Wie besiegt man ein Trauma?

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6 Antworten

Hallo Kadrilla,
ir würde ich eher empfehlen, Dich mit dem "Tod" und Trauer auseinanderzusetzen. Nicht mit "Trauma", ich denke, dies wäre eher kontraproduktiv.

Vielleicht sind die Fragen hilfreich, was Du mit "Tod" verbindest - vor allem beim "natürlichen Tod".

Wegen der Maus.... ist es Dein Haustier gewesen, welches Du vergessen hast? - Wenn ja, dann ist wohl das Gefühl von "Schuld" angebracht. Nicht so, dass es "handlungsunfähig" macht, aber rein logisch her ist es schon nachvollziehbar. Dann kann eine Art "Wiedergutmachung" eventuell helfen. Vielleicht, indem Du Dich entschuldigst (schriftlich). An diese Maus denkst, eine Kerze anzündest,... und trauerst.... weil ich habe nicht den Eindruck, dass Du die Maus absichtlich vergessen hast. Dafür sind Deine Zeilen viel zu "nah" bei der Maus.

Wenn die Maus eine "wilde Maus" gewesen ist - dann hat es gar nichts mit Dir zu tun, schließlich hast Du dann nichts von deren Existenz gewusst.

Sensibilität ist ein "Segen", aber auch ein "Fluch". Vor allem, wenn mit der eigenen Sensibilität nicht umgegangen werden kann. Eventuell ist es auch hilfreich an dieser Stelle Möglichkeiten für Dich zu finden.

Wenn Du Unterstützung finden magst - so wäre gewiss eine "Trauerberatung" am ehesten hilfreich nach Deinen Zeilen.

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Kommentar von Kadrilla
28.11.2015, 09:20

Die Maus war eine Wildmaus, aber ich habe von ihrer Existenz gewusst. Wir haben hier immer mal wieder ein paar Mäuse, weil wir den ganzen Tag über die Gartentür offen lassen und unser Haus auch schon ca. 80 Jahre alt ist. Da kommen sie auch durchs Mauerwerk. Früher hatten wir bestimmt 2 Jahre lang immer eine Lebendfalls wegen der Maus im Wintergarten mit Köder stehen. Und in den gesamten 2 Jahren ist keine Maus hineingegangen. Dann habe ich, weil eine Maus in meinem Zimmer war, die Lebendfalle in mein Zimmer gestellt.

Ein halbes Jahr lang war die Maus immer wieder mal in meinem Zimmer, ist aber nie in diese Mausefalle gegangen. Dann bin ich wegen Umbauarbeiten 8 Wochen lang in das Gästezimmer umgezogen und hatte die Falle vergessen. Ich hatte sogar extra noch den Köder herausgenommen, damit so etwas nicht passiert! Aber ausgerechnet jetzt, wo kein Köder mehr in der Falle lag nach über 2,5 Jahren, in der die Falle leer geblieben war, ging diese Maus in die Falle und ich habe es nicht gemerkt. Wenn ich noch an einen Gott glauben würde, würde ich spätestens jetzt damit aufhören. Das alles ist einfach ein extrem schlechter Witz. Was für einen Grund hatte die Maus ausgerechnet jetzt in dieser vergleichweise kurzen Zeit und ohne Köder in die Falle zu gehen?
Und wieso musste ich vergessen die Falle wegzustellen? Ich will mir gar nicht vorstellen, wie schlimm dieser Tod für sie gewesen sein muss. Eingesperrt, beinahe bewegungsunfähig und am Ende verdurstet. Und das ist gewiss kein schneller Tod. Das muss sich über Tage hinweg so hingezogen haben. Warum habe ich es nicht klappern gehört? Ich war täglich immer mal für eine Stunde in dem Zimmer. Sie hätte sich doch einfach nur bewegen müssen, dann hätte ich gemerkt, was los ist, und sie herausgelassen.

Ich bin gerade einfach wegen allem sauer. Ich bin sauer auf mich, sauer auf die Maus, sauer auf die Situation und insgesamt traurig. Da kamen einfach so viele Zufälle auf einmal zusammen..

Gott, ich schreibe hier gerade viel zu viel. Manchmal kann ich nicht mehr aufhören, wenn ich erst angefangen habe.
Danke für deine Antwort. Ich denke, das mit der Trauerberatung ist eine gute Idee. Vielleicht können sie mir helfen mit dem Tod umzugehen. Ich habe immer dieses Bild vor Auge, dass es für immer ist. Als Kind habe ich noch an Gott (christlich) geglaubt. Aber auch das hat mir nicht in der Trauerbewältigung geholfen.

Jetzt denke ich, dass der Tod das endgültige Ende einer Existenz ist. Zwar kommt der Körper wieder in den Kreislauf der Natur zurück, wenn er verwest, aber das Lebewesen, das in diesem Körper steckte, ist für immer und alle Zeiten weg. Vermutlich macht dieser Gedanke mich so fertig. Und dass man verlorene Zeit nicht mehr nachholen kann.

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Sei einfach für die Lebenden da, sorg dafür, dass du Gedanken wie `hätt ich doch mehr Zeit...., dann... und jetzt ist`s zu spät´ nicht zu haben brauchst, denn dann hast du ja. Dann musst du nicht traurig sein, dass du diese Lebewesen verloren, sondern kannst dich freuen, dass du sie gehabt hast. Natürlich ist es extrem, jemanden, egal ob Tier oder Mensch, für immer zu verlieren, aber das sind die unabänderlichen Dinge des Lebens, die man akzeptieren und mit denen man umzugehen lernen muss und wie gesagt, hat man dafür gesorgt, dass man sich in Hinsicht Zeit und Hilfe keine Vorwürfe zu machen braucht, wird es um Einiges leichter. `Streu Blumen auf den Wegen des Lebens, denn auf den Gräbern blühn sie vergebens.´ Ein weiterer Rat, schaff dir nur ein Tier an, wenn du genügend Zeit dafür haben kannst.

Übrigens: Herzlich willkommen bei gutefrage

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Kommentar von Kadrilla
28.11.2015, 09:27

Was meinst du mit dem letzten Satz, also mit "genug Zeit für die Tiere"? Wenn ich weniger Zeit mit meinen Tieren verbracht hätte, würde ich ja jetzt vermutlich nicht so um meinen Hund trauern. Zeigt das nicht, dass ich viel Zeit mit ihm verbracht habe?

Danke für deine Antwort. Ich werde versuchen den Tod besser zu akzeptieren.

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Die träume, gedanken etc. sund schon ein teil der verarbeitung!! Dein " geist" braucht etwas zeit um das erlebte zu verarbeiten.

Also  Entweder wartest du noch etwas ab 

oder wenn es garnicht geht, 

wende dich an einen arzt. Es gibt Hilfe und Möglichkeiten z.b. Hypnose, gesprächs bis traumatherapie etc. etc. 

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Das ist nur mal so das Menschen und Tiere sterben am besten suchst du dir jemand mit dem du sprechen kannst . Wir sin wie Schachfiguren weiß das Leben schwarz der Tod weiß beginnt schwarz gewinnt;(

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Ich glaub in deinem Fall hilft eine Therapie ganz gut

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Dieser Spruch hilft mir immer sehr wenn ich an meine tote Katze denken muss:

If there ever comes a day when we can´t stay together, keep me in your heart, I´ll stay there forever

~Winnie the Pooh

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