Wie bereite ich guten Tee zu?

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4 Antworten

Guten Tee bereitest Du am besten genauso zu wie schlechten Tee. ;-)


Wenn Du Tee als "Aufputschmittel" nutzen willst, solltest Du Teesorten wählen, die von echten Teepflanzen stammen. Durch die Verarbeitung der Teeblätter entstehen unterschiedliche Teesorten:

  • Schwarzer Tee
  • Brauner Tee
  • Grüner Tee
  • Weißer Tee

Alle haben aber den Wirkstoff Tëin und wirken anregend, wenn Du den Tee nicht länger als max. 2 Minuten ziehen lässt. Bei längerer Ziehdauer (3-5 Minuten) tritt die Gerbsäure aus den Teeblättern aus, die die Wirkung des Tëins überlagert, den Tee bitter macht und beruhigend bis einschläfernd wirkt.


Kräutertees haben gesundheitsfördernde Wirkungen -- müssen aber in der Regel 10 Minuten ziehen oder sogar kochen.


Rooibos-Tees sind sehr aromatisch, haben aber keine aufputschende Wirkung.


Ich empfehle zum Frühstück einen guten Darjeeling (als Schwarz- oder Grüntee), 100 Sekunden gezogen -- ohne Zucker und Milch zu genießen.

Werde es probieren. Tolle Antwort. Für handgeklöppelt :-)

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  1. Frisches Wasser zum Kochen bringen. Weiches Wasser ist besser als hartes. Frisches Leitungswasser genügt, bei Beeinträchtigungen durch Kalk oder Chlor empfiehlt sich mitunter der Einsatz eines Wasserfilters. Wasser aus der Warmwasserleitung oder schon einmal aufgekochtes Wasser enthält weniger Luftsauerstoff und lässt den Tee leblos und fade schmecken.

  2. Großvolumige Teekanne mit Deckel mit kochendem Wasser gut vorwärmen. Am Besten benutzt man Teegeschirr aus gutem Porzellan. Die Teekanne sowie das gesamte Teegeschirr nie für etwas anderes als für Tee verwenden. Kräutertee und aromatisierte Tees in einem anderen Geschirr aufbereiten. Teekenner verwenden für verschiedene Tees auch verschiedene Kannen, da ein dominanter Tee, wie zum Beispiel Assam, einen Darjeeling geschmacklich übertönt.

  3. Tee ist stark aromaempfindlich. Deshalb sollten Teeblätter stets in geschlossenen Behältern kühl, dunkel und trocken aufbewahrt werden. Optimal (weil arm an Luft-Depots), wenn auch nicht so ästhetisch wie edle Dosen, sind fest zugerollte Teetüten. Bei der Verwendung von Dosen kommt es schneller zu Alterungseffekten: Die aromagebenden ätherischen Öle schwinden und der Teegeschmack wirkt muffiger. Nach Anbruch sollte Tee in ca. 10 Wochen verbraucht werden. In ungeöffneten Packungen gilt er hingegen bis zu drei Jahre nach der Ernte als frisch.

  4. Vorsicht vor der Nähe zu allen anderen Gewürzen, Aromen und Küchengerüchen. Auch der aufsteigende Dampf vom Herd oder Spülbecken schadet dem Teearoma. Bereits beim Einkauf sollte man auch den originalverpackten Tee von parfümierten Wasch- und Putzmitteln gut trennen.

  5. Für die Teezubereitung gilt als Richtschnur: Pro Tasse ungefähr 2 Gramm Teeblätter aufbrühen, bei Schwarztee ist das ungefähr ein Teelöffel. Die ideale Menge hängt vom verwendeten Tee, vom Wasser, vom Erntejahr des Tees und vom persönlichen Geschmack ab. Es empfiehlt sich zuerst einen schwächeren Aufguss zu probieren und dann die Teemenge solange zu erhöhen bis man seine Dosierung gefunden hat.

  6. Kräftige Schwarztees immer mit kochendem Wasser aufgießen; bei Grüntees und halbfermentierten Tees sowie feine Schwarztees (First Flush Darjeelings etwa) sollte das Wasser 65 bis 90 °C haben um die wertvollen Inhaltsstoffe und den Geschmack zu erhalten. Manche japanischen Grüntees werden sogar mit nur 50° und auch darunter aufgebrüht.

  7. Die Ziehzeit lässt sich nicht einheitlich definieren; sie liegt sortenabhängig in einem Bereich zwischen 20 Sekunden und 5 Minuten, bei weißen Tees bis 10 Minuten. Je nach Dauer wirkt der Tee unterschiedlich stark anregend. Die alte Regel, dass bis zu drei Minuten gezogener Tee anregend wirkt, er ab fünf Minuten aber beruhigt, ist nur bedingt richtig. Tatsächlich geht in den ersten zwei bis drei Minuten vor allem das Koffein (früher auch Teein genannt) in Lösung und sorgt so für den anregenden Effekt. Die im Teeblatt enthaltenen Tannine lösen sich erst danach und wandeln dabei das Koffein in eine wasserunlösliche Form um. Je länger der Tee zieht, um so geringer wird der Anteil an physiologisch „nutzbarem“ Koffein. Der 5-Minuten-Tee wirkt also nicht beruhigend, sondern lediglich nicht anregend. In einer Glaskanne kann man die Veränderungen des Tees beobachten. Man wird feststellen, dass einige Blätter am Boden, andere an der Oberfläche schwimmen. Irgendwann beginnen die oberen Blätter zu sinken, während die unteren aufsteigen. Dies ist ein guter Zeitpunkt, den Tee abzugießen.

  8. Tee sofort genießen, denn Tee kann man nur schlecht warmhalten, egal was man auch dafür tut, der abgestandene Tee schmeckt einfach nicht mehr so gut. Lieber nur weniger Tee auf einmal zubereiten, jedoch immer wieder frisch.

  9. Grüner Tee wird üblicherweise pur getrunken, zum Schwarztee wird oft Zucker, Honig (Vorsicht: dominant!), Milch, Rahm, Zitrone nach persönlichem Geschmack hinzugefügt. Manche Kenner lehnen die Zugabe von säurehaltigen Zutaten zu Schwarztee grundsätzlich ab; sie raten dazu, sich bei der Zugabe von Zitrone auf die Schale zu beschränken. Weißer Kandiszucker oder brauner Rohrzucker/brauner Kandis (eher für Kräutertees/aromatisierte Tees) gelten als besonders geeignet.

http://de.wikipedia.org/wiki/Tee

Hallo Boris.

Bei so lang zitierten Texten reicht es doch, einfach den Wiki-Link zu schreiben.

(Mein Beitrag zu dieser Frage war handgeklöppelt. ;-))

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deine lieblingssorte! ;) jeder tee kann etwas von der jeweiligen "standard zubereitung" (das gibt es eigentlich gar nicht im strengen sinn) abweichen! typischerweise wird zu viel/ zu wenig tee genommen, zu heiß oder zu lange aufgegossen! am besten an die empfehlung des händlers halten und nur wenn einem das nicht gefällt selbst rumprobbieren: mehr tee, höhere temperatur oder eine längere ziehzeit = intensiverer geschmack! das kann aber auch ins negative umkippen!

Man kann beim Teebrühen nix großartig falsch machen. Das meiste kann man sowohl heiß als auch lauwarm aufkochen. Ich bevorzuge lieber lauwarm.

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