Wie beginnt man am besten eine Hunde Zucht?

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12 Antworten


Hallo,

da ihr züchten und nicht vermehren wollt - das ist doch richtig so? - musst du folgendes überlegen:


Um im VDH zu züchten, müssen zwei Dinge geregelt werden:


- du musst Mitglied im VDH sein, einen Zwingerschutz beantragen,
entsprechende Seminare besuchen, dir viel Wissen über die Rasse
aneignen. Alle andere noch relevanten Dinge erfährst du dann über den
für dich zuständigen Zuchtwart, der für Züchter immer der erste
Ansprechpartner ist.

Und züchten sollte man eine Rasse natürlich erst, wenn man ausreichend Erfahrung mit dieser Rasse hat, viel Wissen und eben dann erst beurteilen kann,  auf WAS man in der Zucht besonderen Wert legen will. Dass man eine Menge Wissen über Genetik haben muss, ist selbstverständlich. Dass man über die "guten" Vererber und Zuchthunde (auch die der Vergangeneheit) bei der ausgewählten Rasse Bescheid wissen muss, ist ebenfalls natürlich klar.

Da ihr euch noch nicht mal für eine Rasse entschieden habt, ziehe ich hier eure Kenntnisse arg in Zweifel.


- deine Hunde müssen FCI-Papiere haben und dann auf den
erforderlichen Ausstellungen gezeigt und bewertet werden. Für jede Rasse
gibt es ganz unterschiedliche Anforderungen, da musst du dich beim VDH
informieren. Für jede Rasse gibt es auch ganz unterschiedliche
gesundheitliche Untersuchungen, die vorgeschrieben sind.


Deine Zuchthündinnen müssen angekört werden, also für zuchttauglich
befunden werden. Dazu bedarf es entsprechender Formwertnoten bei den
Ausstellungen in den vorgeschriebenen Klassen. Auch darf der Hund keine
zuchtausschließenden Fehler haben - wie gesagt, von Rasse zu Rasse
unterschiedlich. Und wenn man einen Welpen oder Junghund kauft, ist es nicht gesagt, dass aus diesem einmal ein guter Zuchthund wird.


Rüden hält man als Züchter nicht selbst, denn man weiß ja erstens gar
nicht, ob er blutlinienmäßig zu der Hündin passt und zweitens kann man
ihn ja nach kurzer Zeit schon nicht mehr verwenden, denn seine Töchter
dürfte er nicht decken. Und da man mit jeder Hündin höchstens zwei oder
drei Würfe macht, wäre ein eigener Rüde ziemlich sinnfrei. Außerdem wäre
das unnötiger Stress, denn während der Läufigkeiten muss man viel zu
sehr aufpassen, dass nichts passiert.


Ach ja, einen wichtigen dritten und vierten Faktor habe ich noch vergessen:


- du brauchst ein ziemlich gut gefülltes Bankkonto, denn die Würfe
kosten erst einmal richtig viel Geld, bevor auch nur ein einziger Euro
durch einen Verkauf hereinkommt. Wenn nichts Außergewöhnliches passiert, die Geburt normal ist, keinerlei Krankheiten auftreten etc., dann
brauchst du bis zum Verkauf 2000 - 3000 Euro (von einer normalen
Wurfstärke von 6 Welpen ausgehend). Das Geld muss vorhanden sein und
noch mind. 2000 Euro dazu, denn kommt es zum Kaiserschnitt etc., dann
sind auch diese Euros schnell verbraucht.


- Zeit brauchst du auch - also mit einer Berufstätigkeit, selbst
Teilzeit, geht das nicht. Die Welpen brauchen eine Rundum-Betreuung.

- da im VDH Etagen- bzw. reine Wohnungsaufzuchten verboten sind, brauchst du natürlich ein Haus mit Garten oder eben eine Erdgeschoss-Wohnung mit direktem Gartenzugang. Ansonsten bekommst du keine Zuchtgenehmigung.


