Wie aussagekräftige letzte Ansage nach Kündigung?

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4 Antworten

Ich habe nach 3 Jahren Hölle in meiner Ausbildung entschlossen diese abzubrechen.

Bitte entschuldige, wenn ich so deutlich werde, aber hast du sie noch alle? Du hältst drei Jahre durch und gibst kurz vor dem Ziel auf? Ich hoffe, du hast eine Alternative, damit die drei Jahre nicht für die Katz' sind.

Nun werden wir morgen die restlichen Arbeitsmaterialien abgeben und möchten mit einer letzten Aussage noch einmal richtig abtreten.

Lasst das lieber. Mit Pauken und Trompeten abzutreten, hat den unangenehmen Nebeneffekt, dass das ziemlich lange nachhallen kann. Es kommt nicht selten vor, dass eventuelle Arbeitgeber sich über ihre "Kandidaten" informieren...

Und noch etwas lasst euch bitte sagen: Redet bei Vorstellungsgesprächen und bei einer neuen Stelle niemals schlecht über einen ehemaligen Arbeitgeber - selbst wenn es der Wahrheit entspricht! Das ist ein No Go!

Auch wenn ich euren Frust verstehen kann, rate ich dringend von eurem Plan ab. Das beste ist: Arbeitsklamotten abgeben und wieder gehen!

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MadameMb 29.08.2016, 12:44

Danke für deine Antwort ;)

Ich werde keinen neuen Arbeitgeber haben denn ich gehe jetzt dem weg der Selbstständigkeit und es läuft sehr gut an, ich hatte diese Ausbildung nur wegen des Scheins begonnen doch jeder hat uns nun geraten es zu lassen.

Leider wäre es ehr auf einen Zusammenbruch als auf das Ende der Ausbildung hinausgelaufen.

Es geht mir nicht darum die Chefs "anzuschießen" Sondern endlich meine Meinung zu vertreten und abzuschließen.

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DarthMario72 29.08.2016, 12:58
@MadameMb

OK, dann nehme ich mein "hast du sie noch alle" natürlich gerne zurück. :)

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Taderius 29.08.2016, 15:18
@MadameMb

Schreibe ich hier auch noch was dazu: Die Ausbildung hätte ich an deiner Stelle noch zu Ende gebracht. Und wenn nur in einer anderen Firma. Das wäre kein Problem gewesen und du hättest immer was Positives im Leben gehabt (den Abschluss, nicht die Tortur). Wenn du dich jetzt mal bewerben willst, mußt du immer schreiben "Halbes Jahr vor Ende abgebrochen". Das ist doch Mist.. Damit verschenkst du drei Jahre deines Lebens.. In meiner Klasse waren auch drei, die es besser wussten. Allesamt Hilfsarbeiter geworden. 
Das mit der Selbstständigkeit stell dir mal nicht so leicht vor. Ich weiß ja nicht, was du vor hast und vielleicht hast du ja dein Glück schon in dichten Tüten, aber in der heutigen Zeit ist es verdammt schwer ein Bein zu fassen. Am einfachsten ist es vermutlich noch mit "künstlerischen Berufen". Tätowierer, Grafiker usw. Aber auch nur, wenn du was drauf hast. Oder eben eine bereits laufende Firma von der Familie übernehmen kannst. 

Ich war schon selbstständig und bin da genauso Blauäugig dran gegangen und habe viel Lehrgeld bezahlt. Dachte auch, das es toll wäre in meinem eigenen Laden zu sitzen und zu warten, bis mir die Leute das Geld bringen. Dann kam ein großer Technik Markt und das Internet. Eine kleine Plattform Namens "Ebay" kam auf und schon war das Geschäft nicht mehr so rosig. Viele Fehlentscheidungen, Kosten, die ich im Vorfeld überhaupt nicht berücksichtigt habe (allein die Krankenversicherung - wenn Privat - wird im Alter 700 Euro im Monat kosten!!!! ).. Du mußt dich selber bei der Berufsgenossenschaft versichern und deine Angestellten sowieso. Kosten, die du nur zahlst, wo du NIX wiederbekommst.. 
Naja.. Wie gesagt; Alles gute dabei und ich hoffe, dass du weißt was du tust.. 

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Um ehrlich zu sein, weiß ich nicht, was "wir" hier für "euch" schreiben sollen? Wir kennen weder euch noch den Betrieb. 

Abgesehen davon sieht es laut deiner Beschreibung nicht so aus, als ob dem Chef irgendwelche "Kränkenden Worte" etwas ausmachen, oder was meint ihr? 

Was ich nicht verstehe, warum ihr eure Ausbildung "hinschmeisst", oder macht ihr nur in einem anderen Betrieb weiter? 

