Wie bekomme ich dazu das er den Kopf runter nimmt bzw durch Genick?

12 Antworten

Konzentriere dich gar nicht auf den Kopf des Pferdes, sondern auf die Hinterhand. Erst wenn die Hinterhand ordentlich arbeitet, richtig unterfußt und das Gewicht aufnimmt kann der Kopf überhaupt erst runterkommen. Vorne runterziehen wird immer zu Verlusten in der Hinterhand führen. 

D.h. du solltest nicht versuchen den Kopf krampfhaft nach unten zu bekommen (je mehr Druck, Zwang und Gewalt desto weniger wird das Pferd deinem Willen nachkommen - sehr, sehr wichtig auch bei Araber, deiner Lieblingsrasse ;D). Du nimmst die Zügel so weit auf, dass du einen ganz feinen Zug am Ringfinger spürst, nur 100g. Und dann reitest du einfach ordentlich vorwärts, treibst korrekt jedes Abfußen des inneren Hinterbeines und reitest v.a. viele, viele gebogene Linien. Mein RL sagte immer "Keine Runde gradeaus" und das stimmt wirklich. Du reitest jetzt nicht nur noch ganze Bahn und alle paar Jahre mal einen Zirkel, du reitest intensiv gebogene Linien. 

Ganze Bahn, auf A einen Zirkel, wieder ganze Bahn und gleich eine einfache Schlangenlinie. So muss das aussehen. Anfangs nur möglichst weite Linien wie Zirkel, einfache Schlangenlinie, später dann (nach dem ersten lockeren Trab) auch engere wie doppelte Schlangenlinie, 3fache Schlangenlinie, 10m-Volte, usw. Beschäftige dein Pferd durch oftes Abwenden und durch viele Übergänge. Anfangs kann man mal 5min warmtraben am langen Zügel, gehst du an die Arbeit brauchst du mehr übergänge. Mein RL meinte: "10 Schritte Trab, 15 Schritte Schritt". Übergänge und Biegungen holen dein Pferd an die Hilfen, und auch Ausbinderpferde bekommt man so schnell locker und aufmerksam. Dann wird dein Pferd auch im Atlas, dem ersten Halswirbel abknicken und locker durchs Genick gehen. Bedenke aber, dass das korrekte "durchs Genick gehen" nicht so aussieht, dass das Pferd die Nase in der Senkrechte hat und den Hals übermäßig rund macht. Das ist schlichtweg falsch. Die Nase gehört eine Handbreite vor die Senkrechte und gerade anfangs sieht das nicht so "schick" aus. Aber du reitest für das Pferd und nicht für die ahnungslosen Deppen an der Bande. 

Es ist ein Zusammenspiel aller Hilfen, man treibt das Pferd von hinten mit Gewicht und Schenkeln an das Gebiss ran, während man vorne eine leichte, aber stetige Verbindung mit den Zügeln hält. Wie viel man machen muss, ist bei jedem Pferd unterschiedlich, daher hilft nur guter Unterricht.

Mit Ausbindern kannst du nicht reiten lernen.

Allerdings kann ich dir auch keinen Rat geben, wie du das Pferd durch das Genick geritten bekommst. Ohne ein Lehrbuch abzuschreiben.

Du wirst es auch nicht schaffen, denn das lernt man nicht mal eben so in einer Stunde oder in 50. Dazu gehört das FEINE Zusammenspiel aller Hilfen. Und das ist sauschwer.

Du wirst also das Pferd nicht durch das Genick geritten bekommen. Und wenn das Pferd bisher nur mit Ausbindern geritten wurde, müsste es  sowieso erst mal korrigiert werden, denn das Pferd hatte ja keine Chance zu lernen,  auf die Signale des Reiters zu reagieren.
Wenn du über die Phase hinaus bist ,wo dem Tier in den Rücken plumpst, solltest du darauf bestehen, das Pferd nun generell ohne Ausbinder zu reiten. Auch wenn du es nicht durch das Genick geritten bekommst, solltest du nicht mit Ausbindern reiten. Es sein denn eventuell in der Reitstunde mit lockeren Laufferzügeln, aber nicht mit Ausbindern.

Wenn sich die Besi weigert, solltest du dich nach einer neuen Reitbeteiligung umsehen, denn dort lernst du kein Reiten.

Korrigiert müsste er wegen den Ausbindern nicht werden, da er sie erst Mitte November bekommen hat und an den Wochenenden von einer geritten wird die ohne reiten kann aber riegelt -.-' Und aus der Phase mit dem in den Rücken Fallen lassen bin ich schon lange raus. Ich weiß natürlich das es dem Pferd weh tut wenn man das macht, und meine RB ist mein ein und alles geworden, ich möchte ihn auf gar keinen Fall verletzen! Und ich finde das selbst unangenehm auf ein Pferd zu fallen.

0

Was möchtest Du wissen?