Wie bedeutend ist die Rolle des Glücks und Zufalls im Leben?

2 Antworten

Glück und Zufall sind die Sicht aus der persönlichen Perspektive auf die Tatsache, dass das Sein eine große reziprok vernetzte Verflechtung ist, die wir in Details nicht überschauen und aus Unwissen oft anders erwarten, als es dann eintrifft. So werden unsere Lebensstrategien immer wieder über den Haufen geworfen, was besonders schmerzhaft sein kann, wenn man sich an diese Erwartungen zu fix geklammert hat. Gegebenheiten sind nur misslich oder günstig in Bezug auf die persönlichen Erwartungen. Hinter vielem enttäuscht sein dieser Art steckt nicht selten der Vergleich: Der hat aber und ich nicht. Mit diesen Vergleichen und unrealistischen Erwartungen kann man sich sein Leben selbst mies machen. Da beneidest Du eine Person, weil sie lächelnd in einem schicken Auto fährt und weist nicht, dass ihr Leben durch die Krebskrankheit bald zu ende ist. Alles das hält Dich nur davon ab, Dein eigenes Leben zu führen. Es geht doch letztlich nicht darum, viel zu haben (was selten eine inner Leere verhindert), sondern viel Erfreuliches und Befriedigendes gemacht zu haben. 

Ja, das stimmt wohl, Vieles ist einem einfach in die Wiege gelegt oder auch nicht. Aber es ist erstmal ``normal´´ so, wie es ist, weil man es ja nicht anders kennt. Erst im Vergleich mit Anderen erkennt man Unterschiede.

Dann, daß man von Möglichkeiten und Gelegenheiten die ``sich unkontrollierbar an einem ereignen´´ (so hab' ich's gelesen, meinst Du das so?), stimmt solange, wie man es zuläßt und die Zügel nicht in die eigene Hand nimmt. Es gibt ja auch "das Glück des Tüchtigen". Das gilt nicht nur für "tüchtig", sondern überhaupt generell dafür, daß man zB Ziele oder Pläne hat und etwas dafür tut, daß sie wirklich werden. Wer seiner Sache ``eifrig´´ hinterher ist, der wird auch sich an Widrigkeiten nicht so sehr aufhalten, sondern weiter sein Ziel verfolgen, also auch ab und zu das Glück haben, daß etwas günstig ist oder daß etwas oder jemand hilft, oder daß ihm glückliche ``Zufälle´´ (aber eigentlich nur rein statistisch wahrscheinlich sind) passieren. Das gilt für einen Handwerker, der mit Leidenschaft einen Tisch baut, genauso wie für den Bayern-Dusel in letzter Sekunde

Wer alles nur auf sich zukommen läßt, der darf sich nicht wundern, daß es sich manchmal (wieder schon nur rein statistisch wahrscheinlich) nicht so entwickelt, wie man es sich  w ü n s c h t  (anstatt es zu TUN, don't dream it - DO IT!). (Daß alles von ganz alleine so paßt, wie es für Dich schön und gut ist, ist ja höchst unwahrscheinlich)

Wer an etwas fest glaubt - den Sieg bis zuletzt oder daß der Tisch gut wird - der verhält sich auch so, daß ihm manchmal das Glück winkt - wer das nicht tut, der kriegt erst gar nicht die Gelegenheit.

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Die Antwort ist also:

Wie bedeutend Glück, Zufall oder Pech für einen sind, hängt von jedem selber ab.

Aber es stimmt natürlich .. im ärmlichen oder zerrütteten oder problematischen Milieu hat man es einfach ungleich schwerer, und schlechtere Chancen auf ein normales Leben zB. Das gilt aber ähnlich für "Sohn oder Tochter von", die nicht selbstständig sich entwicklen konnten im goldenen Käfig mit strenger Etiquette. Und auch von Krankheit und Katastrophen werden wir weitgehend gleichbehandelt ohne Ansehen der Person.

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