Wie beginnt Magersucht? Wie halten Menschen das aus?

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9 Antworten

Schwierig: Ich versuchs mal so. Magersucht beginnt im Kopf, ist eien psychische Krankheit. Und da ist der wille oft recht stark. Die wollen ihr ziel unbedingt erreichen. ähnlich wie Sportler. Dafür ist ihenen (fast) alles recht. Sie können sich dann irgendwann auh gar nicht mehr selbst steuern. Und nehmen das hungern und Hunger habaen als gegeben und selbstverständlich hin.

das ist eine geschichte einer magersüchtigen die ihre sucht zu überwinden geschaft hat, ich glaube es kann dir um einiges helfen und dir viele Fragen beantworten

Das ist Hannas Geschichte: Sommer 1996. In ihrem Spiegel sieht Hanna ein dickes Mädchen, das dringend abnehmen sollte. Die hervorstehenden Beckenknochen und Rippen, die eingefallenen Wangen – all das sieht sie nicht. Hanna ist zu diesem Zeitpunkt 14 Jahre alt. „In meinem ?Leben drehte sich alles nur um eines: Meine Waage. Ich habe sie direkt in die Mitte meines Zimmers gestellt.“ Doch so oft sich Hanna mit ihren klapperdünnen Beinchen auch auf die Waage stellt – nie zeigt sie das „richtige“ Gewicht an. Hanna: „Dabei waren mir selbst Klamotten in Größe 34 zu groß, aber ich war felsenfest davon überzeugt, ich müsse noch mehr abnehmen.“ Und Hanna nimmt weiter ab. Regelmäßig wird ihr schwarz vor Augen. In solchen Notfällen „erlaubt“ sie sich einen viertel Apfel. Um diesen wieder „runterzubekommen“, verbietet sie sich zu sitzen. „Ich redete mir ein, dass ich stehend mehr Kalorien verbrauche. Ich schlief auch kaum noch“, sagt sie, „weil ich glaubte, im Schlaf weniger Kalorien zu verbrennen als wach“. Das reicht aber immer noch nicht: Hanna zwingt sich jeden Tag zum Sport – bis zur totalen Erschöpfung. Die Warnsignale ihres Körpers werden dabei immer lauter. Hanna fallen die Haare aus, ihr Herz schlägt immer langsamer und ihre Knochen werden porös wie die einer alten Frau.

Hanna erinnert sich: „Was meine Familie aber noch viel härter traf, war die Tatsache, dass ich gar nicht gesund werden wollte.“ Sie hat alle Konsequenzen ihrer Magersucht akzeptiert, „Nichts zu essen, war mein Lebensinhalt. Wenn Sterben dazugehörte, dann war das eben so“, sagt Hanna, die heute diesen Gedankengang selbst nicht mehr verstehen kann. „Ich war davon überzeugt, dass das Problem nicht bei mir lag, sondern bei den anderen.“ Niemand kann zu ihr durchdringen, weder Freunde noch die Familie. Hanna lügt alle an: Sie habe eine Magen Darm-Grippe oder eine Ernährungsallergie. Bei ihren Täuschungsmanövern zieht sie alle Register: „Zu Hause verteilte ich Brotkrümel und platzierte Jogurtbecher im Mülleimer, den Inhalt kippte ich in den Ausguss“. Mit 15 Jahren wird sie schließlich nach einer Kontrolle im Krankenhaus nicht mehr nach Hause gelassen. Aber als sie wieder daheim ist, hungert Hanna weiter. Irgendwann wiegt sie schließlich nur noch 40 Kilogramm bei einen Größe von 1,70 Meter. Hanna: „Ich war so schwach, dass ich kaum alleine aufstehen konnte. Aber dass ich magersüchtig war, glaubte ich immer noch nicht.“ Kurz vor ihrem 19. Geburtstag folgt ein erneuter Rückschlag. Hanna muss wieder stationär behandelt werden. Ihr Lebenswille ist endgültig gebrochen – von den Ärzten, die sie nur mit ihrer Familie telefonieren lassen, wenn sie isst. Und von einem Dasein, das nur dann einen Sinn für sie hat, wenn sie hungern kann.

