Wie berechenbar sind Menschen?

6 Antworten

In gewisser Weise sind gewisse Handlung aufgrund unserer Institutionen (Gehlen) berechenbar - zwar nicht 100 Prozent, aber ich denke mal, ein gewisser Teil richtet sich danach. Oder guck dir einfach mal an, wie viele heute noch nach Mesotes Lehre handeln - das ist doch dann auch schon in gewisser Weise berechenbar, oder nicht? 


Natürlich kann man damit nur einen Bruchteil der zu erwartenden Handlungen erahnen. Alles gewiss nicht. Wie genau meinst du das mit "seinen Reiz verlieren"? Bezogen auf den Handelnden selbst oder den, der den Handelnden bei seinen Aktionen beobachtet und versucht ihn einzuschätzen?


In dem Sinne - wenn du es nicht schaffst; jemanden direkt einzuschätzen, wie er handeln würde etc - dann reizt das schon, da man dann noch umso gespannter ist, was genau sich hinter dieser Person verbirgt - so ist zumindest meine Denkweise. Muss ja nicht mit anderen konform gehen.

Gehlen?

Mesotes Lehre verwirrt mich derweil noch ein bisschen...

Den Reiz verlieren - das war bei mir mal bei einem Spiel so... die Sims 2 - ich war eine Zeit lang sehr süchtig nach diesem Spiel... hab z. B. den ganzen Tag nur gespielt und bin am nächsten Morgen von selbst aufgewacht und wollte sofort weiter spielen - ich war ganz hibbelig... und ich hab alles gemacht was man nur machen konnte... bis ich es in und auswendig konnte...und irgendwann wusste ich dann nicht mehr was ich noch machen könnte, weil ich wirklich so gut wie alles schon mal gemacht habe... und jede Reaktion der Figuren schon kannte... schon alle möglichen Häuser gebaut hatte... alle möglichen Schicksale durchgespielt hatte... Streit, Tod, große Romanze, fremd gehen, extrem viele Kinder mit unterschiedlichsten Leuten... und ab da hab ich mich dann wieder anderen Dingen zugewendet... und wollte lange nicht mehr spielen... vielleicht in 50 Jahren, wenn das in Vergessenheit geraten ist - vl reizt es mich dann mal wieder mehr... 

Wenn ich etwas satt/über habe, dann brauch ich meist etwas Abstand...  Bei Menschen auch manchmal - wenn ich eine Person eine Zeit lang oft treffe und alles weiß, was sich gerade so bei ihr tut und getan hat... dann kommt es auch dazu dass der Kontakt mal etwas weniger und oberflächlicher wird... man sich nur hin und wieder mal schreibt... und dann nach einiger Zeit tut sich dann manchmal wieder was... oder auch nicht... kann auch sein dass man sich mal einige Jahre nicht sieht... Jedenfalls wird es doch irgendwann öde, wenn man ständig mit der gleichen Person zusammen klebt? Eine Zeit lang vielleicht gut... 

Mhm - ist schon auch gut wenn man eine andere Person nicht immer einschätzen kann... wenn es nicht so ist, dass man sich zu 100 % sicher ist, dass diese Person in dieser Situation garantiert so und nicht anders handeln wird... Sonst wäre es schon etwas roboterhaft... Wenn ich das mach, wird das passieren... wenn ich das mach, wird das passieren... Man kann jemanden ungefähr einschätzen aber meist nicht exakt... ? Bzw. kommt das auf den jeweiligen Menschen und seine Situation drauf an?=

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@DBKai

Gehlen war ein Philosoph. Mesotes Lehre ist die Lehre der Mitte - nehme man eine Tugend wie Höflichkeit. Du kannst zu viel davon sein, also schleimig.. kannst aber auch zuwenig davon sein - also unhöflich ~ dies würde meist eine gewisse Abneigung dir gegenüber hervorrufen, weshalb du meist die eher angesehene Mitte nimmst - in diesem Falle höflich. Somit das Verhalten in Bezug auf bestimmte Situationen teils berechenbar.

Wenn etwas neu ist und Spaß macht, wie Sims, dann reizt es dich sehr - doch irgendwann lässt dies nach und man fokussiert sich auf Anderes. 

Wenn du zum Beispiel jemanden kennenlernst, dann ist auch ein gewisser Reiz vllt vorhanden, da du das Handeln der Person nicht einschätzen kannst. Desto mehr du die Person kennst und desto näher du Ohr stehst, umso einfacher kann es sein,  Aktionen voraus zu sehen. Und wenn du schon alles kennst, dann ist der Reiz bezüglich dessen eben nicht mehr so stark ~ Hypothese. 

Das Handeln eines Menschen hängt, wie du auch sagtest, meiner Meinung nach stark von ihm selbst als denkendes Individuum sowohl aber auch von der jeweiligen Situation ab.

Bein kein Experte - nur ein normaler Schüler. Deshalb sehe bitte alles als Hypothese.

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@KoerperweltenDE

EDIT: Unser Handeln basiert meist stark auf Affekten, weshalb immer Überraschungen kommen. Hat doch seinen Reiz, oder? Du kannst nie jemanden zu 100 Prozent einschätzen. So kannst du bspw auch bei den Sims gewisse Specials oder so übersehen haben, wo Unerwartetes auftritt.

