Wie begründet man in der Bibel die Taufe von Kindern?

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16 Antworten

Jesus Christus hat erst mit 30 Jahren sein öffentliches Wirken begonnen und auch zu diesem Zeitpunkt erst seine Anhänger über die Heilsnotwendigkeit der Taufe belehrt. Als wahrer Gott und Mensch bedurfte der Erlöser der Welt der Taufe nicht, was schon Johannes erkannte. Er ließ es geschehen als Zeichen, damit die Menschen seine göttliche Sendung erkennen, die der Vater durch das Geschehen am Jordan bestätigt.

Schon in den Zeiten der Urkirche bürgerte sich ein, in einem Haushalt, der sich bekehrt hatte, die Kinder ebenfalls zu taufen. Da sie ja auch in die Muttersprache, Nationalität und die Lebensumstände der Eltern hineingeboren werden ohne darüber entscheiden zu können, und sie in einem christlichen Haus ganz selbstverständlich auch im Glauben erzogen wurden, sprachen die Eltern ein stellvertretendes Ja für ihre Kinder – solange bis diese selbst ihr Ja bewusst geben konnten. Gott nämlich setzt keine Mindestbedingungen für Seine Gaben und die Taufe ist immer ein unverdientes Gnadengeschenk.. Es ist aber auch richtig, dass die Kirchenväter die Taufe den Kindern nicht vorenthalten wollten, da Christus sie als heilsnotwendig erklärt hatte.

Die Praxis der Kindertaufe lässt sich aus der Heiligen Schrift nicht vollständig, aber doch mit hoher Wahrscheinlichkeit, beweisen. Paulus (1 Kor 1,16) und die Apostelgeschichte (Apg 16, 18,8 etc.) berichten wiederholt von Taufen "des ganzen Hauses". Darin sind sicherlich auch die Kinder eingeschlossen, um so mehr, als die Taufe an die Stelle der Beschneidung trat und auch die spätjüdische Proselytentaufe an Kindern vollzogen wurde. Zudem verheisst Petrus in Apg 2,38f. den Heiligen Geist als Folge der Taufe nicht nur seinen Zuhörern sondern auch deren Kindern.

Die Kindertaufe wird u.a. direkt bezeugt durch Irenäus (Adv. haer. II 22,4), Tertullian (De bapt. 18) und Hippolyt von Rom (Traditio Apostolica).

Allerdings macht es keinen Sinn, Kinder zu taufen, deren christliche Erziehung nicht gewährleistet ist. Deshalb finden Taufgespräche statt.

Vor diesem Hintergrund ist auch die heute mancherortens geführte Diskussion über die Sinnhaftigkeit der Kindertaufe zu sehen: wo eine katholische Erziehung von vornherein abgelehnt wird, ist eine Kindertaufe nur um des Festes willen wohl wenig sinnvoll.

Mit der Heilsnotwendigkeit der Taufe komme ich nicht klar. Wieso sollte denn der Schächer am Kreuz in den Himmel kommen, obwohl er nicht getauft war. Da er kurz darauf starb, gab es da für ihn auch keine Möglichkeit mehr.

Die hohe Wahrscheinlichkeit der Kindertaufe kann ich aus den angegebenen Texten nicht ableiten, denn dann hätte man alle zur Familie gehörigen kennen müssen. Waren die Kinder schon erwachsen, dann hatten sie die eigene Entscheidung und haben sie auch getroffen. Aus der Historie geht nicht hervor, dass man Babys taufte. Immerhin sind bis 1000 n.Chr. in den Kirchen große Taufbecken anzutreffen. Allenfalls ist diese kirchliche Praxis langsam in den Ritus eingeflossen.

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Wenn du eine biblische Grundlage suchen willst, kannst du dich am Beschneidegebot der Israeliten orientieren. Diese Beschneidung findet kurz nach der Geburt statt, das Kind hat also keine Wahl. Und wieder annähen ist nicht möglich, wenn das Kind alt genug ist.

Nach diesem Beispiel folgte die Kirche dem Wunsch der Gläubigen, als die Kindersterblichkeit so hoch war. Damals war der Glaube, dass nur getaufte Leute "in den Himmel" kommen, also taufte man die Kinder, um ihnen den Zugang zum Himmel nicht zu verwehren.

Jesus hat es aber vorgemacht: die Wasser-Taufe sollte erst spät erfolgen, wenn man "reif genug" ist. Aber selbst das halten viele Leute nicht ein, viele Eltern sind stolz, wenn sich ihre Kinder in den freien Gemeinden schon in jungen Jahren "freiwillig" taufen lassen, obwohl das Alter ziemlich genau festgelegt wurde - von Jesus selbst.

