Wie baue ich zu einem preiswerten, größeren Offenstall?

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6 Antworten

Ich denk grade über die Dachform nach: Pultdach ist das Optimale, weil der Schnee dort abrutscht, wo die Pferde sich nicht aufhalten. Und von der Größe ist das nicht so sehr abhängig. 150 qm gehen locker noch mit Pultdach. Aber wegen der Schneelast ist die Frage, welche Steigung Du machen muss und das hängt wieder mit der Eindeckung zusammen. Auf Blech rutscht der Schnee einfach besser ab als auf Ziegeln etc. Das könnte nhoch werden. Alternativ müsstest Du sehen, ob Du das Dach abräumen kannst, wenn mal wirklich was liegen bleibt. Beim Giebeldach ist's halt blöd, wenn der Schnee am Eingang abrutscht. Dann hast zum einen vielleicht ein getroffenes Pferd und zum anderen immer einen Schneehaufen, der platt getreten wird, den Du also auch nicht mehr einfach weg räumen kannst. Da wäre dann der Eingang an der Giebelseite wieder glücklicher, aber normal sollte ja der Eingang an der Längsseite sein, damit einfach mehr Ausweichmöglichkeiten da sind.

Bei 150 qm brauchst meines Erachtens im Innenraum keine Stützen, es reicht, wenn Du mit Unterzügen arbeitest - wird sich errechnen je nach Material. Bei unserer großen Liegehalle besteht die Rückwand und die Hälfte der Seitenwände aus Stahlbeton-Fertigteilen, auf denen die Dachkonstruktion aufsetzt, die vordere Hälfte der Seitenwände ist mit Windschutznetzen gemacht. Wir haben ein gutes Stück mehr als 150 qm und das Dacht ist an der offenen Längsseite nur einmal mit einem Stahlträger abgestützt. Ich denke, so eine Stahlbeton-Stahlträger-Zimmermannsdachstuhl-Mischbauweise rechnet sich umso mehr, je größer das Ding ist, sollte man aber bei 150 qm schon in Betracht ziehen. Vielleicht gehst mal zum Bauunternehmer und zum Zimmermann und fragst, nach Planungs- und Baukostenabschätzung. Ob es Systembauten gibt, die man quasi nur aufstellen muss, nachdem das Fundament gesetzt ist, weiß ich schon wieder gar nicht. Selbstbau scheitert meines Erachtens an den Querschnitten und damit dem Gewicht der Träger, einen Kran wirst brauchen und einen Kranführer und dann zahlst für die Träger, Verbindungsmittel etc. schon fast so viel wie für einen Komplettbau.

Hast Du große Offenställe in Deiner Gegend? Dann würd ich Dir fast raten, gönn Dir einen Tag Rundfahrt und versuch, mit den Betreibern zu sprechen, wo sie Vor- und Nachteile sehen. Oft wird was toll empfohlen, bewährt sich aber dann nicht.

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da wendest dich am besten an einem zimmermann,der kann dir schon mal sagen welche balkenquerschnitte du verwenden sollst auch die preise für verschied.varianten.pultdach ist immer möglich man sieht es was die für photovotaik in die landschaft stellen.bei uns in bayern darf er dir sogar nen plan machen wegen statik.würde mal an deiner stelle von andern pferdehaltern meinungen einholen und welchen betrieb sie empfehlen,so kleine zimmereibetriebe vom land sind oft preiswert und schnell und lassen gern eigenleistung zu.vor allem sind es fachmänner die man gut fragen kann was besser ist.fällt mir gerade noch ein,wenn in ortsnähe bietet sich photovoltaik gleich mit an,da zahlt er sich fast selber ab

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Bei dieser Größe wird auch das Dach einiges an Fläche und Masse mit sich bringen. Du musst so oder so also den Bau genehmigen lassen. Um weder Mensch noch Tier zu gefährden würde ich an deiner Stelle einen Statiker zu Rate ziehen. Der weiß genau, wo man was hinbauen muss, um nicht alles einstürzen zu sehen und den Platz optimal (und auch preisgünstig) zu nutzen.

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Kommentar von Rathilda
09.10.2011, 10:06

Danke für die Antwort! In unserem Bundesland sind Bauten landwirtschaftlicher Betriebe für den vorübergehenden Aufenthalt von Tieren bis 150 qm genehmigungsfrei. Statik ist natürlich trotzdem erforderlich.

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Besorg Dir mal "Umwelt- und tiergerechte Haltung von Hein-, Nutz- und Begleittieren", gibts sicher in irgendeiner Bibliothek. Da sind verschiedene Untersuchungen drin zur Einrichtung von Offenställen, auch für Freßstände, und auch zu verschiedenen Möglichkeiten, die Bewegungsmuster der Tiere zu steuern und die ggf nötigen Ausweichmöglichkeiten für rangniedere Tiere zu schaffen, mitsamt einer ganzen Seite weiterführender Literatur.

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Preiswert? Ein OS für 12 Pferde?

Träum weiter, da wirst Du sicherlich 10 000 € los, wenn das etwas ordentliches und haltbares mit pferdesicherer Statik werden soll.

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Kommentar von Rathilda
11.10.2011, 08:57

Das wäre ja wohl preiswert, denn die Baukosten liegen in deinem Beispiel bei nur 67 EUR/m². Und wie meinst du, ist das für 10.000 EUR zu schaffen?

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Das ist eine Frage, die Dir vielleicht in diesem Forum eher beantwortet werden wird: http://www.offenstallwelt.de/offenstall-forum.html

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Kommentar von Rathilda
09.10.2011, 10:07

Danke für den Tipp - leider gibt dieses Forum auch nicht mehr her als die anderen, die ich schon fand. Fast immer werden nur Ställe für 2 bis 4 Pferde besprochen.

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