Ach ja und bitte daran denken, das ist wichtig: als Züchter haftest
du 2 Jahre lang für alle Krankheiten deines Nachwuchses, die erblich
bedingt sind oder durch die fehlerhafte oder mangelhafte Aufzucht
entstanden sind - das kann schnell ins Geld gehen.


Und bitte glaube nicht, dass man einem Jungzüchter/Neuzüchter die
Welpen nur so aus den Händen reißen wird .... das ist nicht so.Oft genug
bleibt man auf dem Nachwuchs auch sitzen, weil entweder die Nachfrage
nicht da ist, man genau die falschen Geschlechter hat, einem die Käufer
alle überhaupt nicht gut genug sind, etc. pp. Und wenn es dann kranke
Welpen sind (auch das passiert), dann hat man sehr schnell ein großes
Problem.


Trotzdem: Gutes Gelingen


Daniela



Lies das Zuchtreglement der einzelnen Hunderassen.

Ihr müsst natürlich einen Rassehund kaufen, dem Rasse Club beitreten und hoffen, dass euer Hund mit ca. 12- 18 Monaten die Zuchtzulassung besteht.

Wesenstest Röntgenbilder Augenuntersuchung etc.

Dann folgen Züchterkurse, eine Begutachtung ob eure Wohnsituation die Mindestanforderung des Zuchtverbandes entspricht.

Das kostet erst mal sehr viel Arbeit und Geld, bevor man überhaupt nur an den ersten Wurf denken kann.

Wenn der Hund die Zuchttauglichkeitsprüfung nicht besteht, geht die Suche und Aufzucht eines möglichen Zuchthundes wieder von vorne los.

Bis zum ersten Wurf dauert das ca. 3 Jahre.

An den ersten 1-2 Würfen verdient man gar nichts, das deckt gerade mal die Investitionskosten. Vom Züchterpech, dass man einen ganzen Wurf verlieren kann oder die Hündin einen Kaiserschnitt braucht etc. ist da noch nicht mit gerechnet.

Ich habe es bei meiner Huforthopädin mitbekommen, deren Hündin - eine von Vieren - vor drei Wochen Welpen bekommen hat. Süß.

Was für ein Aufwand. Die Hündin muss eine vorzügliche Hündin sein. Sie ist mit ihr zu Ausstellungen gefahren, hat sie vorgestellt. Mit Erfolg. Tierarztuntersuchungen. Röntgenuntersuchungen. Blutuntersuchungen...

Dann hat sie einen Rüden gesucht. Da die Rasse, die sie züchtet, rel. selten ist, ist der Genpool in Deutschland klein. Da sie aber keine Inzucht wollte, ist sie mit der Hündin  - und ihren drei anderen Hündinnen -  nach Frankreich gefahren, wo es einen vorzüglichen Rüden gibt, der ihre Hündin dann gedeckt hat. Die drei anderen Mädels nicht, die fuhren nur zur Gesellschaft mit.

Sie musste auch diverse Bedingungen in der Haltung erfüllen. Nix Zwinger etc... Die Wurfkiste steht in ihrem Schlafzimmer.

Und was weiß ich noch....

Natürlich züchtet sie nicht jedes Jahr. Ihre drei anderen Hündinnen, Champions und Best of... , hat sie seit zwei Jahren nicht decken lassen. Ihre jetzigeMutterhündin wird danach auch erst mal nicht mehr gedeckt. Vielleicht auch nie wieder.

Da die Rasse, die sie  züchtet, nicht so oft vorkommt, gibt es bereits eine Warteliste von Interessenten. Und die wählt sie handverlesen aus.  Nicht jeder, der will und mit Geld wedelt, bekommt einen Hund.

Ich glaube, dass es ein schönes, aber sehr arbeitsintensives Hobby ist. Und obwohl sie die Welpen kaum unter 1500 Euro abgibt, verdient sie da nicht viel dran. Natürlich bekommen ihre Hunde auch allerbestes Futter. Pedigree Pal ist nicht dabei.


