Wie berechnet man die Warscheinlichkeit im Poker?

3 Antworten

Zunächst mal muss man realistisch einschätzen können, wie/wo man gerade steht und was der Gegner auf der Hand hat. Da hilft nur Erfahrung. Wer hat zur Zeit die bessere Hand? Der Gegner? OK, was brauchen wir, um ihn doch noch zu schlagen? Welche Karten helfen uns, oder anders ausgedrückt: wie viele Outs haben wir? Die Anzahl der Outs im Verhältnis zur Anzahl der uns unbekannten Karten ergibt die Wahrscheinlichkeit, dass unsere Hand sich massgeblich verbessert. Diese Wahrscheinlichkeit setzen wir dann ins Verhältnis zum Einsatz, den wir bringen müssen, um im Spiel zu bleiben. Danach entscheidet sich dann die Frage: Call oder Fold?

(Alles nur grob skizziert, es gibt hundert Faktoren mehr, die letztendlich zu einer hoffentlich wohl durchdachten Entscheidung führen.)

Beispiel:

Wir haben 87o auf der Hand, sitzen im Big Blind, ein Spieler limpt (setzt den BB, mehr nicht), alle anderen folden, wir checken. Der Pot beträgt 2,5 BB.

Der Flop: A96 in 3 Farben

Der Gegner setzt 2,5 BB.

Wir kennen den Typen, wir sind uns sicher: der hat das Ass getroffen, er hat also jetzt ein Paar Asse.

Was haben wir? Zunächst mal nix. Aber jede 5 und jede T bringt uns eine Straight, wir haben einen OESD (Open Ended Straight Draw) (9876).

Wie wahrscheinlich ist es, dass der Turn eine 5 oder eine T bringt? Es gibt von jedem Wert 4 Karten, zusammen 8, wir haben also 8 Outs. Unbekannt sind für uns zur Zeit 47 Karten. 8/47 = 0,17 oder 17%

Mit einer 17%igen Wahrscheinlichkeit vervollständigen wir am Turn unsere Straight.

Macht es Sinn, die Bet vom Gegner zu callen?

Der Pot vor dem Flop beträgt 2,5 BB, der Gegner setzt noch mal 2,5 BB. Wenn wir callen, zahlen wir 2,5 BB in einen Pot, der dann 7,5 BB gross sein würde. Wie zahlen also genau ⅓ vom Pot oder 33,3%.

17% Wahrscheinlichkeit für eine Straight

33,3% Anteil am Gesamtpot

Simple Entscheidung: FOLD!

die Wahrscheinlichkeit bringt dir da gar nichts wenn das Glück nicht mit spielt...

oder anders gesagt: was bringt dir eine Wahrscheinlichkeit von 90% wenn der Gegner dann doch ein besseres Blatt hat?

Die Wahrscheinlickeit hilft dir nur dann, wenn du eine größere Menge an kleineren Chancen hast die du dann anhand der Wahrscheinlichkeit eingehen kannst oder nicht. 

Im Mittel kannst du dann dadurch dass du warscheinlicheren Situation den unwahrscheinlicheren Vorziehst ein kleines Plus raus holen. Genau so machen nämlich die Casinos ihr Geld, dass sie nämlich aufgrund der Spielregeln einen ganz kleinen Vorteil von 1 bis 2% haben, bei Summen von mehreren Millionen bei tausenden von Einsätzen bleiben dann eben große Summen übrig durch (z.B. beim Blackjack wenn der Geber sein Blatt nicht aufdecken muss wenn der Spieler überboten hat, oder wenn beim Roulette ab und an mal die Zahl "0" kommt und dann sowohl die Einsätze derer die auf "rot" oder "schwarz" gesetzt haben an die Bank gehen etc etc)

Und wie beantwortet das die Frage des Fragestellers?

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@aseven79

Eben, so ein Unsinn. Es geht beim Pokern langfristig nicht um Glück, sondern um Menschenkenntniss und um Wahrscheinlichkeiten. Vor allen Dingen um Wahrscheinlichkeiten. In Einigen Situationen rechnet man dann eben seine Wahrscheinlichkeit aus und kann somit rein mathematisch bestimmen, ob ein Call lohnenswert ist oder eben nicht.

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Kann man nicht. Du verwechselst da was mit Black Jack.

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