Wie bekommt man eine starke Psyche? Etwa so: "Alles was einen nicht umbringt, macht einen härter"?

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11 Antworten

Ich denke, dass Deine Mentale, Seelische und Psychische Verfassung in Deiner Kindheit geprägt und im Laufe der Jahre durch die Gesellschaft und das Empfinden sich selbst gegenüber gefestigt werden. Das heißt, wenn Deine Eltern Dich nie unterstützen, Dir immer erzählen, dass aus Dir nichts wird, Du ein dumm bist und zu nichts taugst und Dir keiner in der Zeit sagt, dass Deine Eltern Schweine sind und im Unrecht, dann setzt sich das fest. Und Du glaubst es mit 10 Jahren und auch mit 23 Jahren immer noch. Selbst wenn Du in der Schule Freunde findest und Menschen, die liebevoll mit Dir umgehen. Du denkst immer, dass sie sich irren und einfach den dummen Nichtsnutz noch nicht entdeckt haben. Wenn Deine Eltern Dich uneingeschränkt lieben und Dir sagen Du bist der tollste Mensch der Welt, dann können Dir im Leben viele Menschen begegnen, die Dich fertig machen. Das knickt Dich und es ist nicht schön. Aber im ersten Fall denkst Du: Jetzt haben sie es auch erkannt, dass Du nichts bist und kannst. Und im 2. Fall denkst Du, dass es Idioten sind, die es nicht wert sind, dass Du Dich mit ihnen befasst. Denn schließlich bist Du ein super Typ.

Mein Name soll heißen: Die Starke. Andere sehen mich als stark, ich selbst sehe mich als schwach. Ich wurde oft in meinem Leben Opfer, und habe die schlimmsten Erlebnisse traumatisch verdrängt. Das ist eine Abwehrhandlung des Gehirns, das gewisse Dinge einfach nicht verkraften kann, es wäre zu schlimm! Man könnte das Erlebnis nicht verkraften. Als ich später in Therapie diese schlimmsten Erlebnisse verarbeitet hatte, musste ich erst mal systematisch lernen, wieder alles wahr zu nehmen, und nicht weg zu beamen. Das gelingt mir zwar immer besser, aber ich habe es nicht in meiner Kontrolle: Das Gehirn schaltet einfach ab, wenn es zu schlimm wird! So habe ich lernen müssen, mir Freunde zur Seite zu stellen, die bei mir sind, z.B. wenn es eine seeeeehr emotionale Aussprache gibt, mit Leuten, wo es seit Jahren Probleme gibt. Derjenige muss dann immer mit mir Blickkontakt haben, mit einem Händedruck mir Mut zusprechen, und eben aufpassen, dass ich immer geistig da bin. Ansonsten bekomme ich gerade so viele Möglichkeiten, zur lernen: Nicht mehr Opfer zu sein, sondern mich hart und klar zu wehren, und das auch mit vielen Tränen durch zu ziehen... es geht z.B. um Verleumdungen mit vielen Lügen, wo ich teilweise Anzeige machen musste - den Leuten aber vorher die Chance gab, dies zurück zu nehmen und solche Sachen. Dadurch leidet man zwar für kurze Zeit stark, aber man wird auch stärker dadurch, dass nicht jeder Dir mehr ans Bein pinkeln darf...

Deine Psyche kannst du nicht verändern, sensible Menschen werden immer sensibel bleiben, aber du kannst erlernen wie du besser mit vielen Dingen/Situationen des Lebens umgehen kannst und was ganz wichtig ist wie du ein starkes Selbstbewusstsein aufbaust. Der Spruch den oben zitierst ist schon wahr, damit ist gemeint, das du aus Erfahrungen (hier speziell schlechte Erfahrungen) lernst und wenn du mehrmals in ähnliche Situationen kommst schon besser damit umgehen kannst. Bei den allermeisten Menschen kommt das aber mit den Jahren ganz von selbst...ich denke du bist noch sehr jung oder? Mann nennt es auch Reife :-)

Ich stimme Dichterseele da ganz zu. Es kommt natürlich ganz auf den Menschen selbst an, aber ich kann aus eigener Erfahrung sagen, dass man sich sehr verändern kann.

