Wie bekomme ich den Makler dazu, für uns in Vorleistung zu gehen; Sanierungsmaßnahmen vorab durch den Makler zahlen zu lassen?

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6 Antworten

Aber warum sollten wir Makler Geld in die Hand nehmen, damit die Verkäufer absahnen können?

Bruchbuden gehen eben billigst über den Tisch und die Käufer reiben sich die Hände, wenn sie selber reparieren können.

Alles doch ganz einfach, oder?

Merke: Mit einem Verkauf verdienen wir Geld, ohne Verkauf eben nicht. Auch ganz einfach.

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armabergesund 13.07.2016, 16:43

der Verkäufer kann nur absahnen, wenn das Haus verkauft wird, ebenso der Makler, wenn beide sich nicht rühren hat niemand was davon.  also wieso nimmt nicht der das Geld in die Hand, der es hat und sorgt dafür, dass alle Parteien glücklich werden???

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schleudermaxe 14.07.2016, 06:24
@armabergesund

Immer noch nicht verstanden?

Ich soll rd. 30.000 EUR für eine Bruchbude zur Verfügung stellen und dies auch noch ohne Sicherheiten und die Zinsen und die Tilgung auch noch bezahlen? Lachnummer, oder?

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Nein, Makler arbeiten nicht so. Kein Makler würde die Sanierungskosten vorstrecken. 

Aber folgendes fallt mir auf: Ein Haus zu sanieren und des danach  zu verkaufen ist nicht immer sinnvoll. Denn das Geld, was man in eine Renovierung /Sanierung steckt, bekommt man beim späteren Verkauf i.d.R. nicht mehr vollständig zurück. Jeder Hauskäufer würde es auch anders renovieren, die Geschmäcker sind unterschiedlich. 

Sinnvoll ist es, dass der Käufer, wenn er es kauft, selber einen Zusatzbetrag für Renovierungen einplant. Das finanziert auch jede Bank unproblematisch (Bonität vorausgesetzt).

Möglicherweise hat der Makler den "Marktwert" zu hoch angesetzt. Das machen manchmal Makler,  wenn sie hoffen, dadurch eher den Verkaufsauftrag zu bekommen. Folge: Die Immobilie ist erst unverkäuflich. Aber der Makler hat den Auftrag und  kann danach den  Preis drücken, bis sie verkäuflich wird.

Insgesamt habe ich den Eindruck, dass Deine Schwester nicht den kompetentesten  Makler hat. 

Auch beim Alleinauftrag darf der Eigentümer selber verkaufen.  Er darf nur keinen anderen Makler beauftragen.

Deshalb würde ich es privat anbieten. Z.B. in der Zeitung oder auf immonet oder immobilienscout  24.

Damit spart Deine Schwester auch die Maklerprovision. Der Käufer zahlt dann auch einen höheren Preis, weil der dann auch keine Maklerprovision  zahlen muss. 



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armabergesund 13.07.2016, 16:59

guter Einwand, das Haus in Eigenregie anzubieten, wäre mir nicht in den Sinn gekommen, hat dann vielleicht sogar den Vorteil, dass der Makler den Vertrag von sich aus kündigt, weil die Verkaufsportale ja belegen, dass man beim Privatverkauf die Provision spart, somit kann er sich weitere Arbeit theoretisch sparen....

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AchIchBins 15.07.2016, 02:19

"sparen"? Das kann man in Bezug auf privaten Verkauf ganz leicht googeln. Und die Statistik dazu ist eindeutig. Beim privaten Verkauf wird mehr als doppelt soviel Geld verbrannt als letztendlich der Makler gekostet hätte.

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Warum sollte ein Makler so etwas tun oder tun wollen?

Wenn eine Sanierung 15000 Euros kostet, wodurch ein Mehrpreis beim Verkauf erzielt werden könnte, die Eigentümer zu dieser Investition aber nicht bereit sind, dann müssen sie damit leben, dass das Objekt unter Wert verkauft werden wird.

Du suchst jemanden, der Dein Haus aufmöbelt und gewinnbringend verkauft? Dann finde einen Investor, der Dich beteiligt.

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armabergesund 13.07.2016, 17:01

Jeder Makler ist doch schon Investor, indem er seine Zeit, Know How, Mitarbeiter, die Bilder bearbeiten, Suchmaschinen bedienen und bezahlen muss... Wieso geht die Partnerschaft nicht weiter, wenn beide damit gewinnen, liegt es nur daran, dass noch niemand darüber nachgedacht hat, oder an einer schwierigen Vertragsgestaltung....

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MatthiasHerz 13.07.2016, 17:16

Für die den von Dir beschriebenen Aufwand erhält er ja auch anteilig Provision vom Verkaufswert, oder?

Wie hoch sollte denn die Provision ausfallen, wenn er etwa ein Drittel des Objektwertes noch einmal investieren müsste, zuzüglich intensiver Betreuung und Aufsicht der Gewerke, während die Eigentümer quasi zuschauen, was so passiert?

⅔ oder 3/4 des neuen Verkaufswertes hielte ich für angemessen, also ⅓-¼ für den Eigentümer.

Da letzterer dadurch vermutlich nichts gewinnt, wozu dann der ganze Aufwand? Stattdessen sollte man die Renovierung doch einfach dem neuen Eigentümer überlassen, oder?

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Sie sind schon recht naiv, sorry. Ein Makler der so solvent ist, dass er einfach mal so 30.000 € versteuertes Geld in die Hand nimmt und anderen Personen die Bude aufmöbelt....den gibt es nicht. Der würde dann sicher nicht in ihrer Gegend wohnen und arbeiten und vernachlässigte Objekte vermitteln. Ihr Objekt hat nicht mehr wert, es hat in diesem Zustand eben genau den geringen Wert. Interessenten die "günstige" Immobilien suchen gibt es gerade zur Zeit massig. Es liegt also eher wohl an der Lage des Objekts, dass es keiner will. Genau das wird der Makler auch wissen und deshalb niemals auch nur einen Cent eigenes Geld zusätzlich (Werbung zahlt er ja sicher schon) reinstecken. Aber naja, wer bei einer verdienten Provision von "absahnen" spricht, der sollte vll. doch mal selber versuchen zu verkaufen. Dann wird man erkennen wieviel Fragen und auch Fachfragen etwaige Interessenten haben können und wenn es dann zum Abschluss kommt, wieviel rechtliches Wissen von Nöten ist um beide Parteien abzusichern, ein Notar macht das nämlich nicht, der darf nicht beratend tätig sein. Da hoffen wir mal, dass sie (ihre Schwester) zum Schluss nicht ohne Geld und dann noch ohne Immobilie dastehen....alles schon passiert.

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Absetzen kann er diese Ausgabe nicht, es ist ja nicht sein Objekt. 

Du kannst doch einfach investieren, du bekommst das Geld durch den Verkauf gleich zurück.

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Wie bitte?;-)))

Warum sollte der Makler in ein Haus investieren? Das wird er nicht tun und das ist auch nicht seine Aufgabe. Makler vermitteln Objekte; nicht mehr und nicht weniger. Es gibt glaube ich auf der ganzen Welt kein einzigen Makler der so doof und naiv ist.

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