Da ja alle scheinbar immer so auf Zahlen aus sind, hab ich mal im Schnelldurchlauf versucht alles grob aufzulisten. Aber: ich züchte selbst nicht!! Bitte liebe anwesenden Züchter, korrigiert mich wenn ich grobe Fehler drin hab oder was vergessen hab. 

Welpe: 1500 Euro
Jahresbeitrag Verein: 60 Euro
Kosten für Zwingeranmeldung und Abnahme: 200 Euro
Laufende Kosten für's groß ziehen:
Ca 130 Euro Monat = 1560 Euro Jahr
Mindestens drei Ausstellungen bis zur Zuchttauglichkeit (Nenngeld, Spritkosten, Hotel...): mind. 500 Euro
Zweites Hundejahr laufende Kosten: ca. 1000 Euro
Deckakt: ca. 500 bis 1000 Euro
Untersuchungen der Hündin vor und während Trächtigkeit: mind. 150 Euro

Fazit: wenn's gut läuft 6000 Euro bis zum ersten Wurf. Und nicht zu vergessen das Gebet das die Geburt ohne Probleme und ohne Kaiserschnitt (ca. 1000 Euro) verläuft.

dsupper 10.08.2017, 15:14

lol - und damit ist immer noch nicht gesagt, dass dieser gekaufte Welpe sich überhaupt als Zuchthund eignen wird.

Ein schlimmerer Zahnfehler, eine Fehlfarbe, ein anderer zuchtausschließender Mangel - und die Körung ist vorbei. Dass man auch ansonsten nicht unbedingt mit jedem Hund, der keine zuchtausschließenden Fehler hat, züchten sollte, braucht man einem ambitionierten Neuzüchter nicht zu sagen.

Und immer daran denken: reine Wohnungs- und Etagenaufzuchten sind im VDH verboten - Garten und Erdgeschosswohnung oder Haus somit Pflicht.

5
Jesaya007 10.08.2017, 15:16
@dsupper

Danke. Das hatte ich vergessen. Wird der Hund nicht zuchttauglich, geht die Prozedur natürlich von vorne los. Selbes Spiel, selbe Kosten. 

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Goodnight 16.08.2017, 09:53

Züchterkurse, Ausbau der Zuchtstätte, Untersuchungen etc. sind in deiner Rechnung noch nicht enthalten.

0
Jesaya007 16.08.2017, 15:56
@Goodnight

Ach Herr je. Das kommt ja auch noch dazu. Glaub kynologischer Basiskurs und Neuzüchterschulung müssten so bei jeweils ca. 180 Euro liegen. Untersuchungen je nach Rasse zwischen 100 und 800 Euro. Ausbau der Zuchtstätte....? Das ist wohl nach oben offen denk ich, weiß ich aber nicht. 

Das überhaupt noch jemand behauptet das Züchter sich goldene Nasen verdienen...

0

Ihr wollte vermutlich nicht züchten sondern vermehren.

Wollt ihr ernsthaft züchten, werdet Mitglieder im VDH und besucht erst mal viele, viele Seminare wo ihr über Genetik und all das wichtige Zeug lernt.

Und dann überlegt ihr euch noch mal ob ihr züchten wollt.

Ihr werdet damit übrigens kein Geld verdienen. Züchten ist ein teures HOBBY in das ihr sehr viel Geld investieren müsst. 

Ihr müsst eine Hündin kaufen, mit ihr auf Ausstellungen gehen, viele gesundheitliche Checks und dann wird entschieden ob euer Hund überhaupt zur Zucht zugelassen wird.

Wird sie nicht zugelassen, könnt ihr eure Pläne mit dieser Hündin gleich über den haufen werfen. Dann dürft ihr mit ihr nicht züchten. 

Habt ihr euch auch nur ansatzweise Gedanke über all so was gemacht?

Und seriöse Zucht bedeutet noch viel mehr als das da oben genannte. 