Leider orientieren sich heute nicht mehr so viele Leute an der Bibel. Schade eigentlich, ein wirklich gutes Buch.

  1. "Und er ließ sich und alle die Seinen sogleich taufen und führte sie in sein Haus und deckte ihnen den Tisch und freute sich mit seinem ganzen Hause, dass er zum Glauben an Gott gekommen war" (Apg 16,34). Zu den Seinen bzw. zu "seinem ganzen Hause" gehörten bei einem römischen Hauptmann (und das war Cornelius, von dem hier die Rede ist) regelmässig Familien mit Kleinkindern dazu, im Normalfall umfasste so ein "Haus" rund vierzig Personen. Wenn es ein besonders kleines "Haus" gewesen sein sollte von nur 20, besteht immer noch eine statistische Wahrscheinlichkeit von 100%, dass ein Kind unter drei Jahren darunter war;

  2. nach 1 Kor 7,14 sind die Kinder von Getauften der Taufe ganz nahe;

  3. nach 1 Kor 15,29 gibt es Leute, die sich auch zusammen mit Toten taufen lassen, warum sollte es da nicht möglich sein, sich auch zusammen mit Säuglingen taufen zu lassen?

  4. ferner ist die Beschneidung des Alten Bundes, welche durch die Taufe des Neuen Bundes abgelöst ist, über die weitaus längste Zeit an Säuglingen durchgeführt worden; was die Zugehörigkeit zum Volk Gottes des Alten Bundes besiegelt, kann das auch beim Neuen tun (vorchristliche Tradition also, aber biblisch eindeutig);

  5. schliesslich ist die Taufe von Christus her als Kindertaufe besonders verständlich. Christus bezeichnete den kindlichen Glauben als Vorbild, als Er sagte: “Wenn ihr nicht wie die Kinder werdet, könnt ihr nicht in das Himmelreich kommen.” Und diejenigen, die den Kindern verboten, zu Ihm zu kommen, erinnerte Er an die Worte des Propheten: “Aus dem Mund der Kinder und Säuglinge schaffst du dir Lob.”

  6. Wichtigste Grundaussage ist aber Mk 15,16: "Wer glaubt und sich taufen lässt, der wird gerettet." Wir dürfen zwar hoffen und beten, dass auch gewisse Ungetaufte gerettet werden, aber die feste Verheissung und Zusage haben durch diese Bibelstelle eben die Getauften. Was ist da naheliegender, als Kinder möglichst früh zu taufen, damit sie mit Sicherheit nicht vor der Taufe sterben.

Warum hier einige meinen, es gebe keine Bibelzitate zur Kindertaufe, ist mir schleierhaft.

gibt keine biblische Begründung. Die Kindstaufe entspringt der Angst und dem Gedanken dass dem Kind etwas passiert, es stirbt und dann als Nicht-Getaufter nicht ins Himmelreich kommt. (Heute sieht man das durchaus auch differenzierter,/ es gibt den Begriff der Begierdentaufe) Natürlich ist von einem Säugling keine Willensentscheidung zu erwarten, das tun stellvertretend die Eltern. So wie sie auch in Erziehungs- und Gesundheitsfragen für ihr Kind entscheiden. Später wird von den Kindern dann bei Kommunion und Firmung / bei der Konfirmation ein Bekenntnis zum Glauben, ein aktives (hoffentlich !) selbstbestimmtes Ja zur Gemeinschaft erbracht. Mit der erreichten Religionsmündigkeit ( ab 14 uneingeschränkt) können die Kinder selbst entscheiden ob und wenn ja welcher Glaubensgemeinschaft sie angehören möchten.

Die Frage ist, was mit "gleichtun" gemeint ist.

  • Kommt es wirklich auf das Alter an?
  • Müssen wir auch im Jordan getauft werden?
  • Was ist, wenn ich 31 wäre und zum Christentum wechselte. Dürfte ich dann nicht mehr getauft werden?

Ich denke in allen Fällen: nein.

Das Alter spielt insofern eine Rolle, dass jemand entscheidungsfähig sein muss, indem er glauben zeigen kann. Der Ort Jordan spielt meines wissens zum Thema Taufe keine Rolle. Das Erwachsene jeden Alters getauft werden dürfen ich Auftrag Jesu an die Jünger.

Kann sich jemand zum Glauben bekennen, wenn er unmündig ist? Ich glaube, dass das jeder mit "nein" beantworten kann.

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@Wilfri

Glückwunsch, du scheinst die Antwort für dich ja bereits gefunden zu haben.

Damit will ich dir nicht widersprechen. Deine Ansicht hat durchaus ihre Berechtigung.

