Wie bekomme ich meine 2 und halb jährige tochter dazu in ihrem bett zu schlafen?

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5 Antworten

Du musst anfangen ganz klare Grenzen zu setzen. Kinder brauchen solche klaren Ansagen, ansonsten werden sie dir immer mehr auf dem Kopf rumtanzen.

Die Kleine scheint ja schon deinen Schwanchpunkt gefunden zu haben: große Augen machen und süß aussehen und schon frisst du aus ihrer Hand ;-)

Wenn sie brav ist, darf sie alle 2 Tage bei dir schlafen - du brauchst den Schlaf damit ihre Schwester gut in deinem Bauch wachsen kann und auch so ein tolles Mädchen wird...

...so würde ich es erklären. Und dann kannst du sie schrittweise von deiner ständigen Nähe entwöhnen. JA, das muss sein!

Estki 04.09.2013, 08:46

Die idee ist gut, alle zwei tage, gefällt mir die erklärung dazu. Was ja auch stimmt, sonst würde es mich ja gar nicht stören Danke.

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Dazu fällt mir ganz spontan ein kleiner Spruch ein:

"Wenn Du willst, daß die Menschen Schiffe bauen, dann lehre sie die Sehnsucht nach dem Meer."

Nur weil Du es willst, wirst Du Deine Tochter nicht dazu bringen in ihrem Bett zu schlafen. Sie muß selber in ihrem Bett schlafen wollen.

Vielleicht hilft mal ein Gespräch, wie groß und selbständig sie jetzt doch schon ist und sie nun alt genug ist, in einem eigenen Bett zu schlafen. Geh doch mit ihr Bettwäsche für ihr Bettchen kaufen, die sie selber aussuchen darf. Ich kenne Deine Tochter nicht, aber es wird doch bestimmt Dinge geben, auf die sie "anspringt".

Du solltest jedoch Achtgeben, daß sie nicht das Gefühl hat, wegen einer noch nicht einmal geborenen Schwester "abgeschoben" zu werden. Das erhöht nur die Eifersuchtsgefahr.

Meine zweite Tochter kam innerhalb eines Jahres nach der Geburt der ersten Tochter. Für mich war das nie ein Problem, daß meine Tochter bei mir im Bett schlief. Nach der Geburt schliefen zwei Töchter in meinem Bett und zwar solange, bis sie von ganz allein nach ihrem eigenen Bett verlangten um zu beweisen, wie groß und selbständig sie schon sind.

Ich habe meine Tochter aber auch in vieles mit einbezogen. Sie hat die gesamte Schwangerschaft mitgemacht. So klein sie war, habe ich mit ihr gesprochen, wie mit einer Gleichgestellten. Ich ließ sie die Bewegungen im Mutterleib fühlen und wir sahen uns zusammen Bilder an, wie groß die kleine Schwester in den einzelnen Phasen der Schwangerschaft war. So klein sie war, begriff sie, was vor sich ging und freute sich auf die Schwester.

So trat meine ältere Tochter nicht mit ihrer kleinen Schwester in Konkurrenz, sondern zu mir. Sie verhielt sich der kleinen Schwester gegenüber wie eine zweite Mutter. Wenn die Kleine weinte, wurde sie gewiegt, sie gab ihr nach dem Abstillen das Fläschchen, fütterte sie und paßte auf ihre kleine Schwester auf.

Kinder verstehen und begreifen sehr viel mehr, als wir ihnen zugestehen wollen.

Estki 04.09.2013, 08:40

Danke für deine antwort. ich beziehe meine tochter auch mit in die neue schwangerschaft ein. Sie freut sich schon so auf die kleine das sie nicht verstehen will das wir das baby nicht gleich haben können. Wie lange haben deine Mädchen bei dir geschlafen?

