Wie bekomme ich meine Hyperaktivität in den Griff?

...komplette Frage anzeigen

5 Antworten

Ein Freund von mir hatte auch das Problem, dass er sich kaum auf eine Sache konzentrieren konnte, weil er gedanklich schon bei drei anderen war und ständig musste er hektisch etwas erledigen, bloß um - sobald er fertig war - die nächste Sache anzugehen. Er hatte dann irgendwann ganz furchtbare Probleme mit seiner Freundin, die sich fast von ihm getrennt hätte, weil sie es nicht mehr aushielt. Er hat dann über seinen Hausarzt eine gute Neurologin und eine Therapeutin gefunden, die ihm helfen konnten. Soweit ich weiß, hat er auch ein Medikament bekommen. Also ich denke ja immer, man sollte sich in fachkundige Hände begeben, ob man dann wirklich auch Pillen schluckt oder nicht, kann man dann immer noch entscheiden. Aber zu warten das einen das Alter ruhiger macht, könnte etwas langwierig sein, oder?

Meinem Mann geht es auch so. Bei ihm ist es aber eines Tages umgeschlagen in Depression und einem Waschzwang. Das kann eine Begleiterscheinung dieser "Krankheit" sein, muß aber nicht! Er nimmt jetzt ein Medikament, was er selbst auf sich einstellen mußte. Er merkt auch ganz genau, wenn er wieder eine Tablette nehmen muß. Also ich rate dir zu deinem Hausarzt zu gehen, er überweist dich dann an einen Psychologen. Aber solange es einen noch nicht sooooo.. belastet, sollte man damit versuchen klar zu kommen und sich damit abfinden ;)

Wenn du nicht gleich Psychopharmaka nehmen willst, versuch es doch mal mit Bachblüten. In deinem Fall Impatiens (Bei Mechthild Scheffer beschrieben als die Zeitblüte "Von der Ungeduld....zur Geduld). Bachblüten gibt es in der Apotheke entweder als Stockbottels (die müssen noch verdünnt werden) viele Apotheken machen aber auch fertige Mischungen. LG Detlef

Habe das gleiche Problem. Bin schon als Kind umtribig gewesen. Inzwischen hat mich wohl das Alter ruhiger gemacht. Medikamente habe ich stehts vermieden. So wie ich es verstanden habe, ist es eine Veranlagung, die auch durch das sog. soziale Umfeld verstärkt werden kann. Da hilft nur die Dinge nicht zu dicht an sich heran zu lassen. Versuchen sich, wo möglich, zurück zu nehmen.

LG

Wenn es echte (vom Neurologen diagnostizierte) Hyperaktivität ist - also ADS oder ADHD, dann helfen bestimmte Medikamente. Diese Erkrankung ist von der Weltgesundheitsorrganisation (WHO) beschrieben und klassifiziert - es ist eine echte Erkrankung.

Unser Sohn hat auch dieses Syndrom. Es führt dazu, dass ein Mensch sich nicht auf eine Sache konzentrieren kann, weil alles gleich wichtig für ihn ist. Oft geht es mit "Sprechdurchfall" einher - der oder die Betroffene quasselt ununterbrochen (Quasselstrippe). Diese Medikamente sind verschreibungspflichtig, daher muss eine Diagnose gestellt werden. Allerdings sind die Medikamente auch exzellent untersucht und erforscht. Viel besser als manch anderes Medikament.

Der Fall in unserer Familie ist eher gemäßigt aber dadurch, dass wir uns recht intensiv damit beschäftigt haben, haben wir auch echte "Härtefälle" kennen gelernt. Wenn es schlimm ist, ist damit nicht zu spassen.

Shag d'Albran

Was möchtest Du wissen?