Wie bekomme ich mein Pferd dazu baden zu gehen?

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9 Antworten

Das kommt ganz auf das Pferd an. Es gibt Pferde, die schwimmen tierisch gerne, andere brauchen den Reiter dem sie vertrauen, der erst mal zu Fuß mit ihm zusammen ins Wasser geht, anderen wiederum hilft es, wenn andere Pferde zusammen mit ihm ins Wasser geritten werden und wieder andere finden das einfach nur grässlich und wollen das einfach nicht tun.

Mein Stute mag keine Pfützen - außer sie ist richtig in der Arbeit und konzentriert auf das, was wir beide gerade tun, dann rennt sie ohne zu zögern durch jede noch so große Pfütze. Aber in Entspannung da macht sie lieber einen Bogen. Und als wir mal alle in einem Waldgebiet einen Ausritt gemacht haben, wo der Weg an einer Stelle durch einen flachen Bach geht, der maximal 4 Meter breit ist und alle Pferde munter durchliefen, hab ich sie zum Verrecken nicht dadurch bekommen. - Da war es wurscht egal, ob die anderen schon drüben waren. Zum Glück gab es eine Brücke, über die ich mit ihr ausweichen konnte. Zu Fuß hab ich es nicht probiert, war zu kalt an dem Tag und so leidensfähig war ich nicht.

Du kannst es sicherlich mal zu Fuß versuchen und auch das mit den anderen Pferden. Aber mit Zwang würde ich es nicht machen. Es nützt ja nichts, wenn Du sie mehr oder weniger mit Hilfe einer Gerte oder durch einen anderen durch eine Longierpeitsche ins Wasser zwingst - denn ein positives Erlebnis, an dem sie Spaß hat, wird das so nicht werden.

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Hallo, 

kommt mir bitte nicht mit "sie muss da nicht rein wenn sie nicht will" denn ich weiß dass sie mich nur verarscht! das hat sie bis jetzt bei jeder neuen Situation gemacht, nur weiß ich jetzt nicht wie ich darauf reagieren soll.. ;)

Genau das spreche ich jetzt aber an. Pferde "verarschen" nicht. Das liegt nicht in ihrem Interesse. Das ist reines vermenschlichtes Denken. Deine Stute wird ihre Gründe haben, dass sie da nicht rein möchte. 

Belass es erstmal bei Pfützen und Abspritzen - gibt Pferde, die wollen nicht mal das. Und mach erstmal Bodenarbeit um das Vertrauen deiner Stute zu gewinnen. Wenn du das hast, dann wird sie dir auch ins Wasser folgen. Führe sie erstmal da rein. Aber überstürz es nicht. Mache das erst, wenn Führtraining und Horsemanship einwandfrei funktionieren. 

Gehe aber nie tiefer als bis zur Brust rein. Lass dein Pferd also bitte nicht schwimmen! Das ist nicht ganz ohne, sehr anstrengend für´s Pferd - ist schließlich kein Nilpferd - und sehr gefährlich für dich. 

Mit freundlichen Grüßen

VanyVeggie

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Kommentar von MissesMalfoy
05.07.2016, 12:03

horsemanship funktioniert:) mache ich nämlich sowie min 1mal die Woche :)

und ich wollte jetzt nicht richtig schwimmen sindern nur durch flaches Gewässer spazieren

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Mein Pferd geht auch nicht in den einzigen Bach, den wir hier in der Gegend haben. In Pfützen geht sie. Aber nicht in den winzigen Bach. Er ist ca 1 m breit, flach und man kann bis auf den Boden gucken. Also besteht keinerlei reale Gefahr.

Das Einzige, was hilft, ist: absteigen, und dann das Pferd Schritt für Schritt mit viel Lob und Leckerlis (zum richtigen Zeitpunkt, versteht sich) zu überreden. Wenn man sich viel Zeit nimmt und geduldig ist, geht das.

Warum mein Pferd, wo ich doch weiß, wie es geht, es nicht macht: ich mag halt nicht mit meinen sehr teuren Lederschuhen in das Wasser gehen. Obwohl die Schuhe das sogar aushalten würden. Und die Gummistiefel mag ich nicht, die zieh ich nur an, wenn ich die Weide abäppeln muss und es richtig nass ist.

Eigentlich sollte ich es machen, aber da ich nicht auf Distanzritte gehe,wo ein Pferd meistens durch einen Bach muss, und es der einzige Bach bei uns in der Gegend ist, hatte ich - wegen meiner Schuhe - bisher nicht die rasende Motivation.