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tachyonbaby 04.09.2013, 19:03
@Estki

Bitteschön. Ich rede gern über die Erfahrung mit meinen Töchtern. Wenn ich mir die Probleme anschaue und lese, die Eltern mit ihren Kindern haben, dann staune ich nur immer wieder. Irgendwas muß ich wohl richtig gemacht haben, denn ich hatte keine nennenswerten Probleme mit meinen beiden Töchtern.

Wobei ich gestehen muß, daß ich sie eigentlich auch gar nicht „erzogen“ habe. Die beiden hatten einen unglaublichen Freiraum bei mir, allerdings mit ganz klaren Grenzen, die hauptsächlich ihre Sicherheit umfaßten und wenn ich ein „Nein“ aussprechen mußte, dann bekamen meine Kinder eine Begründung mitgeliefert. Ein einmal ausgesprochenes „Nein“ wurde von mir deshalb auch nicht mehr zurückgenommen. Wenn meine Kinder von mir mal eine Anweisung erhielten, dann folgten sie augenblicklich ohne Widerworte, denn sie wußten oder spürten zumindest, daß es dann immer einen guten Grund gab und ich nicht nur meine Autorität ausspielen wollte – wie anscheinend so einige Eltern, die ständig an ihren Kindern rumkritteln. Kein Wunder, daß die nicht hören, wenn es drauf ankommt...

Meine Töchter haben sporadisch immer mal wieder in meinem Bett geschlafen, je nachdem, ob sie den engen körperlichen Kontakt brauchten oder nicht (die Kleine sogar bis 12). Ich habe das ihnen überlassen und bin stets auf ihre Bedürfnisse eingegangen.

Meine Töchter gehörten untrennbar zu mir. Die kamen überall mit hin. Ich unternahm nichts ohne meine Töchter. Wer meine Kinder nicht dabeihaben wollte, der mußte auch auf mich verzichten. Punkt.


9 Monate lang sind wir mit diese Wesen unter unserem Herzen EINS. Wir teilen doch nicht nur die Nahrung, sondern auch Gefühle, Gedanken und Emotionen. Das soll mit einem Schlag nach der Geburt vorbei sein??? Mitnichten! Die meisten Mütter sind nur so total vom naturwidrigen Leben vereinnahmt, daß sie die ganz natürlichen Bedürfnisse ihrer Kinder nicht mehr wahrnehmen können. Meine erste Tochter hat bis 2 Jahre überhaupt nicht gesprochen. Ich habe immer gewußt, was meine Tochter wollte. Ein Blick von ihr in meine Augen reichte da vollkommen aus. Danach fing sie an, gleich in ganzen Sätzen zu reden.

Beide Töchter waren bis in die Schulzeit telepathisch. Die haben mir auf das geantwortet, was ich dachte. Meiner Ansicht nach ist dies die natürlichste Art und Weise miteinander umzugehen. Wir haben das nur verlernt!

Deshalb gab es in unserer Familiengemeinschaft auch keine Lügen – nicht mal über den Osterhasen oder Weihnachtsmann. Meine Töchter wußten, wenn ich ihnen etwas sage, ist das die Wahrheit und sie können sich in jeder Lebenslage auf mich verlassen.

Diese stete Sicherheit hat aus meinen Mädels intelligente, sehr liebevolle, freundliche, höfliche und sehr sozial eingestellte junge Damen gemacht, die genau wissen, was sie wollen und ihr Studium mit Bravour meistern.


Meine Mädchen sind seinerzeit mit 3 und 4 Jahren bereits selbständig ins Bett gegangen. Wenn ich abends mit meinen Damen im hauseigenen Tanzstudio stand und meine beiden Mädels im Schlafanzug in den Trainingsraum kamen, jeder Frau die Hand gaben und gute Nacht sagten, dann amüsierte mich die Fassungslosigkeit der Damen, die in der Regel selber auch Mütter waren, immer wieder. Die konnten es gar nicht glauben, daß meine beiden, ohne Aufforderung und Heckmeck zu machen, ihre Zähne putzten und sich dann allein in ihr Zimmer ins Bett begaben.