Dieses: sich selbst verändern ist etwas schwieriger, weil es vom Willen her kommt und nicht von einer Notwendigkeit. Anders als, wenn man etwas Schlimmes erlebt. Das prägt einen zwangsläufig. Wie man allerdings mit der Situation umgeht und was man daraus mitnimmt, ist einem selbst überlassen.

Man muss nur den Willen haben, sich mit den Dingen auch zu beschäftigen, dann kann man ihren Einfluss auf die eigene Seele auch besser lenken. Wenn man sich davor verschließt und davonläuft, verändert sich die Seele, ohne, dass man darauf achtet.

Das größte Problem ist, die Akzeptanz. Wenn man sich selbst nicht so akzeptieren kann, wie man ist, ist die Seele schnell unausgeglichen und manselbst unglücklich. Trotzdem sollte man immer nach einer Art Verbesserung streben, Stärkung der Seele oder, dass man selbst sanfter wird.

Durch Meditieren (so lustig das auch klingt) Sport, Gartenarbeit oder Dingen die uns Spaß machen wie Zeichnen, Lesen oder sonst etwas, kann man den Geist auch stärken in veschiedener WEise. In Einsicht, Ruhe, Härte oder Ausgeglichenheit. Du selbst bestimmst, ob ein Tag dein Pechtag ist oder einfach nur ein Tag wie jeder andere. Wenn du dir an so einem Tag die positiven Dinge des Lebens vor Augen führst, kannst du dich selbst austricksen und wiede Lachen. Das hat natürlich auch Einfluss auf deine Psyche. Es ist also alles nur eine Sache des Willens. ;)

Ja, es ist was dran: Wenn Du etwas Schlimmes durchmachst, gehst Du daran entweder kaputt, oder Du rappelst Dich auf und gewinnst die Kräfte, um das durchzustehen.

In Geist und Psyche ist das nicht anders, als beim Körper: Durch Training kriegt man Muskelkraft und wird fit.

Wer sich hinstellt und jammert: "Ich bin nunmal so schwach, ich kann das nicht", der ist nur zu bequem, seinen Mann (oder seine Frau) zu stehen! Mit den Herausforderungen wachsen die Fähigkeiten!

Natürlich ist nicht jeder von Geburt an mit den gleichen Kräften ausgestattet - aber wer sich nicht selbst bemüht, der hat auch keine Hilfe verdient. Und jeder Mensch hat körperlich und geistig ein ungeheures brachliegendes Potential, das aktiviert werden kann!

www.psychotraining-mit-system.de

Meine Meinung ist dazu: wenn man ein sensibler Typ ist, dann bleibt man das auch. Man kann sich bedingt verändern, jedoch wäre das auch Verstellen.

Härten Erlebnisse ab? nicht unbedingt. Die Schale wird härter, aber der Kern bleibt.

Was ist schlecht daran, wenn man sensibler ist als andere. Vielleicht ist es gut, wenn man eine sanfte Psyche hat. Man erlebt und erfühlt mehr.

Am besten ist, Du bleibst, wie Du bist.

Liebe Grüsse, dobermannfreund

das hast das richtig gesagt die schale wird hart so das die andere nicht in deinen kern durchdringen können es ist wichtig das die andere wissen was in dir vorgeht : )

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auf knopfdruck geht das sicher nicht. das ist ein prozeß. manchmal geht er schnell, durch bestimmte erlebnisse, manchmal geht er langsam von statten und bei manchen nie.

das hängt ganz an dir selbst, welche einstellung du zu dir selbst hast, welche du zu deinem umfeld hast,..............

eine veränderung der inneren einstellung kann in beide richtungen ablaufen, je nachdem, wie die kombination aus lebensumständen, lebenseinstellung,...... ist.

menschen entwickeln sich, lernen dazu, im besten fall ein leben lang, da ist eine veränderung der psyche ganz normal.

Stimmt schon das schwere Erfahrungen einen Abhärten nur kannst du das selbst kaum beeinflussen

Klar kann man seine Psyche trainieren!Selbstbeherschung und Disziplin ist der schlüssel ...

Dinge die einen fast umbringen, können entweder extrem stark machen oder aber völlig zerstören. Wenn man z.B. vergewaltigt wurde, hat man doch sein Leben lang eine kaputte Seele...

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