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@Suboptimierer

Die einzig richtige Antwort - "nicht nur für sich" - hat er tatsächlich gefunden - Alles andere, darum herum zeugt von zumindest teilweiser Unkenntnis der Heiligen Schrift.

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@pasmalle

Ich glaube nicht, dass die meisten wirklichen Christen ihre Kinder aus Unkenntnis taufen lassen, sondern weil es eine Art Tradition geworden ist und weil es nicht unumkehrbar ist.
Getaufte Kinder können sich jederzeit ihrer Religion entsagen, sobald sie dazu mündig sind.

Mit "für dich" meine ich, dass es sich bei 90% (einfach mal in den Raum geworfen) aller Christen noch nicht durchgesetzt hat. Für dich also in dem Sinne, dass wenn der Fragesteller nicht bereit dazu ist, für die Taufe im Erwachsenenalter zu kämpfen, außer ihm diese Erkenntnis seiner Frage wenige Menschen dazu bringen wird, ihr Taufverhalten zu ändern.

Ich kenne allerdings jemanden, der in eine Freie Evangelische Gemeinde geht. Jeder, der sich gerne später taufen lassen möchte, kann in so eine Gemeinde gehen. Bis auf die Tatsache, dass die nichts mit der Kirche zu tun haben wollen, sind das ganz normale Christen.
Wer es "besonders" mag, der kann auch zu den Zeugen Jehovas wechseln. Ohne es 100%ig zu wissen, glaube ich, dass die auch eine Taufe erst im späteren Lebensalter durchführen.

Ich wurde deswegen leicht (aber wirklich nur leicht ;-)) bissig, weil bei mir die Vermutung aufgekommen ist, dass das, was ich gerade geschrieben habe, dem Fragesteller längst bekannt ist. Er wird sich schon informiert haben, sonst könnte er a) die Frage nicht so formulieren b) die Antworten nicht auf diese Weise kommentieren.
Der Ratsuchcharakter seiner Frage droht, sich in Luft aufzulösen.

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@Suboptimierer

Das fatale ist, dass die großen Kirchen nicht von ihrer Säuglings-Taufpraxis weg können, ohne sich, wie leider schon manchmal, unglaubhaft zu machen. Vielleicht wollen sie auch gar nicht, da sie mit der gängigen Praxis gleich ihre Mitgliederzahl fortschreiben können.

Das führt aber andererseits dazu, dass die Zahl der tatsächlichen Christen weltweit viel zu hoch angesetzt wird, da nicht alle mit dem Erwachsenwerden austreten, obwohl sie in tieferem Sinne nicht gläubig sind. Deren Verhalten führt dann wieder dazu, dass Christen bei ihren natürlichen Gegnern einen denkbar schlechten Ruf genießen, weil sie eben das nicht repräsentieren können, was sie gar nicht haben. Und so greift eines ins andere.....

Recht gebe ich dir auch, dass der Fragesteller vermutlich sehr genau weiß, was für ihn die richtige Antwort ist, obwohl er meine Antwort, die seiner Auffassung entsprechen dürfte, noch nicht einmal bewertet hat.

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Wenn zur Zeit der Apostel (Jünger Jesu nach dessen Himmelfahrt) jemand getauft wurde, hat an das ganze "Haus" (griechisch "Oikos") mitgetauft! Also auch Kinder, aber auch Bedienstete, Sklaven etc.! Die Vorstellung, die es früher in der röm.-kath. Kirche gab, ungetauft verstorbene Kinder kämen in den "Limbus" (Vorhölle) ist natürlich Nonsens! IN den Volkkirchen ist die Kindertaufe Tradition, theologisch ist es nicht notwendig!

Es gibt zu deiner Frage keine wirklich biblische und stichhaltige Begründung. - Die einzige begründbare Taufe ist die Glaubenstaufe, d. h. jeder Mensch welcher zum Glauben an Jesus Christus gefunden hat, soll sich im Zeichen seiner geistlichen Wiedergeburt taufen lassen. - Das ist bei Kindern alters- und entwicklungsmäßig nur bedingt vorstellbar, bei Säuglingen auf keinen Fall.

Die gängige Taufpraxis von Säuglingen bei den großen Kirchen ist also rein kirchliches Machwerk aus der Frühzeit der Kirche. - Man hat die Angst geschürt, Säuglinge/Kinder, die ungetauft sterben würden, bei der damals hohen Sterblichkeitsrate, würden der Hölle anheim fallen. Damit hat man die Bevölkerung dazu getrieben, die Kinder sofort nach der Geburt taufen zu lassen um ja ihre Seelen zu retten. - Eine einfache Methode ganz nebenbei die Zahl der beherrschbaren Mitglieder zu steigern. - Dieses Prinzip funktioniert sogar bis heute fort.

