Wie behalte ich meine Unabhängigkeit als Mieterin nach Zuzug des Ehemanns, welche "Steine" kann uns der Vermieter in den Weg legen, was müssen wir akzeptieren?

...komplette Frage anzeigen

5 Antworten

Wie behalte ich meine Unabhängigkeit als Mieterin nach Zuzug des Ehemanns

In dem Du die alleinige Hauptmieterin bleibst und der Ehemann einfach nur einzieht.

welche "Steine" kann uns der Vermieter in den Weg legen

Eigentlich gar keine. Der Vermieter kann den Einzug nicht untersagen, wenn es sich um Familienangehörige handelt. Eine Ausnahme würde nur bestehen, wenn in der Person ein schwerwiegender Grund liegt, bzw. die Wohnung zu klein ist.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Wie behalte ich meine Unabhängigkeit als Mieterin nach Zuzug des Ehemanns

Der Ehemann kann, darf aber nicht ohne deine ausdrückliche Zustimmung als gleichberechtigter Mieter in deinen unberändert fortbestehenden Mietvertrag aufgenommen werden.
Der VM sähe das gerne, hätte er damit einen weiteren Haftenden seiner Forderungen, an den er sich halten könnte. Unabhängig bleibt, wer den gleichwohl nicht ändert: Als Alleinmieter dürftest du deinen Gaten etwa mit 14tägiger Frist zum Verlassen der Wohnung auffordern oder mit Scheidungsantrag Zuweisung der Ehewohnung beanspruchen.
Andererseits schuldet dir dein Mann dann aber als Dauergast auch keine Kostenbeteiligung an Miete, Schönheistreparaturen, Kabelanschlus, ...

welche "Steine" kann uns der Vermieter in den Weg legen

Aufnahme von Eltern, Kinder und Ehepartnern bedürfen keiner Zustimmung des Vermieters. Der wäre allenfalls  - für seine Unterlagen schriftlich - unter Angabe des Namens über den Zuzug zu unterrichten.
Selbstverständlich hat der Zugezogene sich an die Hausordnung und Gepfogenheiten im Haus zu halten und sein Hund zöge bsplsw. nicht mit ein.

was müssen wir akzeptieren?

Eine Erhöhung der Beriebskosten: Die verbrauchs- oder personenabhängigen Kostenarten steigen natürlich: Würde etwa ein größeres Müllgefäß angeschafft werden müssen, zahlst du die Kostendifferenz zu dem bisherigen allein, nicht die Mietergemeinschaft anteilig die damit eintretenden Mehrkosten der Jahresentsorgungskosten einer größeren Tonne.

G imager761

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Stefaniedankt
24.11.2015, 07:42

Kann ich den Ehemann auch aus dem Vertrag raushalten ? Gibt es dafür ein Urteil ? Und zahlt dann die Sozialhilfe, auf die wäre er für den Anfang noch angewiesen und ich bekomme auch nur sehr wenig Geld (Rente bei Erwerbsminderung und Freibetrag vom derzeitigen Arbeitsplatz) da ich beruflich eingeschränkt meinen Rückzug aus der pädagogischen Arbeit angetreten habe.

0

Solange du alleine im Mietvertrag als Mieterin stehst muss der Ehemann ausziehen wenn ihr euch trennen würdet. Im Umkehrschluss bedeutet das aber auch wenn du zB. stirbst hat der Ehemann kein Recht auf die Wohnung da er ja nicht der Mieter ist. Müllgebühren werden dann teurer ab dem Zeitpunkt wo der Mann einzieht. Werden Heizung und Warmwasser pauschal abgerechnet erhöhen sich diese auch ab diesem Zeitpunkt. Bei Abrechnung mit Wasserzähler und Warmemengenzähler für die Heizung werden diese dann in der Jahresabrechnung mit zum tragen kommen, was bedeutet es kommt dann wohl eine größere Nachzahlung, da die Nebenkosten ja Personemäßig  auch zum tragen kommen wie erhöhter Wasserverbrauch und Müll und eventuell auch die Heizkosten.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von anitari
24.11.2015, 07:13

Im Umkehrschluss bedeutet das aber auch wenn du zB. stirbst hat der Ehemann kein Recht auf die Wohnung 

Doch, denn er erbt den Mietvertrag und wird so Mieter.

1

Der Vermieter kann Euch keine Steine in den Weg legen. Er muß aber über den Zuzug informiert werden.

Das einzige was Ihr akzeptieren müßt, sind evtl. höhere Nebenkosten.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Stefaniedankt
24.11.2015, 07:14

Darf ich bitte noch erfahren, ob mein zukünftiger Mann mit in den Mietvertrag muss ? Und wie geht das ? Ich werde ihn immer schützen und es wird ihm nichts geschehen, aber ich MUSS vorsichtig sein, kann es mir nicht anders leisten. Wie gestalte ich es so, dass ich die Rechte behalte und worauf muss ich mich einlassen ? Ich will eigentlich keine Abstriche machen, und die Renovierung würde ich ja dann selbst zahlen, wenn es mal hart auf hart kommt ! Was ja auch fair wäre. Aber ich möchte meine Rechte an der Wohnung erhalten. Sind die gefährdet wenn er wieder ausziehen würde, z. Bsp. nach fünf Jahren weil ich evt. doch ausgenutzt worden sein sollte ? In diesem Fall würde ich wenigstens gerne in der Wohnung bleiben dürfen, ohne Mieterhöhung oder Kündigung...Auf was genau muss ich alles achten wenn ein Ehemann zuzieht damit ich mich so gut es geht selbst schütze ? (Vertrauen ist (hm - besser - tut- gut) Vorsicht ist besser ;-) bitte um zahlreiche Hinweise. Danke society...

0

Nein, du hast keine Probleme zu erwarten,

denn dadurch ändert sich das Mietverhältnis nicht...

Allerdings werden natürlich die Nebenkosten neu berechnet !

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Was möchtest Du wissen?