Wie bestimme ich die Kirchentonart/Modi eines Melodieausschnittes?

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1 Antwort

Schau dir die Tasten auf einem Klavier an. Das c ist die weiße Taste links neben den beiden schwarzen. Wenn du jetzt von diesem c aus nur die weißen Tasten aufwärts bis zum nächsten c drückst, hast du gerade eine "ionische" Tonleiter gespielt. Wie du an der Tastatur erkennst, lagen die Halbtonschritte dabei zwischen dem 3-4 Ton und dem 7-8 Ton.

Wenn du auf die gleiche Weise von d bis d aufwärts spielst (also eine weiße Taste weiter rechts beginnst) kommt eine "dorische" Tonleiter heraus. Die Halbtonschritte lagen dann zwischen dem 2-3 Ton und dem 6-7 Ton.

Wenn du bei e anfängst wird es "phrygisch"

f  lydisch

g mixolydisch

a aeolisch

Soweit zur Lage der Halbtöne.

Wenn du das musikalische Werk vor dir liegen hast, guck auf den Schlusston.

Trage ihn in ein Notensystem ein und bilde dort sozusagen eine Treppe aufwärts, bestehend aus den anderen Tönen in dem Stück, bis du eine Tonleiter aus acht Tönen vor dir siehst. Jetzt kannst du in dieser Tonleiter abzählen, wo die Halbtonschritte sind. Dannn brauchst du nur noch vergleichen mit den Angaben oben und hast deine Kirchentonart gefunden.

Das klingt kompliziert, aber glaub mir, wenn du das einige Male gemacht hast, ist es plötzlich ganz einfach.

Viel Glück.



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Kommentar von mopsbeha
22.02.2016, 22:21

Danke für die ausführliche Antwort!
Versuche es schon die ganze Zeit so, haut allerdings nicht hin. In unseren Beispielen war teilweise der Schlusston ein g und wir fingen die Tonleiter mit c an, wie kann das sein?
Und müssen alle Töne der Tonleiter auch im Stück vorkommen? Manche Töne tun das nicht...

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