Die Kirchen rechtfertigen die Kindertaufe mit einer "Krücken-Konstruktion" aus Apostelgeschichte 2, ab Vers 37 folgende. - Man geht dabei davon aus, dass unter den Vielen die sich nach Vers 41 taufen ließen zwangsläufig auch Kinder gewesen sein müssten. Dazu mag jeder selbst sein Urteil fällen.

DH für die biblische Gläubigentaufe, die von vielen Freikirchen geachtet wird: http://de.wikipedia.org/wiki/Gl%C3%A4ubigentaufe

(Seit meiner Mitgliedschaft in gutefrage und damit Bearbeitung jeder Taufenfrage) ist das einzige was die Landeskirchen vorbringen diese "Krücken-Konstruktion" und eine unbiblische Erbsündentheorie von Augustinus. Es fällt ihnen schwer ihren Irrtum zuzugeben ;-( Ich frage mich, wie man als Bibel"gelehrter" gegen jedes bessere Wissen eine Babybespritzung erzwingen oder sich damit zufriedengeben kann?

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@santoberger

Die Frage stelle ich mir auch. - Als Theologe mit Spezialkenntnissen über den Inhalt des NT muss man doch regelrecht die eigenen Erkenntnisse aus der Schrift über Bord werfen um die Kindertaufe gutzuheißen, oder gar zu praktizieren.

Die Argumentation für diese Taufart ist ja mehr als dürftig. - Allein aus biblischen Berichten, in denen sich Menschengruppen und ganze Familien haben taufen lassen, zieht man hypothetisch den Schluss, darunter müssten auch unmündige Kinder und Säuglinge gewesen sein und baut darauf seit fast 2000 Jahren die Praxis auf. Vernachlässigt werden darüber die Berichte wonach die Menschen zum Glauben gekommen sind und sich deshalb in der Folge taufen liesen - Es zeigt mir immer wieder, wie "menschlich" und eigennützig auch die Großinstitutionen mit dem Kreuz handeln.

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Hallo Wilfri,

eine biblische Begründung für eine Kindertaufe wirst du nicht finden, denn das Taufen von kleinen Kindern ist unbiblisch. Die Taufe als Hingabe an Gott und sein Leben nach seinen Maßstäben auszurichten, ist erst dann gültig, wenn man sich mit dem Glauben auseinan- dergesetzt hat.

Dann kann man die Entscheidung der Taufe treffen, im vollen Bewusstsein, was man tut.

Wie du richtig bemerkst, ist Jesus erst mit ungefähr 30 Jahren getauft worden, also zu einer Zeit, in der Männer im Judentum erst als erwachsen angesehen wurden.

Liebe Grüße MR

Mt 28,19f "Darum geht zu allen Völkern und macht alle Menschen zu meinen Jüngern; tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, und lehrt sie, alles zu befolgen, was ich euch geboten habe." ALLE Menschen sollen getauft werden. Die Babys sind doch auch Menschen. Natürlich müssen sie sich im Laufe ihres Lebens immer neu entscheiden.

Die Reihenfolge ist in Matth.28.,19 genau vorgegeben. Man darf sie nicht überlesen. "Machet zu Jüngern" heißt es zuerst. Dies ist gleichbedeutend mit "erklärt ihnen das Evangelium damit sie glauben". - Das ist also er erste und wesentliche Schritt. Erst danach kommt die Aufforderung "Taufet sie auf den Namen des Vaters, ....."

In der Bibel steht nichts zufällig an einem Platz. Selbst die Reihenfolge einer Schilderung hat ihre Bedeutung. Man muss es nur erkennen.

Auch nach Matth. 28,19 ist also die Säuglings und Kindertaufe unbiblisch.

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@pasmalle

Im griech. Original heißt es: Matheteusate panta ta ethne baptizontes … didaskontes... Übersetzung: Macht zu Jüngern (im Griechischen EIN Wort) alle die Völker taufend… belehrend...

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Es ist seid Jeher so, das im Judentum die Knaben beschnitten wurden. Jesus hat sich taufen lassen.obwohl er es nicht nötig hatte.aber es ist ein Symbol der Zugehörigkeit, das heist, dr Mensch braucht symbole, Gott brauch sie nicht. Ich will meine Wohnung unter euch haben und will euch nicht verwerfen.

