Wie bekommt man eine Alkoholsucht?

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10 Antworten

Der Übergang vom Genusstrinken zum Alkoholiker ist fließend. Es geht dann über verschiedene fast unbemerkte Phasen:

Die voralkoholische Phase: Hier trinke ich schon nicht mehr aus Genuss an einem Glas Wein o.ä. sondern aus psychischen Gründen. Stressabbau, um lustiger zu werden, aus Unsicherheit, weil ich durch Alkohol lockerer werde, vermeintlich stärker bin, besser und freier reden kann.

Die Prodromalphase: Hier merke ich schon das ich den Alkohol brauche. Ich denke häufig an Alkohol, freue mich schon auf den nächsten „Umtrunk“ mit Freunden. Bekomme aber teilweise auch schon Ärger mit meinem Umfeld (Freunde, Familie, Arbeitgeber)

Die kritische Phase: Ab hier beginnt schon der Kontrollverlust. Hier liegt es schon nicht mehr am Willen nichts mehr zu trinken. Es geht manches mal nur Tage ohne Alkohol und dann nur unter eigenem oder fremden Zwang.

Die chronische Phase Hier geht es dann richtig bergab. Alkohol bestimmt mein Leben. Es dreht sich nur noch darum an den nächsten Schub zu kommen z.B. bei einem Pegeltrinker den Pegel zu halten. Ich bin fast nicht mehr nüchtern, trinke schon morgens, weil ich nachts - wenn ich überhaupt schlafe konnte - unter den Pegel rutschte.

Natürlich kann jeder aufhören zu trinken. Aber ab einem gewissen Punkt – der nicht vom Trinkenden erkannt wird – schafft er es nicht mehr und ab hier ist es für mich eine Krankheit. Der Kreislauf hat begonnen.

Trinke ich nicht habe ich Entzugserscheinungen und dann trinke ich weil die Entzugserscheinungen gelindert werden – und das immer wieder. Der Alkohol dient in diesem Moment übertrieben gesagt als Medikament. Ich hab keinen Einfluss mehr darauf. Der Kopf beherrscht den Körper. Körperlich trocken zu werden ist eine relativ einfache Geschichte in einem Krankenhaus mit Hilfe von Medikamenten z.B. Distraneurin, aber dann fängt das wichtigste und langwierigste erst an. Der psychische Entzug.

Guten Abend GenLeutnant,

zu meiner Frage: ,,Wie bekommt man zu einer Alkoholsucht"

habe ich Dir diesen Stern gegeben, weil Du deinen Bericht zu diesem Thema sehr gut beschrieben hast.

So das man es gut verstehen kann.

Gruß Angelika

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Ich habe hierzu vor langer Zeit mal einen Vortrag von einem trockenen Alkoholiker gehört. Bei ihm begann es so: Er war sehr konfliktscheu und hatte ein geringes Selbstbewusstsein (wohl durch seine Erziehung bedingt). Wenn er allerdings etwas Alkohol trank, fühlte er sich mutiger, verlor seine Hemmungen und kam besser mit den Leuten zurecht. So versteckte er bald überall Fläschchen, um sich jederzeit gut zu fühlen. Sein Alkoholkonsum wurde größer und größer (denn wenn sich der Körper an die Droge gewöhnt hat, wirkt sie nicht mehr, also muss man mehr davon zu sich nehmen) bis hin zum Kontrollverlust.

Weiterhin gibt es Leute, die sind lustig, feiern gern, und überall gibt es Alkohol. Vielleicht können sie auch nie "Nein" sagen, wenn ihnen ein Glas angeboten wird. Irgendwann verlieren sie dann ebenfalls die Kontrolle über ihren Alkoholkonsum, d.h., sie brauchen ständig neuen Alkohol.