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wir haben da so gemacht:

 das wasserscheue Pferd wurde in die Mitte genommen, rechts und links eine Wasserratte und dann sind wir am Strand entlang geritten, dicht am Wasserssaum.

dann sind wir seitwärt immer weiter ins Wasser gegangen, also erstmal das rechte Pferd, dann drängelte das ganz linke Pferd gegen den Angsthasen und schon waren alle drin, gingen gemächlich entlang und ebenso ruhig wieder raus wobei natürlich der "Lehrling" ordentlich gelobt wurde, sobald er Richtung Wasser ging und natürlich wenn er drinnen war.

beim nächten mal reichte 1 Pferd als Eskorte auf der Landseite, später war es egal, wo das 2. Pferd ging

DANN wurde der See leider gesperrt....

und übrigens: meine See-wasserratte mochte auch nicht durch einen gaaaanz seichten Graben gehen.... so daß wir einen groooßen Umweg machen mußten

probiere es mit führen, Gesellschaft und viel viel loben

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Also ich hatte mal eine Reitbeteiliung, die hasste laut Besitzerin wasser.. bei uns gibt es einen schönen Bahnübergang.. welcher ziemlich breit und tief ist. Also etwa 10 Pferdelängen und an der tiefsten Stelle 1 meter. Meine RB hab ich, dadurch rein bekommen das ich selbst rein bin und sie mit guten Worten, Gesund und Leckerli Belohnunt habe als sie drin stand. Als sie drin war bin ich hin und her gelaufen und habe viel gelobt. Bei meinem eigenen hab ich es genauso gemacht. Allerdings fand er kleine Bachübergänge und Pfützen immer noch schrecklich. Das ging mit einem Pferd das es ohne zu murren durchläuft, ganz einfach. Er ist einfach nach gelaufen.. wichtig ist das man geduld mit bringt und das Pferd nicht dazu drängt... wenm es einem Vertraut und einem hinter her will, kommt es nach.. auch wenn es erst mal erwas zögert

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Meine Antwort lautet: Sie vertraut dir nicht.

Wenn dein Pferd dir völlig vertraut, wird es mit dir gehen, es wird dir immer freiwillig folgen. Da brauchst du ihm nichts beibringen, du brauchst dann keine Seile, kein Halfter, und kein Druck. das Pferd folgt dir freiwillig, sogar wenn es Angst hat.

Was ich denke hier los ist, ist nur das das Pferd hat Angst von das große Wasser. Pfützen sind anders- das Pferd sieht die andere Seite des Pfützes, und beim See- nicht. Um ihr zu zeigen, das das Wasser im See gar nicht gefährlich ist, muss sie dir erst ganz vertrauen. Beantworte einine fragen:

Wird sie dir am Freiheit, ohne alles folgen?

Wird sie über eine Pfütze am Freiheit mit dir gehen?

Wird sie mittraben wenn du weggehst?

Wird sie neben dir gehen, traben, wenn du eine Plastik-Tüte in der Hand hältst?

Kannst du sie anfassen wo du willst und wenn du willst?

Wenn du hast "nein" auf einige von diesen Fragen geantwortet, dann ist deine Stute noch nicht bereit, sie vertraut dir nicht. Auch wenn alle die Antworten "ja" sind, vielleicht gibt´s irgenwo ein Misvertändis zwischen euch. Natürlich muss alles erst zu Fuß getan werdet, und dann auch das reiten durchs Wasser. Vergiss nicht, Pferde wollen eien Freund zu haben, sie haben uns nicht gebittet, geritten zu werden. Aber das einzige Antwort auf diese frage wird immer das, dass sie vertraut dir nicht.


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Nimm ein zweites Pferd mit, das liebend gerne ins Wasser geht. Und bitte nicht im Meer schwimmen wegen den Strömungen.

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Ich habe es meiner Stute so beigebracht, dass ich vor dem Gewässer immer stehengeblieben und abgestiegen bin. Dann bin ich selbst langsam ins Wasser rein und habe sie ermutigt auch rein zu gehen, dann bin ich etwas im Bach auf und ab gelaufen. Sie hatte sehr schnell richtig Spaß daran und vor allem an heißen Sommertagen ist das ja eine richtig gute Alternative :)

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Natürlich Bachübergang :-)

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