Wie bekommt jeder genügend Nahrung?

17 Antworten

Es geht nicht darum, ob wir zu viele sind. Alle Menschen passen stehend in etwa auf die Insel Mallorca, theoretisch. Auch nicht darum, ob wir naturgemäß Allesfresser sind.

Aber der Mensch hat in seiner Masse und in seinem Tun die Erde ausgebeutet und macht das immer heftiger. Seinen Blick auf seinen Platz in der Natur hat der Mensch lang schon verloren. Daher erübrigen sich alle auf Natur basierenden Argumente.

Man muss nun schauen, was man jetzt daraus macht. Weniger Fleisch wäre schon mal ein Anfang. 2/3 aller Agrarflächen werden für die Fleischerzeugung genutzt. Schon mit 1/3 wäre vieles anders. Dann würden 2/3 für direkte Nahrungsmittel aus pflanzlicher Masse verwendet. Dazu das massive Umverteilungsproblem angehen.

Ich denke, es ist ohne echte Probleme möglich, alle und noch mehr zu ernähren. Man weiß das alles schon lang. Nur umsetzen fällt allen schwer. Von ganz oben in der Weltpolitik, über die Regionalpolitik bis zu jedem Einzelnen, der nichts abgeben will an Komfort.

Abgesehen vom Allesfresser-Argument ist es möglich, genügend tierische Nahrungsmittel über eine vegetarische Ernährung zu erhalten, also mit ökologischer und tierfreundlicher Produktion von Käse, Eier etc. Ich selbst mag auch selten Fleisch, aber dann halt mit Herkunft, Weiderind etc. Kostet viel, aber das soll es ja ruhig.

Ohne Menschen töten... Hm. Um Ressourcen und Macht wird schon immer gekämpft, da ist der Mensch im Denken einfach noch sehr Steinzeit...

Wir sollten den Fleischkonsum reduzieren. Ganz abschaffen müssen wir ihn aber nicht. Ganz einfach erklärt: Pflanzen brauchen Acker, um für uns Lebensmittel zu produzieren. Gut, jetzt gibt es einige, die sagen, es wäre viel ressourcenschonender, wenn wir keine Nutztiere mehr halten, weil die ja viel Weidefläche verbrauchen. In der Theorie ganz richtig, da habe ich nichts auszusetzen. Es ist tatsächlich so, dass man für eine Fleischkalorie viel mehr Pflanzenkalorien vekommen kann. Jetzt haben wir aber ein Problem. Nicht jedes Feld ist gleich fruchtbar. Das heißt, nicht auf jedem Feld kann alles wachsen. Du musst dir jetzt das so vorstellen, dass wir Menschen Pflanzen essen, die relativ hochwertig sind. Sie müssen gut schmecken und alle Nährstoffe mit sich führen. Unser Magen ist da sehr wählerisch. Der der Kühe, Schweine und Hühner weniger. Ganz logisch, hochwertige Pflanzen wachsen nur auf hochwertigem Boden. Und die genügsameren eben haben nur wenige Ansprüche. Kurz gesagt, eine Vielzahl der jetzigen Weideflächen könnten uns gar nicht als Weideflächen dienen. Also hätten wir gar nicht unbedingt mehr Platz zum Pflanzen anpflanzen. Ein wenig schon, aber vielleicht gar nicht genug. Das weiß ich nicht genau. Tiere fressen auch vieles, das wir nicht mehr essen. Beispielsweise Rinder die Schale vom Zuckermais. Hühner erfreuen sich an meinen schlecht gewordenen Nudeln. Schweine fressen alles was ihnen unter den Rüssel kommt.

So, wie kommen wir noch zu mehreren Lebensmitteln. Ganz einfach, weniger wegschmeißen. Da sind nicht immer direkt die Konsumenten schuld, sondern vor allem Supermärkte, und auch Landwirte. Zweitere müssen sich an gewisse Normen halten. Eine Kartoffel muss diese und jene Größe haben, die Karotte darf nicht krumm sein und der Apfel soll keine Schäden an der Schale aufweisen. Auch sollte kein Dreck mehr dransein, was gerade an der Lebenserwartung der Kartoffel ziemlich rüttelt. Supermärkte schmeißen Brot zu Haufen weg, weil es am nächsten Tag zu trocken ist, Lebensmittel die an diesem Tag ihr Mindesthaltbarkeitsdatum verlieren, kommen in die Tonne. Indirekt ist dann doch der Konsument schuld. Wer will den saubere Kartoffeln und gerade Karotten?

Das dritte Problem ist die Verteilung. In vielen Ländern ist es so trocken, dass dirt kaum was wächst. Das alles zu importieren ist teuer. Viele können sich gewisse Produkte nicht leisten.

Das waren jetzt einige wenige Stichpunkte, bei weitem noch nicht alle. Es ist ein interessantes Thema. Auf Youtube findest du viele interessanten Reportagen. Ich hoffe, ich konnte dir ein wenig weiterhelfen. Schönen Abend noch!

Nein, Fleisch müssen wir sicher nicht essen. Im Gegenteil, es wäre hilfreicher, den Fleischkonsum zu reduzieren und den Empfehlungen der DGE anzupassen. Damit wäre schon viel gewonnen. Es müsste weniger Futter angebaut werden, die dadurch freigewordene Fläche könnte anderweitig genutzt werden.

Das nächste Problem, es wird zu viel weggeworfen.

https://www1.wdr.de/verbraucher/ernaehrung/rewind-lebensmittelverschwendung-100.amp

Es scheint also auch ein Verteilungsproblem zu sein.

In dem wir die Nutztierhaltung verkleinern. Ein Nutztier muss im Schnitt erst einmal sieben Kalorien pflanzlicher Nahrung fressen, um selbst eine Kalorie tierischer Nahrung zu produzieren. Verfüttert wird hauptsächlich Kraftfutter aus Mais, Soja, Weizen und Raps. Rund 60 % der Äcker in Deutschland werden für den Anbau von Tierfutter verwendet, schreibt das Bundesinformationszentrum Landwirtschaft.

https://www.landwirtschaft.de/landwirtschaft-verstehen/wie-arbeiten-foerster-und-pflanzenbauer/was-waechst-auf-deutschlands-feldern/

Auf einem Großteil dieser Ackerflächen ließe sich auch Nahrung direkt für den Menschen anbauen. Das ist eine größere Lebensmittelverschwendung als alles was in Supermärkten, Restaurants und Privathaushalten zusammen weggeworfen wird.

https://www.weltagrarbericht.de/themen-des-weltagrarberichts/fleisch-und-futtermittel.html

Tiere zu essen ist nicht weit von Anthropophagie und Kannibalismus entfernt. Das gleiche Stück Land, mit dem wir Vieh füttern und es darauf weiden lassen, könnte 10 Menschen ernähren, und wenn wir es noch mit Linsen, weisen Bohnen oder Erbsen bepflanzen würden, könnten wir hundert Menschen damit ernähren .... Im Orionco Becken könnte man genügend Bananen pflanzen, um die ganze Menschheit bequem zu ernähren.

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