Wenn ihr den zukünftigen Hunden was gutes tun wollt, dann lasst es. Es gibt genügend Hunde die ein Zuhause suchen. Die Tierheime sind voll. Ausserdem ist eine Zucht eine verantwortungsvolle und teure Aufgabe. Ohne Anschluss von einem Zuchtverband eine Züchtung anzufangen bedeutet für mich, dass das angeblich schnelle Geld nur im Vordergrund steht.

Du musst Mitglied im entsprechenden Rassehundeverein im VDH sein und dort eine Neuzüchterschulung besuchen. 

Das sollte dann reichen um festzustellen das ihr doch keine Hundezüchter werden wollt. 

Eine GUTE Hundezucht beginnt man gar nicht, denn...


...es gibt genug Hunde in Tierheimen, genug vermeintliche Züchter die nur die Dollarzeichen in den Augen haben und mehr als genug unfähige Hundehalter und last but not least gibt es genug Hunde die unter diesen Voraussetzungen zu leiden haben! 

...somit ist eine gute Zucht gar keine Zucht. 

Goodnight 10.08.2017, 14:53

Von Hundezucht verstehst du rein gar nichts. Würden alle Leute ihren Hund nur bei seriösen Züchtern kaufen, hätten wir das Hundeelend gar nicht.

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Elocin2910 10.08.2017, 15:20
@Elocin2910

Da wir aber immer noch zu einem hohen Anteil Vermehrerzuchten haben und nicht in diesem rosaroten Wunschland worin nur Leute ihre Hunde bei seriösen Züchtern kaufen leben (was übrigens den ausländischen Anteil immer noch nicht aufhebt), bleibt meine Meinung somit bestehen.

Damit und dafür brauchts dann mal so gar keine Ahnung von Hundezucht, sondern nur klaren Menschenverstand!  

1

Mein Rat: sucht euch einen Job in einem guten Tierheim. Dann werdet ihr bald merken, dass zur guten Hundezucht mehr gehört als nur eine Idee...

Goodnight 10.08.2017, 14:50

Tierheime haben mit Hundezucht gar nichts zu tun und schon gar keine Ahnung von Hundezucht.

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Joanne17 10.08.2017, 14:54
@Goodnight

Aber man kann erleben, was aus Hunden werden kann, die nicht richtig aufgezogen und sozialisiert wurden

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Goodnight 16.08.2017, 12:03
@Joanne17

.. und wie diese verdorbenen Hunde vorwiegend an unerfahrene  und unfähige Menschen verschachert werden..

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Danke für eure Antworten jetzt wissen wir wo wir uns umhören müssen 😊 

Wir könnten uns zusmmentun

Coconut10 10.08.2017, 14:41

Wie zusammentun

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LukaUndShiba 10.08.2017, 14:49

Wollte kein danke geben. 

Vermutlich bist du auch ein vermehrer und kein Züchter oder kein Züchter im Verein? 

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Sonnenzucht 10.08.2017, 14:52

wahrscheinlich bin ich der Teufel

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LukaUndShiba 10.08.2017, 14:56
@Sonnenzucht

Ein seriöser Züchter fragt niemanden, schon garnicht jemanden wie den FS, ob man sich mit ihm zusammen tun will.

Wozu sollte das von Nöten sein.

Und der Text in deinem Profil klingt auch eher nach "damit Geld verdienen wollen" anstatt seriös züchten.

Denn seriöse Züchter bekommen so gut wie NICHTS da raus und können sich von einer Zucht auch keine Existenz aufbauen.

Das können nur vermehrer die kranke Hunde verkaufen.

Züchten ist ein teures Hobby das viel, viel Geld frisst aber KEINES produziert. 

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Sonnenzucht 10.08.2017, 15:08

Ja hab ja gesagt ich bin der Teufel und unseriös auch

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Aus Deiner Frage lese ich nur,Ihr seit für die Hundezucht nicht geeignet. Und das meine ich wirklich nicht böse,aber ehrlich! 

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