Leviticus 26,11

"Wo wohnt Gott?" Mit dieser Frage überraschte der Kosker einige gelehrte Männer, die bei ihm zu Gast waren. Sie lachten über ihn: "Wie redet ihr! Ist doch die Welt seiner Herrlichkeit voll!" Er aber beantwortete die eigene Frage: "Gott wohnt, wo man ihn einläßt."

Gott ist da wenn du an ihn denkst, da braucht es keine Taufe, Wie begründet man in der Bibel die Taufe von Kindern? Früher war die Kindersterblichkeit sehr hoch ,und man dachte eifach, das wer nict getauft wurde ,nicht dazu gehörte !

In der Bibel gibt es keinerlei Begründung für die Kindestaufe! Ist eine unbiblische Praktik. Zuerst kommt immer der Glaube, dann die Taufe. Aber ein Kind kann nicht glauben und eine Entscheidung wie ein Erwachsener fassen.

In der Heiligen Schrift steht nichts von "Kindertaufe".

In Gottes Wort werden nur Erwachsene getauft, die den Sinn der Taufe (untertauchen, Befreiung von der Sünde und Erhalt von Gottes Geist) verstehen (Lk.3,3).

Die Taufe ist ein Aufnahmeritual des Chrisentums sowie die Beschneidung im Judentum. Da Kinder aus christlichen Familien oft auf Wunsch ihrer Eltern auch dem Christentum angehören sollen und dies so früh es geht passieren soll, werden sie oft schon als Kind gertauft. LG Fragender

Wenn es nur ein Aufnahmeritual ist, sollte man es nicht Taufe nennen. Die Taufe ist biblisch ganz einfach etwas anderes. Gerade aber deshalb, weil die Kindertaufe missverstanden wird und mit der Rechtfertigung sich Christ nennen zu dürfen einhergeht, gibt es so viele "falsche" Christen.

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@pasmalle

@pasmalle

Und du entscheidest wer ein richtiger und ein falscher Christ ist?

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@Klaus02

Was soll das Klaus? - Ich dachte du kennst mich besser. Natürlich entscheide nicht ich wer ein richtiger oder falscher Christ ist.. Dafür gibt es die klaren Maßstäbe der Bibel.

Falsche Christen sind danach solche, die getauft sind ohne zu glauben. Es sind in der Regel häufig die passiv getauften Säuglinge, die im Erwachsenenalter meinen die Taufe und Kirchemitgliedschaft würde als "Eintrittskarte" für das Himmelreich genügen.

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@pasmalle

Ich verstehe die Bibel so das die Gnade Gottes das ausgleicht was ich "zu wenig geleistet" habe, und ich maße mir nicht an zu entscheiden wer ein rechter Christ ist und wer nicht.

Der lebendige Gott, der auch sieht was im Herzen verborgen ist wir schon wissen was einen rechten Christen ausmacht und ich bin froh das das nur von ihm entschieden wird.

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@pasmalle

Falsche Christen sind danach solche, die getauft sind ohne zu glauben.>

Ich behaupte, danach sind ca. 80 % aller getauften Christen "falsche Christen"!

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@BigTumbler

Bemerkenswert bei seinem Satz finde ich das er weis wer glaubt und wer nicht.

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@Klaus02

@Klaus

Bemerkenswert bei seinem Satz finde ich das er weis wer glaubt und wer nicht. 

Warum diese haltlosen und nachprüfbaren Unterstellungen? - Wo habe ich behauptet, ich wüßte wer ein falscher und ein richtiger Christ ist? - In meinem Vorkommentar habe ich eindeutig geschrieben, daß die Bibel die Maßstäbe setzt, sonst niemand.

  • Ende der Diskussion -
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@Klaus02

Denkanstoß:

Matthäus 7:21-23

„. . .Nicht jeder, der zu mir sagt: ‚Herr, Herr‘, wird in das Königreich der Himmel eingehen, sondern wer den Willen meines Vaters tut, der in den Himmeln ist.  Viele werden an jenem Tag zu mir sagen: ‚Herr, Herr, haben wir nicht in deinem [Christi] Namen prophezeit und in deinem Namen Dämọnen ausgetrieben und in deinem Namen viele Machttaten vollbracht?‘  Und doch will ich ihnen dann bekennen: Ich habe euch nie gekannt! Weicht von mir, ihr Täter der Gesetzlosigkeit.“



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@pasmalle

@pasmalle

Dann hab ich dich wohl falsch verstanden, ich hatte den Eindruck das du allein deine Auslegung der Bibel als richtig ansiehst.

Entschuldige wenn ich dich falsch verstanden habe.

