Wie bekomme ich meine beiden Meerschweinweibchen zusammengeführt?

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7 Antworten

Wie groß ist dein Käfig? Oder hälst du sie in einem Gehege?

Oftmals ist die Größe des Auslaufes, Lebensraumes ausschlaggebend. Ist zu wenig Platz vorhanden können die Tiere, wenn sie sich bedrängt fühlen beißen. Pro Tier sollte man 1 qm Fläche haben.

Bei der Vergesellschaftung wäre es aber ratsam ein Zimmer Schweinchensicher zu machen und dort ein paar Verstecke mit zwei Ausgängen aufzustellen. Dann lässt man die beiden zusammen und sich kennenlernen.

Während des "kennenlernens" sollte der Käfig, Gehege ordentlich geschrubbt werden. Dazu würde sich Essig wunderbar eignen. Es desinfiziert nicht nur, es verdeckt sogar die Gerüche des dort lebenden Tieres.

Duftstoffe, um den Geruch des Tieres zu verändern, sollte nicht eingesetzt werden. Erstens weiß man gar nicht genau was sich im Puder oder Spray befindet, es kann auch die Aggressionen schürren wenn ein seltsamer Geruch am Tier ist.

Anstatt Duftstoffe kann man bei der Vergesellschaftung den Neuling mit uringetränktem Einstreu einreiben. Zudem sollte im Auslauf jede Menge Futter verteilt werden um die Tiere ein wenig abzulenken.

Wie die Vergesellschaftung vonstatten geht füge ich mal von diebrain kopiert hier ein:

Nicht selten tun die Schweinchen erstmal so, als wäre gar nichts geschehen und versuchen, das Problem regelrecht wegzuignorieren. Aber schon bald werden die Tiere aufeinander treffen, der Neuling wird beschnüffelt und versucht ebenfalls, die ihm fremden Meerschweinchen zu beschnüffeln. Zuerst treffen sich die Nasen und die Tiere schnüffeln im Gesicht, sobald bemerkt wird, dass ein Fremdling gegenüber steht, schlagen die Schweinchen meist mit ihren Köpfen hoch und fangen dann mitunter auch an, mit den Zähnen zu klappern. Entweder laufen sie dann erstmal auseinander und die Konfrontation ist erstmal beendet. Manchmal läuft auch eins der Tier dem anderen hinterher und versucht aufzureiten. Vor allem ranghohe Weibchen und Böcke versuchen aufzureiten, sie laufen häufig lange und intensiv brommselnd hinterher, während das gejagte Tier meist zeternd davon läuft. Gelingt dem Meerschweinchen das Aufreiten, ist der Rang für gewöhnlich geklärt und das neue Meerschweinchen ist ins Rudel aufgenommen (bzw. ist der Bock neu, hat er die Sache dann für sich entschieden). Den meisten anderen Rudelmitgliedern reicht das Köpfe hochreißen und weg jagen aus. Während einer Vergesellschaftung reagieren auch Rudelmitglieder die sich lange kennen häufig gestresst und es kommt auch zwischen Freunden mitunter zu kleinen Reibereien die aber für Gewöhnlich harmlos sind.

Es ist aber auch möglich, dass sich die Meerschweinchen powackelnd gegenüber stellen, meist leicht seitlich um größer zu wirken, das Nackenfell wird gesträubt, Weibchen zetern dabei, Böcke brommseln eher. Beide Geschlechter klappern auch mit den Zähnen um zu drohen. Die Tiere heben die Köpfe und versuchen sogar, sich anzuspringen und zuzuschnappen. Im Normalfall gehen die Tiere dann aber schon auseinander und das unterlegene Meerschweinchen läuft weg. Nur selten bilden die Meerschweinchen nach so einer Konfrontation ein Knäul und versuchen sich zu beißen - dann muss der Halter allerdings sofort einschreiten.

Meerschweinchenweibchen heben bei allzuaufdringlichen anderen Weibchen und vor allem bei nervigen Böcken die aufreiten wollen oft den Po und pinkeln den Verfolger an. Das ist harmlos und kommt recht häufig vor.

Grundsätzlich wird während der Vergesellschaftung viel gemuigt, gezetert, gebrummt und gequietscht. Es kommt sogar vor, dass Rudelmitglieder versuchen, die neuen Meerschweinchen leise zu beruhigbrommseln, oder die Tiere muigen sich freundlich an. Weibchen zetern kaskadenartig laut miteinander.

So sollte es sein.