Andere wieder, der Volksmund nennt sie "Quartalssäufer" verlieren gelegentlich die Kontrolle. Sie betrinken sich dann bis zum Exzess. Nach dem Kater verhalten sie sich wieder normal, trinken auch mal ein, zwei Glas Bier, bis zum nächsten Besäufnis. Dann beginnt aber schon der Kontrollverlust. Die Abstände zwischen den Besäufnissen werden immer kürzer, und zum Schluss gibt es überhaupt keine Pausen mehr.

Dann gibt es die "Pegeltrinker", bei denen sich der Körper schon an ein gewisses Quantum Alkohol gewöhnt hat (vermutlich durch regelmäßiges Trinken kleiner Mengen). Sie sind meist nicht betrunken und fallen auch nicht unangenehm auf (allenfalls durch ihre Fahne, die sie jedoch zu vertuschen suchen, z. B. durch Knoblauch). Allerdings braucht der Körper den Alkohol, sonst kommt es zu Entzugserscheinungen. Wenn solche Leute mal z. B. ins Krankenhaus kommen, wo sie keine Möglichkeit haben, an Alkohol zu kommen, erleiden sie einen Kollaps.

Zusammenfassend kann man sagen: Wenn sich der Körper an die Droge Alkohol gewöhnt hat, setzt irgendwann der Kontrollverlust ein, und man kann dann nicht mehr anders. Es sei denn, man lässt sich helfen und rührt keinen Tropfen Alkohol mehr an. Der einmal manifestierte Kontrollverlust lässt sich nicht mehr rückgängig machen. Mancher trockene Alkoholiker wurde schon rückfällig, wenn ihn jemand zu einem Gläschen überredete.

Oft bekommt man sie indem man zum Beispiel Probleme hat (z.B Schulden, Probleme mit Familie, Job, Freunden usw...) und diese in Alkohol ersaufen will. Da man seine Probleme so nicht lösen kann werden sie immer größer, man trinkt immer mehr und so beginnt der Kreis. Wenn man so etwas erkennt sollte man sich schnell professionelle Hilfe holen zum Beispiel bei der Suchtberatung oder bei einem Terapeuten.

Indem du regelmäßig Alkohol konsumierst, beispielsweise täglich in größeren Mengen und dann auch bei Problemen zum Alkohol greifst, was meist zu noch größeren Problemen führt, was widerum zu mehr Alkohol führt. Und das geht dann so lange bis du irgendwann täglich ne gewisse Alkoholmenge zu dir nehmen MUSST um keine Entzugserscheinungen zu bekommen; was dann meist auch zu noch mehr Problemen führt und noch mehr Alkohol usw.

Oft sind da soziale oder familiäre Probleme die Ursache.. z.B. wenn einem die Kinder genommen werden oder man eine Trennung hinter sich hat.. also ne richtig schlimme Trennung. Ich denke auch dass vor allem depressive Persönlichkeiten sehr anfällig dafür sind.

Das mit den Problemen ist nicht zwangsläufig so, aber eben oft ;)

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Eine Alkoholsucht entsteht durch übernatürliches trinken. Etwa aus Sorgen, Probleme im privaten oder beruflichen Bereich. Es geht soweit, dass man alles stehen und liegen lässt, nur um an sein "geliebtes" Getränk zu kommen.

"übernatürliches" trinkrn- was ist das denn ???

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Hallo angelikaliese,

Alkoholsucht beginnt mit Alkohoischen getränken des öfteren zu genissen, und mit den genissen von Alkohol wird bei einer Sucht das geistige Verlangen immer stärker, so das man sich ohne Alkohol unwohl fühlt.

Mit den Verlangen nach Alkohol wird bei den ständigen Genuß des Alkohols dann auch der Körper (Fettleber) in Mitleidenschaft gezogen und gewöhnt sich an einen Alkoholspiegel, sinkt der Alkoholspiegel dann wird der Tag unerträglich und als nebenefeckt kommen dann auch noch zitrige Hände und Nerfliche Aufgewültheit hinzu.

L. G. Aral59

in dem du alkohol trink und nicht mehr aufhören kannst

durch ständigen Alkoholkonsum

Einfach aufhören weniger zu trinken !!!

Durch täglich alkohol tinken

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