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@pasmalle

So ist es pasmalle - die Voraussetzung was wahr und was falsch ist, lehrt uns Gottes Wort. Solche "Christen" habe ich sogar in meiner Familie. Sie glauben aufgrund iherer Taufe und Zugehörigkeit einer Kirche, wären sie Christen und kommen in den Himmel. Markus 16 16 Wer da glaubt und getauft wird, wird errettet werden; wer aber nicht glaubt, wird verdammt werden

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@Abundumzu

Abundumzu, da hast Du den Nagel auf dem Kopf getroffen! Wer den Willen Gottes tut wird errettet., d.h. wer die Gebote des Ewigen Gottes ernst nimmt und sein Leben danach ausrichtet wird gerettet und nicht durch eine Taufe ohne Glauben und Gehorsam. federkiel 44

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@Abundumzu

@Abundumzu

Hasst du doch noch einmal den Mut gefunden. :o)

Ich habe dir ja schon einmal geschrieben wie ich diese Verse interpretiere, aber weil du´s bist und well du beim Kopieren deiner Texte auch nicht merken kannst was du wem geschrieben hast noch einmal. Gewissermaßen als erneuter Denkanstoß. ( :-D )(Ffür den Fall das du über die Antworten nachdenkst die du bekommst)

Wie die meisten Christen verstehe ich Mat 7,21-23 so das jeder darüber nachdenken soll ob er noch auf dem rechten Weg ist, es ist also eine Ermahnung sein eigenes Handeln zu hinterfragen. Faszinierend ist das die ZJ das durchgängig anders verstehen, die anderen haben unrecht? Was macht dich da so sicher? Nennen die ZJ Gott nicht Herr? haben die ZJ nicht Prophezeit? (Und erkennt man den Propheten nicht an der Zuverlässigkeit der Prophezeiungen?) Was machen sie mit Dämonen? und wirken sie keine Wunder und Machtvollen Zeichen? Dann können sie auch nicht die Gemeinde Gottes sein, dehnen das zugesagt ist.

Mit lieben Grüßen zu den Denkanstößen, Klaus.

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Kann man auf Grund des Wunsches seiner Eltern Christ sein? Ich glaube nein. Es kann sein, dass man nichts anderes gewohnt ist, auf Grund seiner Erziehung. Vielleicht auch durch den direkten bzw. indirekten Druck, der von sogenannten Christen ausgeübt wird. Aber ist das dann Glaube? Kommt das aus dem Herzen und ist das der Entschluss zu einem Leben mit Jesus als Herrn? Eher nein. Aber man kann nicht genau sagen, wann ein Mensch zur freien Entscheidung fähig ist. Man kann aber ab ca. 14 Jahren möglicherweise eine freie Entscheidung sehen. Allerdings gibt es Menschen, die fast ihr Leben lang nicht frei sind, sich für oder gegen Jesus zu entscheiden. Erlangen sie diese Freiheit, dann gehen sie selten oder nie in den Gottesdienst. Das ist dann eine klare Negativ-Entscheidung. Und diese wird durch Zwang manchmal noch provoziert. Allerdings gibt es die Zwänge sich gegen die Taufe zu entscheiden in vielen Familie. Besonders wenn es da radikale Atheiisten oder Glaubensfanatiker bestimmter Konfession gibt. Dabei kommt es nicht auf den Namen an. Es können sogar große Kirchen sein, die indirekt mit Höllenqualen Scheinentscheidungen für die Zugehörigkeit zu einer Kirche und die Taufe erzwingen wollen. Natürlich nicht in der Öffentlichkeit.

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@Wilfri

Kann man auf Grund des Wunsches seiner Eltern Christ sein?<

Mit dem Glauben ansich ist das so eine Sache. Eltern wollen ja meistens nur das Beste für das Kind. So weiß ich z.B. von einer Freundin, welche sich -ihrer Mutter zuliebe- hat taufen lassen. Nun ist sie Jehovas Zeugin aber eben auch nicht aus wahrer Überzeugung...

Ja, da gebe ich dir vollkommen Recht, wahrer Glaube entspringt aus dem Herzen und alles was auferlegt wird, ist weit davon entfernt.

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@Wilfri

Der Glaube ist ein Geschenk Gottes... Epeser 2,8 Allerdings werden die Eltern aufgefordert, die Kinder im Glauben zu erziehen...

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In Apostelgeschichte 16,33 lässt sich der Gefängniswärter mit ALLEN seinen Angehörigen taufen, das kann als Indiz für die Kindertaufe angesehen werden

Ich kann mich deiner Meinung leider nicht anschließen, da nirgends im NT explizit darauf hingewiesen wird, Kinder passiv zu taufen. Alle Rechtfertigungsargumente für die angebliche Richtigkeit der Kindertaufe basieren nur auf Annahmen.

