Wie berechnet sich bei einer fondsgebundenen Rentenversicherung die Versicherungssumme?

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4 Antworten

Hallo Sophie1235,

deine Anfrage spricht ein wichtiges Thema in Sachen Altersvorsorge an, das viele Menschen heutzutage beschäftigt. Dennoch ist die Frage schwer pauschal zu beantworten, da es mehrere Formen der fondsgebundenen Rentenversicherung gibt.

Um genauer auf deine Frage eingehen zu können, möchte ich erst die Bedeutung des Wortes "Versicherungssumme" klären:

Die Versicherungssumme gibt an, in welchem finanziellen Umfang die Versicherungsgesellschaft leistet. In den meisten Fällen wird die Versicherungssumme in Euro angegeben und beschreibt den Wert, der bei Eintreten des Versicherungsfalles vom Versicherer ausbezahlt wird.
Im Rahmen einer Lebensversicherung oder Rentenversicherung wird die Versicherungssumme beispielsweise zum vereinbarten Ablauf (Auszahlungstermin) ausbezahlt.

Versicherungssumme ist aber nicht gleich Versicherungssumme, denn auch in diesem Zusammenhang gibt es Unterschiede, die meist von den Anlageformen der Rentenversicherung abhängen. Hier wird vor allem in drei Anlageformen unterschieden:

• Verträge die klassisch verzinst werden
• Mischverträge aus der klassischen Verzinsung  und Versicherungsverträgen auf Wertpapierbasis
•  Verträge die vollständig auf Wertpapieren basieren Verträge

Ich möchte Dir nun genauer erklären, wie sich die Leistung zum Ablauf bei den verschiedenen Formen zusammensetzt.

Die voraussichtliche Auszahlungssumme bei einer klassischen Rentenversicherung setzt sich aus der garantierten Versicherungsleistung und der Leistung aus der Überschussbeteiligung zusammen.

Die Berechnung der garantierten Versicherungsleistung erfolgt unter anderem durch die Beitragshöhe Ihrer Versicherung, evtl. eingeschlossenen Zusatzbausteinen wie der Absicherung bei Berufsunfähigkeit und dem Garantiezins. Der Garantiezins, der zu Beginn Ihrer Versicherung gültig war, wird bereits bei der garantierten Versicherungsleistung mit berücksichtigt.
Die garantierte Versicherungsleistung zum Ablauf bleibt während Ihrer gesamten Vertragslaufzeit unverändert bestehen. Dazu können dann zum Auszahlungszeitpunkt noch die Leistungen aus der Überschussbeteiligung und den Bewertungsreserven kommen.
Eine Ausnahme gibt es jedoch: Wenn Du die Beitragszahlung während der Laufzeit unterbrechen möchtest oder die Beiträge erhöhen, ändert sich die Summe.
Bei den meisten Versicherungsgesellschaften erhält man ein jährliches Informationsschreiben aus dem man diese Werte ablesen kann.
Zusätzlich wird oft die für das jeweilige Jahr gültige Gesamtverzinsung, die bereits garantierte Überschussbeteiligung und die Höhe der künftigen Überschussbeteiligung ausgezeichnet.

Die erreichte Überschussbeteiligung stellt die Höhe der Überschüsse dar, die Du bereits aus der Vergangenheit erhalten hast. Diese bleibt Dir bis zum Ablauf in voller Höhe erhalten.

Die Höhe der künftigen Überschussbeteiligung hängt vor allem von der Zinsentwicklung an den Kapitalmärkten und von der Entwicklung der Lebenserwartung ab. Deswegen können Versicherungsunternehmen während der Vertragslaufzeit noch keine feste Höhe zum Auszahlungstermin nennen.
Bei der Berechnung der künftigen Überschussbeteiligung wird angenommen, dass die aktuell festgelegten Zinssätze für die Überschussbeteiligung bis zum Vertragsende unverändert bleiben. Je nach tatsächlicher Entwicklung dieser Zinssätze kann die Gesamtleistung höher oder niedriger ausfallen.Zum Ablauf können dann noch der Schlussüberschuss sowie die Beteiligung an den Bewertungsreserven zu Ihrer Leistung dazu kommen.

Bei vollständig fondsgebundenen Verträgen ist die Auszahlungssumme nicht festgeschrieben und deshalb nicht garantiert. Hier kommt es auf die Wertentwicklung der gewählten Fonds während der Vertragslaufzeit an. Der Auszahlungswert steht erst zum Termin der Auszahlung fest.

Bei der Mischform aus der klassischen und der fondsgebundenen Variante, wird ein Teil des Beitrages für die sichere Verzinsung, der andere in Fonds angelegt. Diese Form wird oftmals dann genutzt, wenn zum Ablauf eine festgeschriebene Summe gewünscht wird, und gleichzeitig die Vorteile des Kapitalmarktes genutzt werden sollen. In welcher Höhe der Beiträge jeweils in die Bildung des Garantiekapitals und des Wertpapiervermögens fließen, ist von der gewünschten garantierten Leistung zum Auszahlungszeitpunkt abhängig. Umso höher der Garantiewert ist, desto weniger des Beitrages fließt in die Wertpapiere. 

Falls es Dich auch interessiert, wie die Auszahlungen versteuert werden, kann ich Dir diesen Beitrag meiner Kollegin Angie empfehlen: https://forum.allianz.de/service/lebensversicherung--auszahlung/frage/abruf-lebensversicherung

Ich hoffe meine Antwort hilft Dir weiter.

Viele Grüße, Christina vom Allianz Hilft Team

Es gibt keine, wenne es keinen Anteil gibt für einen Deckungsstock im klassischen Überschusssystem. Es gibt Modellrechnungen mit verschiedenen durchschnittlichen Fondsentwicklungen (z.B., 0, 2, 4 und 6%).

Wenn es also eine reine fondsgebundene RV ohne Garantieanteile ist, dann gibt es einen Rentenbarwert (x € Rente pro 10.000,- € Vertragsguthaben). Dieser beeinflusst sich durch

  • unterlegtem Fonds
  • Einschlüssen (RGZ, BUB, BUR, etc.)
  • Laufzeit
  • Beitrag

Brutto-Monats-Beitrag * 12 * Laufzeit = Bewertungssumme.

Denke mal das du die BWS mit Versicherungssumme meinst. 

Wie soll sich die Versicherungssumme "berechnen"? Die setzt man nach Bedarf willkürlich fest.

Die Versicherung ist ja nur auf den Todesfall bezogen. Die Rendite/Endauszahlung soll sich ja aus den Fondsanteilen amortisieren.

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