Wenn ich keine Kurse und Zeit hatte, dann haben wir zusammen auf der großen Matratze gekuschelt, haben Geschichten, Märchen, Gedichte gelesen, Schlaflieder gesungen oder uns ein schönes Musikstück angehört. Für mich gab es keine größere Glückseligkeit, wenn ich meine beiden Mädels in meinen Armen hatte und wir im Atemrhythmus und Herzschlag wieder EINS waren.


Wenn ich mir hier so die Antworten durchlese, dann habe ich manchmal das Gefühl, daß die eigenen Kinder als Feinde oder zumindest als Gegner behandelt werden.

… natürlich fand er das nicht so toll u er hat sich aufgeführt, geschrieen usw. das hat ein paar wochen gedauert, bis er endlich ohne jegliche probleme in seinem bett eingeschlafen ist.

Was hat der Bub gelernt? Ich kann meine Bedürfnisse nach Liebe, nach körperlicher Nähe, Wärme und Zärtlichkeit hinausschreien – es kümmert nicht einmal die, die vorgeben mich zu lieben. In stiller Verzweiflung gibt sich der Bub dann nach Wochen geschlagen! Und dann wundern sich Frauen über die Lieblosigkeit und Bindungsunfähigkeit von Männern…

Kinder brauchen solche klaren Ansagen, ansonsten werden sie dir immer mehr auf dem Kopf rumtanzen. … Wenn sie brav ist, darf sie alle 2 Tage bei dir schlafen…

Seit wann nennt man das Bedürfnis nach Geborgenheit, Zärtlichkeit, Vertrautheit "auf dem Kopf rumtanzen"? Meine Liebe zu meinen Kindern ist bedingungslos. Die müssen nicht brav, fügsam und gehorsam sein, um sich meine Liebe zu verdienen. Meine Liebe und mein Vertrauen gehört ihnen - bedingungslos auf Lebenszeit!

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minausberlin 06.09.2013, 00:24
@tachyonbaby

es hat mich schon gekümmert, aber wie findest du es, wenn du fast jede nacht in deinen bauch gestrampft wirst, in dem ein baby heran wächst? mein kind dreht u wendet sich im schlaf. er kam schon vor, dass i aufgewacht bin, weil er mir ins gesicht gestrampft hat oder so wild mit den händen rumgefuchtelt hat, dass i ein paar ins gesicht bekam. was hätte ich machen sollen? mich weiterhin in meinen bauch treten lassen? das hat nichts mit liebesentzug oder sonstiges zu tun. ich liebe meine kinder über alles. egal was sie machen. mein großer kommt jetzt auch noch jede nacht zu uns ins bett gekrochen u i finde es schön. der kleine eher selten. du hast doch deinen kindern auch klare ansagen gemacht, oder etwa nicht? also meine eltern haben uns ja auch die geschichte von osterhases, nikolaus usw. erzählt u wir haben eine super bindung. gibt null probleme. natürlich sah das in der pubertät etwas anders aus aber trotz allem haben wir uns immer super verstanden u tun das auch jetzt noch. jeder kann sich auf den anderen verlassen, jeder versucht den anderen zu unterstütze u zu helfen, wo er nur kann u ja, wir sind einfach ne spitzen family. ohne mega freiraum, ehrlichkeit über osterhase usw. es geht eben auch anders

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daskenn ich. ich hab damals ihn in sein bett gelegt, natürlich fand er das nicht so toll u er hat sich aufgeführt, geschrieen usw. das hat ein paar wochen gedauert, bis er endlich ohne jegliche probleme in seinem bett eingeschlafen ist. es wird zwar stressig u bist dann sau mäßig genervt aber bei mir hat es so geklappt. ich hab ihn dann ne geschichte vorgelesen oder mit ihm gebetet und/oder gestreichelt wenn er im bett lag. ja u dann hab ich ihm solche sachen erzählt, dass er doch bald der große bruder wird u große brüder schlafen in ihrem eigenen bett. ja es war zwar echt harte arbeit aber am ende hat es sich ausgezahlt

