Wie bereite ich meine Oma auf den Tod ihres Bruders vor?

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9 Antworten

Sprich doch mal mit dem Bestatter - es gibt viele Institute, die etwas anbieten, dass sich "Trauerbegleitung" nennt.

Siehe z.B.

http://www.gbg-nuernberg.de/trauerbegleitung-nuernberg-trauerbewaeltigung-hilfe-in-der-trauer-abschied-nehmen.html

Gibt aber auch Vereine, die dabei helfen in vielen großen Städten:

http://www.trauerzeit-berlin.de/

Da würde ich mal anfragen - vielleicht kann man dir da am besten weiterhelfen. Diese Leute haben Erfahrung mit solchen Fällen.

Dir und deiner Oma alles Gute!

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Ist sie geistig verwirrt? Wenn Ja wirst du es ihr nicht plausibel klarmachen können, und wenn Nein flüchtet sie vielleicht nur in den Gedanken er wäre gesund weil sie die Wahrheit nicht ertragen kann. 

Davon abgesehen kann man sich nicht auf den Verlust einer geliebten Person "vorbereiten", es ist immer hart, schwer zu begreifen und unheimlich schmerzhaft....

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Ich glaube eher deine Oma weiß das und geht einfach anders damit um als ihr! Ich kann mich auch nie auf sowas vorbereiten genauso wie ich selten oder wenig Trauer! Jeder ist da anders! Ansonsten einfach noch mal zum Besuch mit nehmen und in Ruhe Abschied nehmen lassen!

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Ich kann dich sehr gut verstehen. Das war bei meiner Freundin vor ein paar Wochen genauso. Ich musste auch für sie da sein und sie darauf sozusagen vorbereiten. Ich habe ihr erzählt, dass sie nicht traurig sein brauch, wenn es so wäre, weil wie wir wissen werden alle sterben, ob wir wollen oder nicht. Und das es in jeder Familie schon so war, dass irgendjemand eine nahliegende Person verloren hat oder die verstorben ist. Setz dich einmal mit deiner Oma hin und sag es ihr das es so normal ist, dass man stirbt, ja ich weiß, sie weiß es, aber trotzdem um dahin zu führen oder du fragst sie, ob sie denkt, ob ihr Bruder zurück kommt. Und dann sprichst du halt darüber ganz ruhig. Oder sagst ihr irgendwann werden wir uns sowieso wieder sehen oder so. Aber ich kann dich verstehen. So etwas ist wirklich schwierig.

MfG

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Man könnte schon Andeutungen machen wie "es sieht nicht gut aus" - "möglicherweise wird er nicht wieder" und ansonsten denke ich, daß du weiter gar nichts tun mußt. Wenn es soweit ist, muß deine Oma die Realität akzeptieren.

Oder auch sagen "besuch ihn nochmal, vielleicht ist es das letzte Mal", das sagt ja auch schon viel.

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Gar nicht. Du kannst dir selbst einen Gefallen tun und dich mal in Umgang mit Trauer und Trauerphasen/Sterbephasen vertraut machen dann siehst du schnell das die Traumwelt eine Phase des Trauerprozesses ist.
Es ist nicht deine Aufgabe sie da raus zu holen und immer wieder auf die Realitat hinzuweisen, sowas klappt in der Regel auch nicht. Sie wird irgendwann von selbst diese Phase verlassen. Und wenn nicht (sowas ist selten gibt es aber auch) dann eben nicht.
Sei für sie da, hör ihr zu, unterstütz sie. Aber zwing ihr nicht eine in deinen Augen richtige Art damit umzugehen auf.
Wenn du sowas wie Infos vom Bestatter gerade für wichtig hälst. (Ist es in meinen Augen nicht, ich finde es sogar eher respektlos alles durchgeplant haben zuwollen solange der Mensch lebt) dann mach es doch selber und lass deine Oma sich weiter auf den Lebenden fokusieren denn das tut er schließlich noch.
Dann wenn sie die Infos brauchst hat sie sie dann von dir und wenn sie dann davon nichts wissen will dann muss das akzeptiert werden.
So geht man mit Trauer und Trauernden um und versucht sie nicht "behutsam" umzulenken.

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Um das gut zu beantworten. müsste man deine Oma schon kennen.

Ich halte es für wichtig, das sie schon rechtzeitig darauf vorbereitet worden wäre.

Öfter mal du Oma dein Bruder hat es dieses mal echt schlimm getroffen.

Das ist bestimmt nicht das was er sich gewünscht hätte, habt ihr mal darüber gesprochen(Oma und Bruder)

Aber das ist eben schwer wenn man die Person nicht kennt.

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Rede mit ihr darüber. WICHTIG: nicht in direkten Worten sprechen . Rede langsam so das sie genug zeit hat es zu verstehen und mach immer eine pause nach 3 Sätzen . Leg aber auch unauffällig Taschentücher hin und bereite dich auf JEDE Reaktion vor die ein Mensch hat . Viel Glück

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rumsbraten03 26.10.2016, 19:51

Es seit denn du willst es ihr doch nicht erzählen ...entscheide was für sie am besten wäre

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Hm. Ne blöde Frage vorweg: Muß Deine Oma das noch wissen? So grausam das klingt, aber man kann jemandem solch eine Neuigkeit auch einfach ersparen, wenn er das sowieso nicht mehr versteht / realisiert, was das heißt.

Bei einem meiner Großväter bestand ein ähnliches Problem, dessen Lieblingsenkel hatte einen tödlichen Verkehrsunfall. Da er auch schon ziemlich dement war, hat man ihn in dem Glauben gelassen, daß dieser Enkel demnächst wohl eine tolle Frau heiraten wird und als Automechaniker voll durchstartet.

Bis zu seinem Tod hat er es nicht mehr erfahren.

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Chibivivi 26.10.2016, 19:52

Meine Oma ist wohlauf😅 aber halt der bruder nicht.

Ich möchte sie halt nicht anlügen müssen,sowie meine Ur-omi damals(habe gewissensbisse deswegen).

Vielen Dank 💚

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Rosenbaum 26.10.2016, 19:54
@Chibivivi

Anlügen würde ich das nicht nennen. Die Wahrheit ersparen. Wem nützt es, wenn sie das weiß? Sag ihr doch einfach sowas wie: Brüderchen geht es gut, wo er jetzt ist. Was soll der Bestatter Deiner Oma erklären?

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Miete187 26.10.2016, 19:54

Haben wir auch so gemacht bei Demenz. Aber wenn die Person sie noch besuchen möchte oder ständig nachfragt geht das nicht so einfach.

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