Wie bekomme ich meine Gesangsstimme "frei"?

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4 Antworten

Hallo, du sagst dass du schon seit einiger Zeit Gesangsunterricht hast. Also wenn du neben dem Vorsingen dich auch nicht frei fühlst beim singen, würde ich dir vorschlagen einen anderen LehrerIn aufzusuchen um eine zweite Meinung über deine Stimme zu holen. Es kann durchaus sein dass dein jetziger Lehrer nicht für dich geeignet ist. Beim Vorsingen spielt natürlich die Aufregung eine grosse Rolle. Wenn du nur beim Vorsingen dich nicht frei fühlst, sprich einfach mit deinem Lehrer darüber. Viel Mut wünsche ich dir und weiter forschen was und wer für deine Stimme am besten ist.

Sanatorio123 17.10.2012, 16:36

Danke für die lieben Wünsche, ich erwidere diese gerne. :-) und für den Rest siehe den Beitrag zu "Marield". LG

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Moin, da du scheinbar weißt, was du da machst, würd ich es mal mit Entspannungstechniken versuchen. Vor dem Singen oder vor dem Auftritt regelmäßig eine Viertelstunde innerliche Ruhe kann Wunder bewirken. Dazu  beruhigende Musik oder Naturgeräuschen, das sperrt den Alltag aus und du kannst dich besser konzentrieren. Es gibt verschiedene Techniken, die sich auf alles einrichten können, so auch für musikalisch angehauchte Leute. Hast du das schon mal versucht? Funktioniert natürlich nicht von heute auf morgen.

Also ich bin keine Sängerin, habe mich aber damit auch eine Weile befaßt. Mir fallen zwei Dinge ein, die können richtig oder auch falsch sein ;) 1. Vielleicht übst du zuviel? Meine Gesangslehrerinnen haben mir erstmal überhaupt gar nichts aufgegeben, keine Übungen, nichts. Sondern alles mit mir im Unterricht gemacht. Generell üben Sänger ja auch nicht viel - vlt gönnst du dir und deiner Stimme wieder etwas Ruhe? 2. Eine gute Übung ohne Stimme, die ich mal gemacht habe, hat viel gebracht. Und zwar ein Lied anhören und lautlos mitsingen/sprechen. D.h. einfach ohne Stimme den Mund benutzen und du bekommst ein tolles Gefühl dafür, wo und wie du alles formen kannst. 3. Wenn gar nichts hilft: Den Lehrer wechseln. Wenn du übst und wirklich genau das machst, was er sagt und es gar nichts bringt, dann sagt er nicht die richtigen Sachen. Vlt hat er/sie nicht das richtige Gefühl für dich oder weiß bestimmte Sachen nicht, da kann ein Wechsel schonmal helfen.

Viel Erfolg beim nächsten Mal :)

Sanatorio123 17.10.2012, 16:33

Vielen Dank für deinen lieben Kommentar. Ich poste meine Gedanken nun hierzu: Also... Zu erstens wöllte ich sagen, dass es bei verschiedenen Gruppen in puncto Üben unterschiedlich ausfällt. DIe ortsansässigen STudenten an der Hochschule für Musik und Theater singen sicher viel udn gern und üben auch in den Räumen des Hauses. Wer privat Unterricht nimmt, wird zuhause sichern icht zu viel üben. zur Zeit übe ich sogar z uwenig. Ich trainiere eher mein Zwerchfell, weil die Zwerchfellarbeit ja an so vielem hängt: Am Sitz der Stimme und den Spannungsverhältnissen im Körper (ich war lange Zeit im Schulter-Nackenbereich überspannt, weil ich keine Kraft aus dem Bauch holte, sondern aus dem Hals!) und und und. Ressonanzübungen mache ich nur wenig. Skalev nsinge ich ja garn icht. Ich wohne in einer 4er WG, da macht sich sowas auch schlecht, und soviel Zeit habe ich durch meine Ausbildung auch gar nicht.^^ Zweitens: Das will ich mal ausprobieren. Ich kann mir gut vorstellen, dass das was bringt, denn Textsicherheit schon allein und das Verstehen der Intention eines Liedes sind Fundamente für ein gutes Vortragen und mehr. Und zu drittens: Meine Lehrerin ist toll, wirklich. Ich habe mich sehr verbessert in Bezug zum Beginn, doch leider stagniere ich zur Zeit und habe auch nicht kontinuerlich das Geld für Unterricht, deshalb woltle ich Übungsschüler bei jemanden anderen werden, aber das scheiterte an hrer Dozentin, der ich zu unprofessionell udn stimmlich eben zu unfrei bin (mir persönlich bin ich stimmlich auch zu unfrei), aber das hängt wohl viel an der Psyche und am Programm, in meinem Kopf, dass ich beim Singen anschalte. Vielen Dank für dein Feedback! LG

