Wie bekomme ich es hin das mein Pferd wieder spaß am Reiten bekommt (Isländer Wallach) 8 Jahre

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3 Antworten

ich hatte auch mal mit so einem pferd (isi) zu tun, welches einfach nicht laufen wollte.. ich habe auch alles versucht; leckerlie vor die nase, volle kanne treiben aber es hat nix genutzt. Schließlich hat sich herausgestellt, dass sie früher von anfängern geritten wurde, die keine ahnung hatten und einfach mit den schenkeln drauflos sind: sie wurde dann natürlich schnell und zack wurde an den zügeln gerissen und das tat natürlich weh.. Diesen geldg.eilen Reitschulbesitzern ging das sowas von am ar.sch vorbei und so kam es, dass das pferd angst hatte. Vllt ist es bei deinem ja auch so, am besten versuchst du erst mal zu longieren, dann ohne trense reiten (zügel können ja ans sperrhalfter oder du nimmst blos ein stallhalfter), dann mal ohne sattel reiten und oft neben her laufen. Bei fortschritten immer leckerlie geben:) viel glück:) du kannst dich bei fragen an mich wenden..lg

Dann kann es immer noch sein, dass er eben zu sehr zugenommen und zu wenig Muskeln gebildet hat, um zu tragen und das ihm der Beschlag nicht taugt. Die Tierärzte und manuellen Therapeuten wissen viel von dem oberhalb des Kronrands, aber unterhalb ... deren eigene Pferde haben zum Teil fürchterliche Hufe.

Und was das Futter angeht, kommt es schon sehr drauf an, was er da bekommen hat, um wieder kräftiger zu werden.

KNOLLE71 29.08.2012, 15:24

Also zu fett ist er auf keinen fall geworden das hat uns auch die Ärztin gesagt, er bekommt Isi Robustfutter und am anfag hatte er noch Reformin Plus bekommen aber das Reformin mag er überhaupt nicht. wir Reiten ja auch Ihn noch nicht richtig und wenn dann nur ohne Sattel. Aber er ist selbs am halfter ein wenig träge, den Beschlag haben wir von einem Hufortopäden machen lassen und dem Vertrauen wir schon. Nur leider haben wir bei uns am stall keinen Reitplatz sondern nur ein großen stück wiese wo wir Ihn longieren können, was wir jetzt anfangen wollen.

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Baroque 29.08.2012, 15:57
@KNOLLE71

Ohne Sattel reiten ist nur was für super trainierte Rückenmuskeln beim Pferd. Das tut sonst richtig, richtig weh!

Beschlag vom Huforthopäden kann nicht sein, Huforthopäden DÜRFEN generell nicht beschlagen und würden das auch nicht wollen, denn jeder Beschlag ruiniert orthopädisch den Huf. Weil der Hufmechanismus nicht funktioniert mit Beschlag und man nur seitlich nageln kann, ist Beschlag ohne Stellungsfehler nicht möglich und jeder Stellungsfehler führt langfristig zu Arthrosen (wenn man Glück hat, dauert es länger als das Pferd lebt) und kurzfristig gesehen ist es einfach anstrengend. Daher muss man einen guten Grund haben, wenn man ein Pferd beschlagen lässt, dass man das in Kauf nimmt dafür.

Das Futter kenne ich nicht. Da würde mich mal Marken- und genauer Produktname interessieren, damit ich die Inhaltsstoffliste ansehen kann. Reformin Plus fressen die meisten Pferde ja recht gut und ohne Mineralfutter funktioniert es bei unseren hiesigen Böden normal auch nicht, aber Reformin ist nicht grade das beste Mineralfutter der Welt, da gibt es bessere, mit denen die Pferde langfristig besser mineralisiert sind.

Und das, was dann noch am "Verhalten" liegt, bekommst mit einem Bodenarbeitstrainer gut hin. Stichwort Horsemanship. Eventuell sendest Du unbewusst die falsche Mimik und Gestik aus oder das Pferd hat Erfahrungen hinter sich, die es dazu veranlassen. Ist es denn in der Herde gehfreudig? Ist es ein Tier, das die anderen zum Spielen auffordert oder eher eines, das halt mitmacht, wenn es aufgefordert wird? Und wenn über die Weide galoppiert wird, an welcher Stelle läuft es?

