Wie berechnet man, bei welchem Gewicht (eines Kletterers) und welcher Höhe ein Stahlseil beim Sturz einer Person in das Seil reißt?

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3 Antworten

Die Stahlseile für die Bergwacht Stahlseilwinde haben einen Durchmesser von 5mm bei einer Bruchkraft von etwa 1400daN und dürfen keinesfalls durchhängen, bereits 10cm können da kritisch werden. Zitat: "Bereits beim abfangen eines Eisengewichts von 80kg aus 5cm Höhe beträgt der Fangstoß 1200daN". Bei 2m und 160kg wären das dann 96000daN. Das Einzige, was diese großen Kräfte verringert, ist das Gurtzeug und der menschliche Körper.

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Nun ja - auch ein Stahlseil dehnt sich unter Beanspruchung aus, allerdings weniger als eins aus anderen Materialien.

Dabei kommt es aber neben dem Material auch ganz entscheidend auf die Konstruktion des Seils an. Kletterseile sind meines Wissens normalerweise geflochten, von Stahlseilen kenne ich das eher weniger.

Man müsste also tatsächlich untersuchen, wie sich das Stahlseil unter einer ziemlich spontan eintretenden Belastung verhält. Der Fall der beiden Personen wird auf einer sehr kurzen Strecke abgebremst werden, dabei tritt eine enorm hohe Beschleunigung auf, aus der entsprechend hohe Kräfte resultieren.

Jetzt gilt es zu klären, ob die maximal auftretende Kraft höher liegt als die Höchstzugkraft des Seils. Erschwerend kommt hinzu, dass diese Höchstzugkraft von der Geschwindigkeit der Laständerung abhängt.

Berechnen lässt sich da eher wenig - aber grob abgeschätzt, würde ich sagen, dass die Bergsteiger vermutlich wesentlich mehr Schaden nehmen als das Seil ^^

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Es kommt natürlich darauf an, wass es für ein Stahlseil ist, allein die Dicke sagt da nicht viel aus. Aber wenn man ungedämpft zwei Meter in ein Stahlseilfällt, dürfte es für den "Gesicherten" schon fast egal sein ob das Seil reißt.

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