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Marield 17.10.2012, 23:01
@Sanatorio123

Mhmm ok, also das mit dem Üben hab ich echt anders gehört - die meisten Gesangsstudenten üben keine Stunde am Tag - im Gegensatz zu Streichern mit Minimum 3 -6 Stunden pro Tag während des Studiums also echt wenig ;)

Das Gute am Singen aber ist, dass du überall üben kannst, vlt habt ihr einen Keller im Haus oder einen Dachboden? Ein paar Tonleitern rauf und runterträllern schadet auch im Keller nicht ;)

Übung macht den Meister, wenn deine Lehrerin gut ist, mach erst mal weiter und gib dir und deiner Stimme Zeit :) Vlt gibt es einen Chor, wo du mitsingen kannst? Da hast du automatisch viel Übung und auch Auftritte, ohne das es teuer ist, es macht Spaß und du lernst nette Leute kennen :)

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Sanatorio123 18.10.2012, 13:46
@Marield

Wirklich? :O Das überrascht mich aber sehr! Meine Gesangslehrerin wohnt auch mit Musikern zusammen und übt auch, hmh... Wir haben weder Keller noch Dachboden. Ich nutze grade mal, dass meine Mitbewohner wohl NICHT da sind und übe ein paar Sprünge. Die Tiefe liegt mir gar nicht, und wießt du was, ich bin zu verspannt, angespannt, ich laß den Ton nicht so fließen. Heute spüre ich es mal wieder eindeutig. Ich bin so fixiwert auf das Produkt, dass es nicht kommen kann. Ich muss mir nur vor Augen halten: Bevor wir irgendetwas tun, ist schon ein Programm im Kopf abgelaufen, dass über Erfolg und Misserfolg entschieden hat. Also sollte ich es intuitiv tun, versuchen, diesen Mechanismen zu entgehen, und langsam die Stimme aus sich heraus aufzubauen. Wenn Sie fließt und ich sie nicht blockiere, dann wird das was. Mich wurmt es, dass es mir so schwer fällt, mich anderen so verständlich zu machen. Das mit dem Chor ist so eine Sache... ich habe durch meine Ausbildung wirklich wenig Zeit und Noten lesen ist bei mir auch nicht so ausgeprägt, aber es wäre wirklich mal eine Überlegung Wert.

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Das ist eine Frage des "richtigen" Übens. Das Zwerchfell muss über den Tonansatz automatisch statt finden. Wenn Du den Ton streichst, nicht schiebst und in Dir Resonanzen erzeugst, erklingen sie automatisch im Außen. Also nicht so auf machen und raus singen, wie oft propagiert.

Vielleicht hilft Dir folgende Seite weiter? www.singen-aus-der-mitte.de

Sanatorio123 17.10.2012, 16:37

Den Ton "streichen" habe ich noch nie gehört, das klingt interessant. Noch verstehe ich das Gedankenkonstrukt dahinter nicht ganz. :/ Aber ich schaue mir gern die vo ndir empfohlene Seite an, hab dank! :-) LG

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jokerfreak 23.05.2013, 16:00
@Sanatorio123

Ich glaube mit "den Ton streichen" ist gemeint "inhalare la voce", kann das sein? Also dass du auf keinen Fall die Luft schiebst, sondern es beim singen so ist, als würdest du immer noch Luft holen. Ein fehlerloses Legato ist natürlich ebenfalls die Basis dafür.

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Bellacanto 23.05.2013, 21:35
@jokerfreak

Oh, Verzeihung, hatte nicht bemerkt, dass hier eine Frage gestellt wurde.

jokerfreak@ Ja, fast. Dadurch, dass der Ton ständig geschoben wird entsteht ein Überdruck, dieser verursacht alle möglichen Fehlfunktionen. Aber anstatt dass man die Tongebung ändert, wird an den Fehlfunktionen, den Wirkungen herumgedoktert.

Und durch ein ganz bestimmtes Anlehnen und Streichen kann man das Zwerchfell, = unser Atemmuskel, automatisch in Aktion bringen, das wiederum wirkt sich auf die Stimmbänder aus, die dann völlig anders agieren. (Registermischung etc.)

Ist etwas schwer das in Worte zu fassen.

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