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ponyfliege 29.08.2012, 16:45
@Baroque

hm - welches problem hat er, dass er einen orthopädischen beschlag brauchte?

könnte das "faul" an beinschmerzen liegen? mal durchgecheckt, ob er eventuell auf beiden vorderbeinen lahmt? eine schlecht ausgeheilte oder eine chronische rehe könnte die ursache sein.

mit dem rest schliesse ich mich baroque an und füge noch hinzu, mal die hinteren backenzähne des pferdes checken zu lassen. ist da etwas scharfkantig, kann das ganglust und allgemeibefinden negativ beeinflussen.

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little0cookie 29.08.2012, 19:51
@ponyfliege

Knolle,

du hattest in einem anderen Kommentar gefragt, wie ihr am besten longiert:

am besten ohne Ausbinder, damit das Pferd lernt, sich selbststsändig zu dehnen und sich selbst zu tragen, statt in Form geschnürt zu werden, und nicht am Stallhalfter oder an der Trense. Das Stallhalfter rutscht und der Mensch hat damit kaum EInwirkung, mit der Trense fügt ihr dem Pferd enorme Schmerzen zu und macht es stumpf im Maul.

Ein gut sitzender (Naseneisen muss exakt auf die Form des Nasenbeins passen) und gut gepolsteter Kappzaum ist da eine gute Lösung. Damit hat man genug präzise Einwirkung, ohne dem Pferd im Maul rumzurucken.

Und wenn es auf die "Methodik" ankommt, nach der ein Pferd am gesündesten longiert wird, können wir hier alle einstimmig den Longenkurs von Babette Teschen empfehlen. Einfach mal googlen. Das ist eine Datei (ist "virtuell", also kein Buch) in Text- und Bildform und du bekommst Zugang zu einem Forum, das extra für Longenkurs-Nutzer ist. Da kannst du dich dann auch mit anderen austauschen und dir Rat holen.

Der Longenkurs ist so eine gute Sache, weil das Pferd lernt, selbstständig in einer gesunden Haltung zu laufen, in der es Muskeln bildet, sodass es aufs spätere Reiten vobereitet wird.

Grüße

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KNOLLE71 30.08.2012, 09:57
@Baroque

Das mit dem Sattel war mir nicht bewust, nein es war auch nicht der Hufortopäde der beschlagen hat sondern ein Hufschmied aber wir mußten Ihn beschlagen lassen da er fühlig lief und die Osteopahtin mir geraten hat Ihn sofort zu beschlagen, ich kann ja auch nur den Menschen vertrauen die Ahnung haben was man so Ahnung nennt. Das futter was wir benutzt haben war marstall Isländer Robust Müsli und jetzt bekommt er die Hausmarke vom Reifeisenmarkt das ist ein einfaches Pferdemüsli Ohne Hafer weil er das andere nicht mehr so gerne gegessen hat. Das problem ist das er sich selbst in der Herde sehr ruhig verhält und Spielen mit anderen Pferden ist nicht wirklich wenn es dann soweit ist das Sie von der Weide geholt werden ist er auch mal ganz flott aber wie gesagt er ist sehr ruhig und hält sich aus vielem Raus. Also ich kann nur sagen das seid dem er diebeschläge hat er viel besser läuft und man sieht das er keine schmerzen mehr hat, so wie ich das seh. und unsere Tierärztin hat auch gesagt das er ein viel besseres gangbild hat. Ich möchte ja auch nur das beste für das Pferd aber was ist das beste und wie kann ich es ereichen?

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KNOLLE71 30.08.2012, 10:05
@ponyfliege

er hat ja keinen orthopädischen beschlag sondern einen ganz normalen aber wir haten eine pferdeosteopathin da und die hat uns gesagt das er auf jedenfall einen beschlag braucht und der Hufschmied hatte festgestellt das , das Pferd früher an allen vier hufen beschlagen war und dann hatten wir das auch wieder so gemacht und seid dem wurd es ja auch besser mit dem laufen aber wie gesagt er ist sehr bequem und läuft sehr träge. Das mit den Zähnen haben wir meines wissen auch schon checken lasse aber ich bin nicht sicher und werde da mal unsere Tierärztin fragen.

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Baroque 30.08.2012, 11:44
@KNOLLE71

Oh. Das ist das große Problem. Wem schließt sich der Pferdemensch an, grade, wenn es das erste eigene ist. Auch ich ging da Irrwege. Leider.