Demgegenüber gibt es aber ganz exakte Anweisungen und Beispiele für einen Glaubenstaufe.

Was zählt nun mehr? - Die Hypothese, oder die klare wörtliche Anleitung?

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@pasmalle

Wenn wir und den Vers Apg 16,33 genauer anschauen dann kann man den Eindruck bekommen das der "Hausvater" zum Glauben kam und die ganze Familie glich mitgetauft wurde.

Natürlich gibt es Beispiele für Glaubenstaufen, das sind sogar die meisten, aber kannst du mir einmal eine Stelle zeigen in der es heißt das man nur erwachsene taufen darf. Die ersten Christen stammten aus dem Judentum und wahren daran gewöhnt Kinder durch die Beschneidung in die Gemeinschaft aufzunehmen, es müsste für sie eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein das bei der Taufe fortzusetzen.

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@Klaus02

Natürlich gibt es keine Einschränkung nur Erwachsene zu taufen. Es gilt aber der Grundsatz dass ein Mensch geistig so reif sein muss, dass er sich aus freien Stücken persönlich zum Glauben an Jesus Christus entscheiden kann. - Dazu braucht man nun einmal zwangsläufig, bis vielleicht auf wenige "ganz helle und frühreife Köpfe" ein bestimmtes Grundalter. Ich hoffe das leuchtet dir ein.

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@pasmalle

Dann glaubst du also nicht das die Gnade Gottes, sondern die rechte Erkenntnis rettet?

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@Klaus02

Was soll dieses alberne Fragen im Verhörstil? - Erstens geht es bei der Frage augenblicklich um die biblische Begründung der Kindertaufe und nichts anderes. Zweitens glaube ich an die Inhalte des Neuen Testaments. Ich hoffe damit sind alle Fragen beantwortet.

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@pasmalle

Ich möchte dir einmal aufzeigen was passiert wenn eine Frage zum Glauben oder besser gesagt zu den konfessionellen Ansichten gestellt wird. Zuerst kommen die Antworten in denen jeder seine Ansichten darlegt, danach kommen die Evangelischen, vor allem die Freikirchlichen und fangen an die anderen Ansichten zu kritisieren. (Hier tauchen auch noch eine menge Zeugen Jehovas auf) Und dann fangen die immer gleichen Diskussionen an die nicht selten einen sehr monotonen Charakter mit ihren immer gleichen Argumenten aufweisen. Scheinbar gibt es Christen die andere Meinungen nur schwer ertragen können. Erfahrungsgemäß bringt es nichts zu schreiben das man keine endlosen und unfruchtbaren Diskussionen mit den immer selben Themen und Leuten führen will, auch der Verweis darauf das man einen Einwand schon 2,3,4,... mal beantwortet hat bringt nichts.

Das wirkungsvollste ist wenn man die Schwachstellen seines Gegenübers herausfindet, hat man zwei drei Diskussionen klar "gewonnen" hat man meist auch ruhe vor ihnen. (Deshalb bekomme ich auch keine Kommentare von den ZJ, die wissen das sie verlieren) Du hast geschrieben das "gibt es aber ganz exakte Anweisungen", was ein typischer Kommentar für solche Antworten ist. Damit kann ich dich gut kriegen, entweder du gibst zu das es nicht stimmt oder du verrennst dich in endlosen versuchen es zu beweisen.

Im Grunde finde ich deine Antworten sogar recht gut, sie sind immer Sachlich und freundlich und müssen als absolut positive Beispiele angesehen werden. Trotzdem verbitte ich mir ein ständiges zerreden meiner Antworten, ich mache das bei dir auch nicht.

Liebe Grüße, Klaus

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Hallo Wilfri

Es gibt keine biblische Begründung für die Kindertaufe - wohl aber gib es viele biblische Hinweise auf die Erwachsenentaufe.

Zwar hat die Kindertaufe eine „uralte Tradition“, aber verurteilte Jesus nicht gerade diejenigen, die „ . . . das Gebot Gottes um ihrer Traditionen willen ungültig machten . . .“ ? (Matthäus 15:6, nach Zink).

Über Jesus selbst, den Du ja in Deiner Frage als Beispiel erwähnst, heißt es Markus 1:9, 10: „Jesus . . . wurde von Johannes im Jordan getauft. Und sogleich, als er aus dem Wasser heraufkam, sah er die Himmel sich teilen.“ Taufe war also gleichbedeutend mit Untertauchen.

Auch in der Apostelgeschichte 8:38 liest man vom Untertauchen: „ . . .Sie stiegen beide in das Wasser hinab, sowohl Philippus als auch der Eunuch; und er taufte ihn.“ (siehe auch Johannes 1:33)

Hinzu kommt die ebenfalls klare biblische Aussage zu der Frage, was einer Taufe vorausgehen sollte.