Hanna versucht, sich zweimal innerhalb von fünf Wochen das Leben zu nehmen. So unfassbar es klingt: Der Selbstmord ihrer magersüchtigen Freundin Juli rettet ihr das Leben. Hanna: „Sie hatte Tabletten geschluckt und sich im Fluß ertränkt.“ Wut, Zweifel, Frustration steigen in Hanna auf. Aber zum ersten Mal seit langem empfindet sie wieder etwas. „Ich wusste, dass ich mich jetzt ein für alle Mal entscheiden muss: Gehe ich denselben Weg wie Juli oder fange ich an zu leben?“ Hanna entscheidet sich fürs Leben. „Ich habe mir endlich von meiner Familie helfen lassen. Die Waage habe ich übrigens weggeschmissen.“ Heute ist Hanna 24 und hat ihre Sucht zu Hungern überwunden: „Mir geht’s so viel besser“, sagt sie „Ich achte nicht mehr auf mein Gewicht. Und ich esse, was ich will. Kakao mit Schlagsahne ist mein Liebstes. Ich kann gar nicht verstehen, wie ich jemals darauf verzichten konnte.“ Fast jedes Mädchen kennt dieses Gefühl: Man ist mit seinem Gewicht oder seiner Figur unzufrieden. Bei der einen sind es die Oberschenkel, bei der nächsten der Bauch und die dritte meint, sie hat einen dicken Po. Was mit einer scheinbar harmlosen Diät beginnt, kann schnell zu einer ernsthaften Essstörung führen. Der Grat zwischen einer Diät und einem nicht mehr ganz normalem Essverhalten ist sehr schmal.

An alle, die hier schreiben, dass Magersucht nur dann entsteht, wenn man eine Diät übertreibt, sollten sich mal besser schlau machen, bevor sie Unsinn verzapfen.

Übertriebener Leistungsdruck der Eltern, falsche Vorbilder, Hass des eigenen Körpers, sexueller Missbrauch, stille Hilferufe, Kontrolle des eigenen Körpers weil einem ansonsten alles vorgeschrieben wird, bevorzugte Geschwister, Eltern denen man gleichgültig ist, übertriebener Ehrgeiz/Perfektion ... DAS sind die häufigsten Auslöser.

Bitte mal nachlesen: http://de.wikipedia.org/wiki/Anorexia_nervosa

Kreislaufprobleme sind den Leidenden egal. Lieber etwas Traubenzucker, um nicht umzukippen, als sie etwas richtiges essen.

Je weniger man isst, desto kleiner wird der Magen und man braucht dann auch nicht mehr so viel, um satt zu werden.

Das stimmt. !!!

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Magersucht beginnt normalerweise mit einer Diät, die außer Kontrolle gerät. Das Glücksgefühl, das magersüchtige auf der Waage empfinden, wenn sie abgenommen haben, führt sie in die Sucht. Die Maßnahmen werden intensiviert (weniger essen, mehr Sport). Hungergefühl wird zum Normalzustand und irgendwann als angenehm empfunden, weil es ihnen zeigt, dass sie auf dem "richtigen Weg" sind. Der Drang nach Perfektion führt eine große Angst vor einer Gewichtszunahme mit sich. Es wird aber nicht jeder Mensch, der eine Diät macht, magersüchtig. Dazu gehören ein geringes Selbstwertgefühl, starke Selbstzweifel bis hin zur Selbstablehnung, Perfektionismus und Probleme im Leben, die durch das Streben nach Perfektion kompesniert werden.

es ist ja schließlich eine sucht. und süchte tun immer weh. alkoholsucht tut weh; drogensucht tut weh, auch magersucht. aber eine sucht kann niemand nachvollziehen, der selbst niemals abhängig war. die süchtigen tun das nicht aus einem eigenem willen- es ist die sucht, die sie dazu zwingt. und das aushalten ist die kunst dabei.

Ist die Sucht erst einmal da, dann merken die Betroffenen am Anfang nichts von den Krankheitszeichen! Es ist die Besessenheit dünn zu werden, die dann alles andere überdeckt - und genau darin liegt die große Gefahr!

Meistens beginnt es mit einer Diät. Die Mädchen steigern sich im Lauf der Diät immer mehr in das Abnehmen reit. Irgendwann entsteht ein großes Kopfkino, "du bist fett, du musst abnehmen!!" .. obwohl das Mädchen oder der Junge vielleicht schon zu dünn ist.

Die Kreislaufprobleme sind Ihnen relativ egal, sie fixieren sich nur daraus, dünn zu sein.

das ist einfach ein teufelskreis. sie finden sich zu dick, essen nichts mehr, nehmen ab und merken nicht mehr, wann es mit dem abnehmen reicht... wie wärs wenn du das mal googlest !?

die Magersucht ist ja auch ein psychisches Problem..

wieso auch? nur- wie jede sucht auch!

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