Osteopathen haben keine Ahnung von Hufen, wie die Hufkapsel geformt sein muss etc., die halten die Hufe ihrer Pferde zum Teil auch für gut und basteln am Rücken rum, dabei kommt das Rückenproblem aus den Hufen. Ist einfach so. Auch die Tierärzte bekommen da wenig Ausbildung. Die lernen, wohin sie schneiden dürfen, wenn was drin brodelt und wohin nicht, aber das war's dann wohl. Ich persönlich würde nur noch einen Huforthopäden an die Hufe lassen. Natürlich dauert es eine Zeit, bis das Pferd merkt "ei, ich spür ja da den Boden" und lernt, damit umzugehen, aber der Mensch, der kein erweitertes Wissen hat, hat sich da auch eine eher perverse Denkweise angewöhnt. Springt ein Pferd, das mit seinen Hufen fühlt, von einem Stein runter, weil es den nicht so toll findet, sagt der Mensch "das arme Pferd geht fühlig". Rumpelt das Pferd mit einem Beschlag, der im übrigen eine Taubheit im Bein zum Teil bis zum Karpalgelenk rauf erzeugt, über alles gnadenlos drüber, ruiniert sich, weil es das nicht rechtzeitig merkt, dass es reagieren könnte, damit langfristig Sehnen, Bänder und Gelenke, dann sagen wir, Beschlag sei toll, den brauchen wir. So lange der Mensch so rum denkt, werden noch viele Pferde hier Schwierigkeiten haben müssen. Und auf weichen Böden sollte es zumindest egal sein, ob was unten drauf ist, das Pferd gut gehen, wenn es keine sonstigen Beschwerden hat. Auch auf Asphalt laufen Barhufer mindestens genauso gut, weil sie nicht so rutschen, nur an Schotter muss man sie halt gewöhnen.

Zähne würde ich keinesfalls mehr vom normalen Tierarzt machen lassen. Der traut sich meist nicht an die Schneidezähne und hinteren Backenzähne ran, was auch gut ist, denn ich hab noch keinen gesehen, der die in ordentlichem Zustand hinterlassen hätte. Es gibt genug Tierärzte, die sich auf Zähne spezialisiert haben, die schaffen es deutlich besser.

Diese Müslis sind halt nicht grade das, was Pferde fit macht, bestenfalls rund, aber auch krank. Schau mal Deine Packung an, ob da nicht so Zuckerbomben wie Melasse und so Füllmaterial wie Schälkleie auftauchen. Das Isländermüsli, hui, also in mein Pferd käm das definitiv nicht rein:

Gerste geflockt (35 %), Maisflocken (15 %) - Dickmacher, machen nicht lauffreudig, sind was für Pferde, wo man befürchtet, die fallen durch den Gulli, wenn man drüber reitet, vorübergehend in echten Schwerfuttrigkeitsnotfällen ok, sonst aber sehr belastend für den Stoffwechsel und ein Pferd mit belastetem Stoffwechsel läuft nicht.

Aufwuchs von Dauergrünland getrocknet und pelletiert (10%) - das ist ok, das ist sowas wie Grascops, nur mit netterem Namen

Apfeltrester (9 %), Weizengrießkleie (6 %), Haferschälkleie (3 %), Melasse (3 %), Rübenmelasseschnitzel (3 %), Weizenkleie (3 %), Luzerne-Heu (2 %) - lauter "Geschmacksverstärker", nix dabei, was ein Pferd gut verarbeiten kann, aber eine Menge Zeug, was Pferde geschmacklich einfach toll finden, weshalb sie das Müsli mögen. Vergleichbar mit einer Tüte Kartoffelchips für den Menschen oder Schokolade.

Calciumcarbonat (1 %), Monocalciumphosphat (0,5 %), Natriumchlorid (0,5 %), spezielle Vitamin- und Spurenelementvormischung (4,0 %), spezielle Kräutermischung (4,5 %) - der komische Versuch eines jeden Müslis, zu mineralisieren, was aber so überhaupt nicht funktioniert. Dann besser ein ordentliches Mineralfutter geben (also sowas wie von Iwest Magnolythe oder Magnostable oder von Atcom Nutrivital oder sowas). Das gibt man in Portionen von - auf'n Isi geschätzt - 30 bis 60 Gramm pro Tag. Auch da ist Melasse drin, sonst kann man es nicht pelettieren (Zucker pappt), aber mit der Dosierung betrachtet, ist das nichts im Vergleich.

