, worum es sich handelt. Wenn's nach dem Leitgedanken geht "ich danke dir, der Kuchen hat mir geschmeckt, aber jetzt gibt mir bitte (oder gefälligst) auch noch den Rest davon", dann wäre das vermutlich nicht sehr angemessen.

Oder ist da einiges bei der "Bekehrung" schief gelaufen? Hat da vielleicht jemand einen vom Pferd erzählt und es geschafft, daß das auch noch geglaubt wird?

Wenn ja, dann wäre das Ganze allerdings nur ein Wechsel vom Regen in die Traufe. Doch selbst das wäre nicht allzu tragisch, denn Menschen handeln ohnehin nur nach dem, was sie glauben oder auch nicht, und alles geht nach dem Motto "hinterher ist man schlauer".

Nur wenige handeln da etwas anders und denken vorher über die Dinge nach. Das sollte man eigentlich auch. Zumindest kenne ich keine Bibelstelle, in der Gott den Menschen das eigenständige Denken verbietet (im Gegensatz zu manchen christlichen und auch anderen religiösen Richtungen, die es dem Anschein nach zur Bedingung machen).

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Ich denke, wenn man das neue Testament der Bibel liest, wird an vielen Stellen deutlich, dass der christliche Gott keine strengen Formen einfordert.

In Matthäus 22:37 heißt es etwa

"Jesus aber sprach zu ihm: "Du sollst lieben Gott, deinen HERRN, von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüte."

Dort finden sich keine Aufforderungen zur ritualisierten Form des Gebets, das man sich reinigen, heilige Gewänder anziehen, in eine bestimmte Richtung blicken und eine spezielle Körperhaltung einnehmen soll.

Die einzige unmittelbare Anleitung zum Gebet findet sich in der Bergpredigt, als Jesus das Vaterunser lehrt - und auch da gibt er keine Anweisung zu Äußerlichkeiten.

Ich bin der Meinung, dass jede Körperhaltung, die dir dabei hilft, innerlich zur Ruhe zu kommen, dabei helfen kann. Die Hände kannst du in den Schoß legen, falten...alles was dir angenehm ist und deinem Bedürfnis nach Einkehr und Stille entspricht.

Das muss übrigens nicht einmal eine sitzende Haltung sein, denn sowohl in den christlichen, als auch in vielen buddhistischen Klöstern, findet sich die Anleitung zum meditativen Gehen, und die Achtsamkeit in jedem Moment.

Du kannst also auch im Park spazieren gehen und beim Gehen deine Gebete innerlich sprechen - ganz ohne Kerzen, Kirche und andere äußere Dinge.

Das Gebet ist letztlich eine innere Praxis, die unabhängig von den Umständen um einen herum möglich ist.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Ein Gebet ist ein Innehalten, ein bewusstes Präsent-Sein in der Gegenwart Gottes, ein Loskommen vom Kreisen um das Ego, ein Zwiegspräch mit Gott, ein Moment der Hingabe an Gott.

Darum kannst du eigentlich nichts falsch machen.

Die Gebets-Haltung ist geeignet, die dir zur Konzentration und Nach-Innen-Gehen am besten hilft.

Und ja, du hast Recht, Dankbarkeit ist ein wichtiges Element eines Gebetes. Du kannst um alles bitten, aber wenn du zum Beispiel um ein neues Handy bittest, hilft dir das vielleicht nicht so sehr dabei, dein Ego mal etwas weniger zu füttern.

Wenn du das Gefühl hast, du könntest nicht richtig beten, dann kannst du zum Beispielt darum bitten, innig beten zu können. Na klar kannst du richtig beten! Und du kannst auch nichts falsch machen.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Jesus sagte zu Gott "Vater" oder viel mehr "Abba", was unserem "Papa" entspricht.

Gott ist der Vater, den Du Dir immer gewünscht hast.

Wie würdest Du mit dem Vater, den Du Dir immer gewünscht hast, reden?

Wäre es nicht seltsam, wenn die Kinder vor ihren Vater treten und herunterleiern:

"Du bist der beste Vater auf der Welt, erhöhe bitte unser Taschengeld"?

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

na klar du kannst immer mit Gott reden. Die Haltung ist nicht so wichtig.

Aber du solltest nicht nur beten und ihm alles erzählen(was ganz schön und richtig ist) sondern auch hören was ER dir zu sagen hat!! und das findest du heraus wenn du die Bibel liest.

lg

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Ich habe gute Nachrichten für Dich: Es gibt nicht das geringste, was Du falsch machen kannst. Gott läßt dich kommen und gehen ganz wie Du magst und, ganz wie Du bist. Bring einfach alles mit, was Du grad hast: Wut, Ärger, Traurigkeit, Dankbarkeit, Unwille, Überdruss, Zweifel - einfach alles. Wenn jemand weiß, was so alles in einem Menschen vorgehen kann, dann der, der all dies in Dir geschaffen hat; auch die Dinge, die wir selber nicht so toll finden.

Natürlich kannst Du einem Gebet auch eine bestimmte Form geben oder von anderen übernehmen. Du kannst die Hände falten, kannst dabei auf Dein Kreuz schauen, im Schneidersitz sitzen, mit ausgebreiteten Armen auf dem Boden liegen oder lachend im Kreis laufen. Das alles ist für Gott nicht neu - er hat fast alles schon gesehen. Rund um die Welt beten Menschen zu Gott; haben völlig unterschiedliche Namen für ihn und völlig unterschiedliche Arten mit ihm zu sein. Sie alle sind gut und richtig - also kannst auch Du nichts falsch machen.