*sieh

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@KoerperweltenDE

Ich glaub dass ich die Sims wirklich fast komplett kenne... nur ein paar Kleinigkeiten vl noch nicht... und einmal hatte das Spiel einen Fehler und da hatte ich dann mal einen Sim, der ein wenig behindert ausgehen hat... das war ungewöhnlich... doch sonst glaub ich nicht, dass mich das Spiel noch viel überraschen könnte... 

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Zu 100% kann man niemanden ausrechnen. Aber es ist meistens ziemlich leicht herauszufinden, was die Menschen eigentlich reizt und motiviert. Scharlatane und Verführer sind ziemlich geschickt, genau das herauszufinden. Dazu müssen sie nur ein bisschen über sich selber wissen (nicht die geschönten Selbstlügen, sondern die ungeschminkte, nicht sehr schmeichelhafte Wahrheit) und sie brauchen die Chuzpe bzw. Unverfrorenheit, das anderen Menschen auch zu unterstellen und vor allem, sie gut zu beobachten.

Wieso gibt es Scharlatane? Werden diese als Scharlatane geboren? Und wieso gibt es Menschen die nicht so sind? Wären diese auch Scharlatane geworden wenn sie unter den Bedingungen aufgewachsen wären wie der Scharlatan?

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@DBKai

Es gibt Scharlatane, die ausschließlich Scharlatane sind, sie ziehen z.B. von Stadt zu Stadt und halten Vorträge, wie man erfolgreich oder gesund werden kann oder betreiben sonst irgendeinen Gelderwerb damit. Die meisten Scharlatane nutzen ihre Gabe oder ihr Talent nur zusätzlich zu ihren anderen Fertigkeiten und sind dann besonders erfolgreiche Ärzte, Redner, Politiker, Vertreter, Werbeschaffende, Künstler, Anführer, Verführer, Liebhaber, etc. pp. Im Grunde genommen ist das 'andere für sich einnehmen' ein Kontinuum, manche haben nichts oder wenig davon, andere etwas, wieder andere sehr viel. Angeborene Wesenszüge und das optische Erscheinungsbild gehören dazu ebenso wie erworbene und abgeschaute Charakterzüge. Ein jüngeres Geschwisterkind kann z.B. herausfinden, dass es das ältere und klügere und beliebtere Geschwisterkind durch geschicktes Verhalten ausstechen kann. Ein attraktives Mädchen kann bemerken, dass es bei einer mündlichen Prüfung auch mit weniger guter Vorbereitung gut abschneiden kann. Jemand, der ohne so ein Talent geboren wird, also z.B. ein nicht zu besonderem Einfühlungsvermögen fähiger 'Autist' kann sich noch so abstrampeln und wird nie zu einem Verführer, die meisten Menschen haben durchaus ein in gewissem Maße ausbaufähiges Talent dazu. Narzisten benötigen dieses manipulative Repertoire, wenn sie nicht unglücklich werden wollen und perfektionieren es im Laufe des Lebens, ebenso hochintelligente Psychopathen, die keinerlei Skrupel haben, die kleinen Schwächen anderer auszurechnen und auszunutzen.

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Ich denke nicht das Menschen berechenbarer werden. Menschen basieren sehr stark auf Emotionen. Dies kann zu impulsiven und unüberlegten Handlungen führen.Zu deiner zweiten Frage: Sachen verlieren nicht ihren Reiz nur weil sie berechenbar sind. Wenn du dir etwas schon seit sehr langem wünscht und du mit Sicherheit weißt dass du es zu deinem Geburtstag oder zu Weihnachten bekommen wirst, freust du dich doch trotzdem davor und auch danach.

Manchmal find ich es schon gut überrascht zu werden... Wenn ich einen Kuchen zum Geburtstag garantiert bekomme ist das irgendwie nicht so besonders... aber wenn ich ihn vielleicht bekomme - vielleicht auch nicht schon eher... 

In diesem Bereich absolute Sicherheit zu haben finde ich etwas komisch... denn es könnte dann etwas zu zwanghaft sein... Genau so wie: Vielleicht haben wir nächste Woche schönes Wetter gefällt mir besser als garantiert haben wir nächste Woche schönes Wetter...

Ich finde es gar nicht so schlecht nicht immer alles schon vorher zu wissen...Dass manchmal auch etwas unvorhergesehenes geschieht...

Mir ist es auch lieber jemand sagt "Ich komm doch nicht" als jemand kommt garantiert, weil er gesagt hat, dass er kommt und fühlt sich dann aber mies... sich mal etwas anders zu überlegen... sich mal spontan um zu entscheiden, finde ich nicht so schlecht... besser als wenn jemand sich zu sehr unter Druck gesetzt fühlt "Jetzt hab ich das gesagt und jetzt muss ich es zu 100 % auch so halten." Es ist gut wenn jemand versucht... aber man kann alles übertreiben und auch zu streng mit sich selber sein... - oder nicht'?

Kommt es eigentlich so rüber als würde ich anderen sagen wie sie denken sollen?

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@DBKai

Es gibt nur eben Sachen, die man sich wünschen würde... die schön wären... und wenn es dann nicht geschieht ist man traurig... Z. B. versuche ich mich mit meiner Sitznachbarin anzufreunden aber es klappt nicht und sie reagiert ablehnend... weswegen ich dann niemanden in der Schule habe und ständig allein bin... nur zum lernen hin gehe... in der Pause niemanden hab... wäre schon auch etwas trist... kann man aber vl nicht viel daran ändern... 

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