Ihr hab - natürlich guten Glaubens, was gutes zu tun - Euer Tierchen mit Junkfood gemästet, wenn ich das mal so sagen darf. Wie wenn man ein Kind aufzieht und ihm täglich eine Tüte Chips auf den Mittagstisch legt und sagt "wieso, sind doch Kartoffeln drin, die sind doch nicht ungesund".

Ein gesundes Pferd kann, wenn es nicht viel leisten muss, von Wiese, Heu, Stroh und einem Mineralfutter leben. Und davon lebt es um ein mehrfaches besser als von diesen Schrott-Müslis. Muss es was leisten, gibt man Hafer dazu. Das ist das noch am besten verdauliche Getreide und daher das einzige, das als Pferdefutter geeignet ist. In Notfällen, wie ich oben schon geschrieben habe, auch mal was füllendes, aber das muss dann auch wieder abgesetzt werden, wenn die Notmaßnahme nicht mehr angezeigt ist.

Isländer haben hier in unseren Regionen mit den ganzen ihnen fremden Pflanzen, dem nicht ganz isländischen Klima eine relativ große Ekzemneigung. Der Absatz, den ich in der Zutatenliste als Geschmacksverstärker bezeichnet habe, verstärkt die Neigung zu Ekzemen extrem.

Das Raiffeisenmüsli hab ich auf die Schnelle nicht gefunden, aber das wird nicht so viel anders sein.

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KNOLLE71 30.08.2012, 15:13
@Baroque

Vielen dank erst mal das Du mir so ausfürlich schreibst, für mich hört sich das an als hätten wir bis jetzt so alles falsch gemacht was man falsch machen kann. Nur was sollten wir jetzt als nächste machen damit wir Ihn auch mal lauffreudiger bekommen, sollten wir ers einmal das Futter umstellen und wenn ja wie am besten und welches? Oder was meinst Du, wir sind jetzt ein bisschen ratlos und sehr verunsichert das wir alles falsch machen!

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Baroque 30.08.2012, 16:18
@KNOLLE71

Futter würde ich umstellen, eine zweite Meinung zu den Hufen einholen, einen Pferdezahnarzt um Kontrolle bitten und ganz viel Informationen zu Arbeitsweise und Ausrüstung zusammenstellen. Keine Sorge, das Pferd fällt nicht tot um, wenn morgen nicht alles perfekt ist, aber so nach und nach in die richtige Richtung orientieren schadet nicht.

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KNOLLE71 30.08.2012, 21:37
@Baroque

Wie würdest Du den das Futter Umstellen und was würdest Du Füttern? Zur zeit ist er von Morgens 7.00 Uhr bis 12:00 Uhr auf einer Weide, dann füttern wir Ihn mit ein wenin wir mit Ihm Spazieren waren mit ein wenig Müsli und ein paar Möhre und abends ab 18::00 Uhr bekommt er Silage. Wo bekomme ich am besten Information über die Arbeitsweise. Sind gerade dabei einen Ordentlichen Sattel für Ihn zu suchen.

Nochmal danke das Du dir die zeit nimst uns zu helfen!

Gruß Thorsten

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Logieren oder auch mal Freispringen lassen ;-) Oder auch mal Mineralfutter zum normalem Futter dazu geben ;-))

Baroque 29.08.2012, 12:10

Ich fürchte, dass das Pferd wirklich Probleme hat, weil sonst laufen sie auch gerne, da wäre es kontraproduktiv, nun auch noch diese hohe Belastung drauf zu bringen, zumal wir nicht wissen, wie sie longiert.

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KNOLLE71 29.08.2012, 15:27
@Baroque

Wir Reiten Ihn ja noch nicht richtig mal ganz selten und dann auch Ohne Sattel und nur meine Frau die wiegt gerade mal 50kg. Wir wollten jetzt anfangen Ihn zu longieren aber wie machen wir das am besten?

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little0cookie 29.08.2012, 19:53
@KNOLLE71

Wie ihr euer Pferd am gesündestens longiert, dazu habe ich dir was unter Baroques Antwort geschrieben.

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