wie bekomme ich meine unsicherheit beim singen in den griff?

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800 Leute? Wirklich? Das ist GUT!! Weil so viele Leute wie eine Masse vor Dir verschwimmen können! Viel schwieriger ist es, vor 5 Leuten zu singen, wenn sie einem noch beinahe an den Knien sitzen und Du bei jedem Einzelnen die erwartungsvollen Blicke genau siehst!

Wenn Du singst, bleib ganz bei Dir, denke nichts, konzentriere Dich nur auf das, was Du jetzt gerade tust. Sieh keine einzelnen Leute an, blicke nicht in die ersten Reihen, sondern drüber hinweg! Versuche nicht an ihren Gesichtern abzulesen, ob es ihnen gefällt! Sieh in die Weite, in die Menge, aber stelle den Blick auf "Unendlich" und konzentriere Dich voll auf Ton und Text, dann schaffst Du es beim ersten Mal! Später ist es natürlich viel schöner, wenn Du die Leute ansingen magst - und das kannst, ohne dass Dich ein Blickkontakt aus der Bahn wirft und Du gleich vor Schreck den Text vergißt!

Ich habe mir am Anfang immer gesagt: Die Zuschauer sind ebenso schüchtern wie du, sie sind froh, wenn der "Künstler" sie nicht dauernd direkt ansieht, denn dann sind sie es, die sofort wegschauen, weil sie verunsichert sind!

Du kannst vor einem solchen Auftritt nicht kneifen, da gibt es keine Zaubertricks, die die Angst einfach und zuverlässig komplett verschwinden lassen. Aber man kann die Dinge vermeiden, die zumindest oft verunsichern, wie z.B. Blickkontakt - insbesondere, wenn dort Leute dabei sind, die man kennt. Konzentrieren, drüberweg singen und die Sache so gut durchziehen, als würdest Du sie bei Dir zuhause singen, wenn Du allein bist!

Sag Dir in den Tagen davor tausendmal: "Ich habe es schon einige Male supergut gesungen - und darum werde ich es auch wieder tun - bei diesem Auftritt! Weil ich weiß, dass ich es kann. Denn warum sollte ich dort auch schlechter singen als ich es bei den Proben mache?"

Und vermeide das Wort "aufgeregt"! Keine negativen Botschaften wiederholen einprägen a´la: "Hoffentlich werde ich nicht aufgeregt sein" oder "hoffentlich verpatze ich nichts!" oder "Hoffentlich vergesse ich den Text nicht!"

Besser ist es, dies zu sagen und zu denken: "Es wird super und ich werde stolz auf mich sein." "Ich werde das gut schaffen." "Ich freu mich drauf, das wird toll." "Das wird ein Erfolg!"

Auf Dauer wird man mit der Unsicherheit und Angst am Besten fertig, indem man es einfach wagt - und so dann mit der Zeit genug positive Erlebnisse gesammelt hat! Wenn man dann vor einem Auftritt doch mal wieder ziemlich aufgeregt ist, kann man sich die tollen Momente, dieses Gefühl, gut gewesen zu sein, ins Gedächtnis rufen und sagen: Yes, ich schaffe das! Ich weiß ja, dass ich es schon oft gut gemacht habe!" Aber dahin muss man erstmal kommen. Darum: Trau Dich, nutze jede Gelegenheit, damit Du bald die ersten positiven Erfahrungen gesammelt hast, mit denen Du arbeiten kannst - dann wird es schon leichter! Toi toi toi - das wird klappen! Du weißt ja, dass Du es kannst. :o)

Und kein Alkohol vorher! Geht auf die Stimme und nimmt Konzentration!

Auch ganz wichtig zu wissen:

Bei solchen Auftritten ist vor allem auch eine gute Monitor-Einstellung wichtig, denn man weiß vorher nie, wie die Akustik beim Auftritt dann tatsächlich sein wird -weil der Soundcheck im leeren Saal gemacht wird. Wenn das Publikum sitzt, verändert sich die Akustik oft noch mal zum Negativen. Da ist ein gut eingestellter Monitor Gold wert, denn wenn Du Dich schlecht hören kannst (z.B. Mißverhältnis zwischen Mikro-Einstellung und Musik), kannst Du das positive Feedback und die Sicherheit nicht nutzen, die das deutliche Hören der eigenen Stimme Dir in Deiner Nervosität geben können. Wer sich sicher hört, erhält mehr Sicherheit und Selbstvertrauen - und die Stimme kann sich schnell stabilisieren - trotz Aufregung. Einen Monitor direkt vor Dir wird es sicher geben - bei dieser Größenordnung. Achte darauf, dass er Dir gute Dienste leistet.

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Nur mit Selbstbewusstsein und dem Glauben an dich selbst!!!! Ausserdem sagt man "Übung macht den Meister!"

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