In seinen Abschiedsanweisungen an seine Jünger sagte Jesus: „. . . Geht daher hin, und macht Jünger aus Menschen aller Nationen, tauft sie im Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes,  und lehrt sie, alles zu halten, was ich euch geboten habe. . . . “ (Matthäus 28:19, 20)

Jünger sind Lernende. Sie sollten nach Jesu Anweisung sogar so gut unterrichtet worden sein, dass sie in der Lage waren „alles zu halten; was ich euch geboten habe“ - damit wären kleine Kinder völlig überfordert!

Und genau so verfuhren die ersten Christen.

Über einen der frühen Evangeliumsverkündiger berichtet die Apostelgeschichte 8:12: „Als sie aber Philippus glaubten, . . . ließen sie sich taufen, sowohl Männer als auch Frauen.“ - Beachte bitte die Reihenfolge und - von Kindern wird dort nichts gesagt.

Auch über die Bekehrung des Saulus wurde schriftlich festgehalten: „. . . Und sogleich fiel es ihm wie Schuppen von den Augen, und er konnte wieder sehen, und er stand auf und wurde getauft,“ (Apostelgeschichte 9:18)

Nur wenige Jahrzehnte später entwickelte sich langsam aber stetig der Abfall vom wahren Christentum - genau so, wie von der Bibel warnend vorhergesagt. In 1. Timotheus 4:1-3 kann man beispielsweise lesen: „. . .Die inspirierte Äußerung aber sagt ausdrücklich, dass in späteren Zeitperioden einige vom Glauben abfallen werden, indem sie auf irreführende inspirierte Äußerungen und Lehren von Dämonen achtgeben,  durch die Heuchelei von Menschen, die Lügen reden, die in ihrem Gewissen gebrandmarkt sind, die verbieten zu heiraten . . .“ u.s.w

Daher kam es, dass Origenes (185—254 u. Z.) schrieb: „Nach dem Brauch der Kirche werden sogar Kinder getauft“ (Origenes, Homilien VIII in Levitikus, Kap. XII).

Dieser Brauch wurde von der Synode von Karthago (252 u. Z.) bestätigt.

Der Kirchenhistoriker August Neander allerdings erinnert an den ursprünglichen, biblischen Hintergrund und schreibt: „ . . . dass „Glaube und Taufe immer miteinander verbunden wurde, so fand auch höchst wahrscheinlich nur in den Fällen, wo Beides zusammentreffen konnte, eine Taufe statt und der Gebrauch einer Kindertaufe lag diesem Zeitalter [1. Jahrhundert] fern. . . . dass erst so spät . . . eine Spur der Kindertaufe vorkommt und sie erst im Verlaufe des dritten Jahrhunderts als apostolische Überlieferung anerkannt wurde, . . . zeugt vielmehr g e g e n als f ü r die Annahme eines apostolischen Ursprungs derselben“ (Geschichte der Pflanzung und Leitung der christlichen Kirche durch die Apostel, Bd. I, S. 213).

Die Bibel ermuntert daher Eltern, ihre Kinder „von frühester Kindheit an“ über geistige Dinge zu belehren (2. Timotheus 3:14-17). Im Laufe der Zeit werden sich die Kinder dann aus eigenem Antrieb Jehova hingeben und dies durch die Wassertaufe symbolisieren. Das ist schriftgemäß und weit bedeutungsvoller und befriedigender, als zuzusehen, wie an einem kleinen Kind, das noch nichts begreifen kann, ein formeller Ritus vollzogen wird.

Noch etwas:

Wenn das Kind eines Christen vor der Taufe stirbt, müssen die Eltern nicht befürchten, dass es in eine feurige Hölle oder in den Limbus kommt. Die Bibel lehrt, dass die Toten ohne Bewusstsein sind (Prediger 9:5, 10). Eltern können daher Trost aus der Auferstehungs-Verheißung Jesu schöpfen, dass „die Stunde kommt, in der alle, die in den Gedächtnisgrüften sind, seine Stimme hören und herauskommen werden“, und zwar mit der Aussicht auf Leben in einem wiederhergestellten Paradies (Johannes 5:28, 29; Lukas 23:43).

Diese biblisch begründete Hoffnung ist weit tröstlicher als veränderliche — und verwirrende — menschliche Traditionen.

Leider kann ich Dir also die gewünschte biblische Begründung für eine Kindertaufe nicht liefen, weil es sie nicht gibt. Dennoch hoffe ich, dass diese Denkanstöße hilfreich sind.



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