Solang sie sich nicht blutig beißen, das Ohren oder Augen verletzt werden, sind es die üblichen Rangkämpfe. Eines der beiden wird dann die "Chefin". Aber- wenn die Rangfolge geregelt ist, läßt es nach. Ein älterer Trick, den ich als Kind in einem damals schon sehr altem Buch in der Bibliothek gelesen habe ist- den Eigengeruch der beiden mit etwas stärkerem zu übertönen. So sind beide erstmal beschäftigt. Vielleicht hilft ein natubelassener Duft- in dem Buch war von Parfüm die rede- aber davon rate ich ab- da sie es sonst durch das Putzen ins Maul gelangt- und weiter. Ich habe Kräuterheu benutzt, das nach Lavendel gerochen hat und habe beide erst allein mitten reingesetzt ins Körbchen- und dann mit einem Heuberg zusammen allein gelassen. Ob die sich nicht auch so verstanden hätten- weiß ich nicht- aber sehr gebissen haben sie sich nicht- obwohl eine aus einem privathaushalt war und die andere aus der Zoohandlung.

Habe das auch durch. Deine Mädels brauchen einen Kastraten, (Tierheim) der die Wogen glättet. Ganz wichtig für die Zukunft, deine Mädels müssen die Möglichkeit haben, sich im Gehege aus dem Weg zu gehen=> für mehr Platz sorgen, d.h. Gehege vergrößern und viele Versteckmöglichkeiten einrichten. So kann jedes Tier ein wenig Raum für sich haben. Wenn sie sich ständig im Blick haben, sorgt das auch nochmal zusätzlich für Zoff. Die Unterstände solltest du so gestalten, dass es min. immer 2 Öffnungen gibt, so das ein Tier immer die Möglichkeit hat zu flüchten, wenn es in einem der Unterstände zw. ihm und einem anderen Stress gibt. Das kann sonst zu ganz bösen Bissverletzungen führen.

Vergesellschaften solltest du sie alle miteinander auf "neutralem" Gebiet. Ich hab das in der Badewanne gemacht. Die habe ich vorher mit alten Bettlaken ausgelegt. Heu und frisches Futter in die Mitte, von allen Seiten zugänglich. Dann alle Tiere, wenn möglich zeitgleich reinsetzen. Da kann auch schon mal gebissen und gezankt werden, ich musste bei mir auch 3-4 mal dazwischen gehen.(altes Handtuch sachte dazwischen werfen schont die Finger ;-) ) Nach 1,5h war dann halbwegs Ruhe und die Fronten waren erst mal geklärt. Nach erfolgreicher Zusammenführung solltest du das Geheg vorher komplett reinigen und säubern, so dass es neutral riecht, sonst kann das auch wieder gleich zu Revierverhalten führen. So fangen sie alle wieder bei 0 an.

Lass deine Mädels (vor allem die Große) mal auf Eierstockzysten untersuchen und vom TA eventuell Ovaria verschreiben. Ist ein homöopatisches Hormonpräparat. Ich hab da gute Erfahrungen mit. Hält die Hormone der Mädels im Zaum und sie zicken nicht mehr so viel.

Zum Abschlus:

www.nager-info.de für alle Infos und eventuelle Anregungen

Viel Glück, Gruß Cookie ;o)

Das war bei uns auch erst so schlimm.
Wir haben sie dann jede in einen Käfig getan und die Käfige nebeneinander gestellt.
So waren sie nicht alleine und konnten sich ein bisschen kennenlernen.
Später haben wir die Käfige mit einer Holzbrücke verbunden.

Die Damen haben sich anschließend wunderbar vertragen :-)

Tut mir Leid, aber so etwas macht man überhaupt nicht. Es war Glück dass sich deine Tiere dann vertragen haben. Aber manche Meeris reagieren dann beim Zusammentreffen aggressiver als es der Fall sein sollte. Durch den Geruchskontakt und Sichtkontakt schürren sich die Aggressionen, weil sie die Rangordnung durch Gitterstäbe nicht klären können. Die Vergesellschaftung sollte außerhalb des Geheges stattfinden, irgendwo wo sie viel Platz haben.

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Gewöhne sie vor dem Zusammenlassen an den Geruch des Anderen. Beim Zusammensetzen wähle am besten eine für beide fremde, geruchsneutrale Umgebung aus. Wenn sie dann in den Käfig sollen, miste ihn vorher aus (Geruchsneutralisierung).

Das, was die Weibchen brauchen, ist ein kastrierter Bock, der Ruhe in die Gruppe bringt. Meerschweinchen leben in einer Haremshaltung, alles andere ist nicht artgerecht!

Informiere dich hier über artgerechte Haltung und richtiger Vergesellschaftung:

http://schweinchenpower.cabanova.de/

Geh mal zum Tierpsychologen, der verpasst den beiden Meerschweinchen vielleicht eine Paartherapie.

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