Liebe Grüße!

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von gschyd
10.09.2016, 23:02

Diese Antwort gefällt mir sehr - jedes einzelne Wort :)

@patrickx3 - und Du kannst aus überall und jederzeit beten (zu Hause, in der Kirche, aber auf einer Bank an der Sonne, beim Spazierengehen, auf Gras sitzend oder einem Stein, am Ufer, auf einem Hügel/Berg ... jederzeit ... überall ... und falsch machen kannst Du auch nichts dabei - denn es ist Dein Gespräch mit Gott (und geht die restliche Welt auch nichts an :)

0

Wie du willst, es gibt keine festen Regeln.

Du kannst auch einfach mal in eine Kirche gehen und mit dem Pastor dort sprechen.

Sonst fang einfach mit dem "Vater unser" an


Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von patrickx3
10.09.2016, 22:18

Vielen Dank!

0

Du kannst jederzeit beten und egal wann oder in welcher Haltung

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Hallo patrickx3
Im Grunde kannst du nichts falsch machen, was wichtig ist weist du schon.
Wenn du dein Gebet als Begegnung mit Gott vertiefen willst empfehle ich dir dich bei orthodoxen Christen zu informieren. Speziell Herzens-(Jesu-)gebet und Ruhegebet kann ich dir dazu empfehlen. Auch wenn du damit das übliche bitten, danken, fragen Schema verlässt.
LGKlaus

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Wer beten möchte, kann sein Gebet einfach selbst formulieren, die Worte dabei ganz frei wählen und mit Gott sprechen, wie man mit einem Vater oder Freund reden würde.

Gott sieht auf das Herz und die Einstellung, die Worte selbst sind nicht ganz so wichtig, da Gott sowieso weiß, was wir ihm mitteilen wollen. Auf jeden Fall freut sich Gott darüber, wenn wir mit ihm sprechen und Ihn in unser Leben einbeziehen. Gott möchte Gemeinschaft mit uns und dass wir an ihn glauben und ihm vertrauen.

Gebet ist natürlich keine Wunscherfüllungsmaschine, zumal Gott auch in anderen Zeiträumen arbeiten kann, als wir uns das wünschen und vorstellen. Ich bin aber davon überzeugt, dass Gebet sehr wichtig ist und dass auf jeden Fall Segen darauf liegen wird. Deshalb können wir einfach unsere Gedanken Gott mitteilen und am Ende "Amen" sagen (Amen bedeutet übersetzt "So sei es" oder "So soll es geschehen").

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

1. sind ALLE vorschriften eines angeblich richtigen gebetes quark und nur vom menschen aufgestellt worden............

2. kann man zu allen zeiten, überall und nach eigenem ermessen mit seinem "gott" ins gespräch kommen, also beten, denn ein "allmächtiger" erbauer des universums wäre JEDERZEIT erreichbar, wenn es ihn geben würde............... der ganze mist mit den vorschriften, dass nur dies oder dass richtig wäre, dass gott angeblich nur dann oder dann durch gebete erhört werden kann, ist lächerlich, und nur menschliches und lustiges denken.............

3. mit den ganzen gebetsvorschriften beweist der mensch wiedereinmal nur, dass er SEINE eigene denkweise vertritt, die einem echten erbauer des universums überhaupt nicht gerecht werden würde............................ oder einfacher geschrieben, glaubt ihr echt, dass ein erbauer des universums seine gläubigen menschlein nur dann versteht, wenn man dies oder dass beim beten tut?................lächerlich.............!!!!

ein echter erbauer des universums würde das gebet schon kennen, bevor man daran denkt.............er soll ja allwissend und allmächtig sein.............und ein echter erbauer des universums würde also JEDEN menschen kennen, von der geburt bis zum tod und wüsste auch, ob dieser mensch im herzen wirklich ein echter gläubiger wäre oder nicht............. UND DARAN ÄNDERT KEINE GEBTSVORSCHRIFT IRGENDWAS...........!!!!!

JEDER kann also beten, WANN, WO und WIE er möchte............ denn ein echter gott wüsste ALLES und alle anderen sichtweisen wären dann nur die der menschen...................!!!!

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Ich wußte gar nicht,  dass Gott evangelisch ist...

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Netie
12.09.2016, 07:57

Er hat uns alles gesagt, das ganze Evangelium:

Ich nenne euch nicht mehr Knechte, denn der Knecht weiß nicht, was sein Herr tut; aber ich habe euch Freunde genannt, weil ich alles, was ich von meinem Vater gehört, euch kundgetan habe. Johannes 15,15

0
Also ich war eine lange Zeit Atheist aber mit der zeit hat sich meine Ansicht zum glauben geändert 

Wie zum...

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Ist ziemlich schnurz wie du betest. Zu glauben ist das einzige wirkliche Kriterium im Christentum.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Das "Grundmodell" für ein Gebet steht in Mt.6-14.

Gott kennt aber dein "Herz" und weiß, wie du es meinst, bevor du gesprochen hast (Jer.29,11; Mt.9,4).

Unser ewige Schöpfer vergibt uns, wenn wir uns auf das Opfer Seines Sohnes berufen (Röm.6,23).

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Was möchtest Du wissen?