Wie berechne ich den Median und wofür brauche ich ihn?

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2 Antworten

Der Median statt dem arithmetischen Mittelwert ist überall dort sinnvoll, wo die Einzelwerte nicht aus so etwas wie Meßwerten von physikalischen Größen entstehen, sondern sich aus individuellen Entscheidungen oder Verhältnissen ergeben.

Beispiel: Zehn Leute schätzen, wie lange sie voraussichtlich für eine bestimmte Arbeit brauchen. Eine realistische Schätzung sieht dann so aus, daß fünf dieser Einzelschätzungen darunter und fünf darüber liegen. Oder: Eine Arbeitsfläche muß in einer Höhe angebracht werden, daß möglichst viele Leute unterschiedlicher Größe bequem daran arbeiten können. Auch hier liegt nahe, eine Höhe zu wählen, die für gleich viele Leute über wie auch unter ihrem persönlichen Idealmaß liegt.

Zahlen ordnen, mittleren Wert der sortierten Folge nehmen, zack feddich.

Der Median ist halt auch ein Mittelwert und beispielsweise weniger anfällig für eine Verzerrung durch Ausreißer als das arithmetische Mittel.

Also wenn ich die Werte 1,2,3,4 und 200 habe, ist der Median dann drei? Aber das ist doch dann ganz komisch..

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@tammyasks

Richtig.

Nö, es ist nicht komisch. Wieso sollte es komisch sein? Es ist in vielen Fällen sogar sehr sinnvoll.

Stell dir vor, du betrachtest das Durchschnittseinkommen in einem Land. Mal vereinfacht spielen wir das mit 5 Leuten und deinem Zahlenbeispiel durch. 4 von 5 verdienen fast nichts und einer verdient alles. Arithmetisches Mittel wäre 42 € Einkommen pro Person. Median wäre 3 € pro Person.

Da die meisten Leute in dem Land am Verrecken wären, würde der Median diese Situation deutlich besser widerspiegeln.

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