Wie bestrafe ich mein Kind wirkungsvoll ohne selbst darunter zu leiden wenn es wieder mal nicht hören will?

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13 Antworten

Ich persoenlich bin nicht fuer Strafen, die bringen entweder unnuetze Schuldgefuehle & Aengste, oder Rachegelueste, aber sicher kein besseres Benehmen. Vielleicht bin ich Optimistin, aber ich gehe davon aus, dass Kinder normalerweise nichts schlechtes machen wollen, sie koennen bloss Situationen noch nicht ganz durchdenken.

Ich bin jetzt keine, die mit ihren Kindern ewig lange diskutiert, das ist noch schlimmer als kurze absehbare Konsequenzen. Besser ihnen Respekt fuer andere vorleben und ab und zu kommentieren, z.B. ich beeile mich weil, wenn ich zu spaet komme, dann stoert es die anderen. Und ganz wichtig, wenn ich etwas verspreche, dann breche ich das nie (ich hoffe!), aber das gleiche erwarte ich von ihnen.

Wenn es um gefaehrliche Situationen geht, wie mit meinem Sohn als er klein war und auf die Strasse laufen wollte: da reicht schon die normale Panik in meiner Stimme und mein vorschnellender Arm, da brauchts nicht noch eine Strafe.

Manchmal muss man auch ueberlegen, ob man Sachen nicht anders organisieren kann, damit es gar nicht erst zu Konflikten kommt. Wenn meine Tochter z.B. mal wieder morgens nicht fertig wird, dann ist es vielleicht gut, dass sie schon abends ihre Klamotten aussucht und auf den Stuhl legt. Und wenn das nicht reicht, muss sie abends frueher ins Bett.

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Denke, das kannst du nicht völlig ausschließen. Das kommt einfach vor.

Du brauchst natürlich irgendwelche logischen Folgeauswirkungen, die für mich keine Strafe sind, sondern eben die logische Konsequenz eines Verhaltens, denn es ist schon wichtig, gewisse Verhaltensregeln für ein immer wieder auch harmonisches Zusammenleben, konsequent einzuhalten.

Wer nicht hören will, muss fühlen, das wohl wissen wir alle.

Alles untersteht vielleicht einem Rhythmus, einem ständigen Auf und Ab. Da sind Eltern natürlich voll involviert.
Wenn ihr also nicht wie geplant und vorgefreut in den Zoo fahren könnt, damit du deine Ansichten und Regeln durchsetzen kannst, so versuche z.B. dann zu Hause das Beste daraus zu machen.

Wichtiger fände ich es, deine aufgestellten Regeln durchzusetzen, stell dir mal vor, du würdest das nicht machen  ;-)  Denk dir das mal zu Ende.....

Oder du nimmst eben Sachen, die nur ihn betreffen wie z.B. Fernsehverbot oder keine Süßigkeiten.....

Auf der anderen Seite aber bedenke immer wieder:
Es hat keinen Sinn, keine Kinder zu erziehen, denn sie machen einem doch alles nach.  ;-)
Damit will ich sagen, dass alles auch immer etwas mit dir selbst zu tun hat, du das immer wieder reflektieren solltest, dann aber auch viel effektiver mit allem sein wirst  :-)
Du willst vielleicht auch nicht immer, auf wen und was dann auch immer, hören ;-)))), obwohl es besser für dich wäre.

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Es kommt auf die Situation und das Alter der Kinder an...du könntest eine Uhrzeit nennen, bei kleineren Kindern die Uhrzeit genau zeigen und mitteilen, dass bis zu diesem Zeit alle bereit sein sollen zum losfahren. Wenn nicht alle fertig sind, fällt der Ausflug aus; diese Übung muss eventuell öfter gemacht werden (der eigene Frust muss möglicherweise erst einmal in Kauf genommen werden).

Viel Erfolg!

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Erziehen ist nicht leicht. Natürliche Konsequenz ist eine gute Lösung.  Oft muss man so etwas  wie ein Zoobesuch streichen sicher nicht anwenden. Fragt sich immer ob einen Ausflug streichen der Situation angepasst ist. Eine Konsequenz sollte immer etwas mit dem Ereignis zu tun haben.

Wenn ein Kind auf dem Spielplatz anderen die Schaufel auf den Kopf knallt und Sand in die Augen wirft, geht man mit ihm nach Hause, wenn es damit nicht aufhört.

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Ich bin auch nicht bestraft worden. Es gab Regeln an die ich mich halten mußte war aber nicht wild und das wars. Nur war mein Vater kosequent. Und da die wenigen Regeln wirklich nicht schlimm waren hab ich mich lieber daran gehalten. Schläge nie, gebrüllt nie, ins Zimmer geschickt nie.

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Hallo Kathinrw,

als erstes würde ich Strafen komplett aus der Familie verbannen!

Strafen bedeutet wir Erwachsene stellen die Regeln auf, weil wir groß und stark sind und Du, Kind hast Dich daran zu halten, weil wir Dich sonst bestrafen.

Das führt dazu, dass Kinder sich kleineren Kindern gegenüber ähnlich verhalten oder sich Deine Kinder Dir gegenüber so verhalten, wenn sie groß sind und Du im Vergleich schwächer...

Das führ auch dazu das Kinder entweder das Kuschen lernen und ihr Rückrat verlieren oder rebellieren.