oder was eine möglichkeit wäre, um ihr ihr eigenes bett schmackhaft zu machen wäre, wenn du ihr erzählst, dass sie sich ein kuscheltier raus suchen darf, dass sie aber nur in ihrem bett nehmen darf u dass er auf sie aufpasst wenn sie schläft. dann geht ihr beide einkaufen u sie darf sich eines aussuchen. und wichtig ist echt, das tier darf sie nur mit in ihr kinderbett nehmen bzw. es bleibt darin, weil es ja der aufpasser für sie ist. du kannst es auch gerne schutzengel nennen

tachyonbaby 04.09.2013, 15:51

LOL!!!

Kuscheltier, das auf das Mädel aufpaßt.... Damit bin ich bei meiner Tochter voll auf dem Bauch gelandet. Eines Abends bat sie mich, das Licht anzulassen. Ich drückte ihr ihren Stoffhund in den Arm und meinte auch, der paßt auf.

Große Augen von meiner 3jährigen Tochter und einen Blick, der stumm fragte, ob ich noch alle Nadeln an der Tanne hätte: "Aber Mama! Das ist doch bloß ein Stoffhund! Der kann nicht auf mich aufpassen!!!"

Haltet Kinder doch nicht für dumm!

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minausberlin 05.09.2013, 01:57
@tachyonbaby

wenns klappt, why not? das hat doch nichts mit dumm halten zu tun, sondern eher mit, ähm, mir fällt das wort grad nicht ein. man sagt kinder viele dinge, die nicht so sind, wie sie in wirklichkeit sind. wie alt war denn deine tochter? es ist eben bei jedem kind anders. meine zwei söhne sind absolut verschieden, was bei dem einen klappt, klappt beim anderen nicht. und das hat absolut nichts damit zu tun, dass ich kinder für dumm halte. kinder sind nicht dumm, das weiß i aber es gibt eben dinge, die ihnen es "erleichtern" anscheinend hast du deine tochter auch für dumm gehalten, oder?

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du musst deiner tochter ihr eigenes bett "schmackhaft" machen. setz dich abends zu ihr ans bett und lies ihr eine geschichte vor....schmus mit ihr, damit sie sich nicht abgeschoben fühlt. lass über nacht ein schlummerlicht an, damit sie sich im dunkeln nicht fürchtet. gib ihr das gefühl, dass du stets in ihrer nähe und erreichbar bist. es wird bestimmt nicht einfach werden, da sie sich schon zu sehr an das schlafen bei der mutter gewöhnt hat. habt ihr euere tochter schon über den "neuankömmling" in mamas bauch aufgeklärt? dann könnte es sein, dass sie im moment auch etwas "rebelliert" da "konkurrenz" im anmarsch ist.

Estki 04.09.2013, 08:52

Würde ihr gerne eine geschichte im bettchen vorlesen, aber ich bekomm sie da ja nicht mal rein. Nur wenn sie so tief schläft wie nach dem Urlaub. Ja sie Kommt immer mit zum arzt und freut sich schon auf die kleine. Sie möchte auch gerne ihre spielsachen schon mit ihr teilen. Sie soll sofort aus Mamas bauch raus kommen, sagt sie immer.

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minausberlin 04.09.2013, 11:58
@Estki

tu sie ins bett u versuch sie irgendwie abzulenken, z.b. wie hier mit dem buch. sag ihr, dass ihr jetzt eine tolle geschichte lest. ich mach es mit meinen kindern immer so. sie sollen die augen zu machen, ich nehme das buch u lass die seiten von oben nach unten fallen u einer tippt dann einfach mal mit einem finger darauf, und die wird dann gelesen. und was bei meinem auch immer hilft, wenn sie rum schreien oder eben einfach nicht hören wollen, dann fang i an zu flüstern. irgendwie hat flüstern was magisches für die kinder. kommt mir zumindest so vor.

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