Wichtig wäre es in der Familie über Regeln zu sprechen und deutlich zu machne, dass Regeln einen Sinn haben, dass sie durch Gespräche festgelegt werden, dass Kinder mitsprechen dürfen und Regeln verhandelbar sind.

Bei der Gelegenheit kann man Regeln auch überdenken, ob sie wirklich nötig sind, oder überflüssig. Ob man sie nur aus Gewohnheit einhält, ob sie von der Herkunftsfamilie herstammen und eigentlich nicht mehr sinnvoll sind, oder ob sie überaltet sind (z.B. weil das Kind größer geworden ist, oder sich etwas verändert hat).

Dadurch steigt die Motivation der Kinder sich an die Regeln zu halten.

Wenn Regeln einen Sinn haben, dann gibt es eine unangenehme Folge, wenn man sich nicht an die Regel hält. Dann musst Du nicht eine Strafe (wie Zoo-Entzug) ausdenken. Und wenn die Konsequenz ist, dass Mama sauer ist, dann ist das auch eine und die reicht oft schon!

Beispiele aus unserem Alltag: unsere Tochter rennt gerne bis zum Parkplatz vor. Vor dem Parkplatz muss sie warten bis ich da bin, weil es gefährlich ist alleine auf den Parkplatz zu laufen. Wenn sie sich nicht daran hält muss sie die kommenden Tage an meiner Hand laufen. So lange bis ich ihr wieder vertrauen kann. Das gleiche gilt in der Stadt - sie darf alleine laufen, aber muss achtsam sein und in meiner Nähe. Schafft sie es nicht muss sie an der Hand laufen.

Sie trödelt gerne beim Bettgehen und tut alles, damit es länger dauert. Wenn es zu lange dauert haben wir nicht mehr genug Zeit zum vorlesen, dann gibt es nur eine Mini-Geschichte, statt einer langen oder mehreren kurzen.

Überleg einmal in Ruhe, vielleicht zusammen mit Mann oder Freundin in welchen Situationen es bei Euch Stress gibt und überlegt Euch, welche logischen Folgen sich daraus ergeben könnten.

LG, Hourriyah

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Wenn man sich selbst mit der Strafe bestraft, solltest du dir eine andere Strafe für das Kind ausdenken.

Aber so hat das Kind schon mal die Erfahrung gemacht, dass du konsequent auf ein ungewolltes Verhalten reagierst.

Besser allerdings ist es, wenn du das Kind lobst, wenn es ein akzeptables Verhalten zeigt.

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Bestrafungen bringen einfach nix !
Damit treibst du dein Kind nur von dir weg. Und außerdem hört kein Kind perfekt. Ich bin selbst 13 (w) und bin froh das ich nie irgendwelche Bestrafungen bekommen habe. Tue ich jetzt auch nicht. Ich würde einfach nur deprimiert sein. Ich weiß nicht wie alt dein Kind ist , aber wenn es in der Pubertät ist , ist es ganz normal , dass es nicht hört. Wenn es nicht in der Pubertät ist , ist es einfach nur .. wie soll ich sagen ? Es hat seinen eigenen Kopf. Rede lieber mit deinem Kind. Ich weiß ich bin erst 13 , aber so handhabt es meine Mutter und ich bin sehr froh darüber. Meine Freundinnen werden auch immer bestraft. Ändern tut sich zum einen nix. Und zweitens , haben sie keinen Bock mehr bei ihren Eltern zu wohnen. Immer wenn sie hören wie es bei mir ist wollen sie tauschen. Also keine Bestrafungen !

Hoffe konnte dir helfen :)

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Du es doch schon bestraft indem Du nicht in den Zoo gefahren bist. Hoffentlich hast Du es Deinem Kind erklärt, warum ihr nicht gefahren seid. Bestrafungen ist doch keine Erziehung, reden, reden und nochmals reden, wäre die bessere Option.

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Auf keinen  Fall etwas androhen, von dem das Kind schon weiß: Das wird es doch nicht geben. Wie unsere Nachbarin früher zu ihrem Kind (6): "Du schläfst heute nacht im Keller!"

Vor allem konsequent bleiben. Allerdings ist jedes Kind anders. Bei dem einen nützen sinnvolle Strafen, bei dem anderen überhaupt nichts, so dass man als Eltern resigniert.

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Wir sind keine Anhänger von Strafen für unsere Kinder und sind bis jetzt gut damit gefahren (13 und 11 jährige)

Ich finde Strafen etwas unnützes, wichtig ist dem Kind Respekt für die Bedürfnisse und Gefühle anderer zu lehren.

Hast du denn ein Fall Beispiel?  Wie alt dein Sohn?

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Man kann dem Kind es auch erklären, was es falsch gemacht hat, und du kannst sicher sein, das Kind begreift das auch.

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Bestrafen ? 

Es kommt auf dem vorfall an und wer wirklich die schuld hat. vielleicht ist es ja auch deine Unfähigkeit gewesen, dass dein kind etwas falsch gemacht hat ?

ich mein zB ein glas am tischrand gestellt und das Kind ist ausversehen rangekommen. Dann ist es eher deine schuld, da du das Glas nicht am rand hättest hinstellen brauchen. Verstehst ? oder vielleicht hast du etwas schlecht erklärt und dein kind hat es dadurch anderes gemacht als wie du es wolltest ?

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