Das mit dem "Hungerlohn" ist mir auch nicht klar. Denn sowohl Arbeitszeiten wie auch Lohn/gehalt sind in deinem Ausbildungsvertrag festgehalten. So läuft es nun mal. 

Das "Lehrjahre keine Herrenjahre" sind, wirst du sicherlich auch schon mal gehört haben. Und in wie weit du dort wirklich schikaniert wurdest, oder du einfach nur zu Faul warst, kann hier auch keiner Abschätzen. 

In meinem Ausbildungsbetrieb war es eigentlich immer so, dass derjenige der was kann und was lernen will auch was gelernt hat. Und jemand der wohlgesprochen zu blöde war und nach dem 10. Erklärversuch immer noch den selben Fehler macht, hat halt irgendwann ausgespielt. 

Wie gesagt, hier kann niemand sagen zu welcher Sorte du gehörst. 

Wenn du nach drei Jahren "Tortur" noch nicht weißt, was du deinen Chef an den Kopf werfen kannst, können wir das sicherlich auch nicht für dich schreiben (auch hier könnte man meinen "Nicht mal das kann er" ;) ).

Aber eins glaube ich schon, dass es deinen Chef überhaupt nicht tangiert, was ihr dort als eine "Abschiedsrede" geplant habt. Entweder steht ihr dann vor ihm und traut es euch dann trotzdem nicht, oder er will an eurem letzten Tag sowieso nix mehr zu tun haben und empfängt euch gar nicht. 

Trotzdem viel Glück auf deinem zukünftigen Berufsleben :)

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MadameMb 29.08.2016, 12:36

Danke für deine Antwort ;)

Natürlich verstehe ich das hier niemand weiß wie es wirklich war aber ihr könnt mir glauben das wir alles andere als faul sind.

Wir waren ja quasi das Team und haben von vorne bis hinten alles gemacht, natürlich sind Lehrjahre keine herrenjahre das ist klar, doch diese schickane und Psychoterror macht jeden kaputt, ob geselle oder azubi.

Natürlich ging uns jeden Tag durch den Kopf was wir zum Schluss den alles an den Kopf werfen wollen, dennoch geht es mir einfach darum ein Abschluß zu finden... Es geht ehr um das Gefühl als darum das sie sich änder werden, denn das werden sie nicht.

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Taderius 29.08.2016, 15:11
@MadameMb

Also meine Lehre war auch sehr anstrengend. Der Chef war Alkoholiker und ständig am Rummotzen und die Kollegen waren "durchwachsen". Man steht schon morgens mit flauem Gefühl auf. 

Hat mir persönlich auch den Spaß am Beruf verdorben und habe ihn dann auch irgendwann sein gelassen. Mein "Triumph" war damals einfach nur, dass ich von heute auf Morgen gekündigt habe (was man damals noch konnte, ohne um seine Existenz zu fürchten) und was ich nicht wusste, dass ein anderer Geselle ebenfalls gekündigt hatte und wenn von 4 Arbeitern und 5 Lehrlingen plötzlich zwei Arbeiter wegfallen, dann ist das schon hart. 

Ich habe drauf verzichtet meinem Chef noch letzte Worte mitzuteilen. Man sagt immer "Man trifft sich im Leben immer zweimal". Und so war es auch. Zwanzig Jahre später habe ich "ab und zu" mal mit ihm im Verein zu tun. Er redet von mir immer in den höchsten Tönen und wie Stolz er auf mich ist.. Er hat sich auch "gebessert" (Herzinfakt ist da doch recht heilsam). 

Wie gesagt.. Ich kenne deinen Chef nicht, aber du kannst es dir vielleicht auch selbst beantworten, wie er wohl reagieren würde. Ob er sich das gelassen belächelnd anhört und sich sogar noch bestätigt fühlt, oder ob er vielleicht aggressiv wird und du dich die nächsten Tage noch mit herumärgerst, oder wenn du einfach sagst, "Hier ist meine Arbeitskleidung.. Bessern Sie sich" und dich umdrehst und gehst.. 

Für dich vielleicht noch ein Tip, deinen Chef "im Auge zu behalten". Das Schicksal hat manchmal lustige Einfälle für Leute, die dich schickanierten.. Bei mir z.B.:

Erster Chef: Betriebsausfall, Herzinfakt

Zweiter: Gefängnis wegen Betrugs und Bestechung (Ausschreibungen mit Amt getürkt).

Dritter Chef: 2 Monate nach Kündigung Pleite

Vierter Chef: Vermutlich Pleite (oder weggezogen, ich find ihn nicht mehr). 

Das Schicksal wird deine Rache übernehmen ;)

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MadameMb 29.08.2016, 15:53
@Taderius

Man man man das klingt echt ziemlich heftig.... Schon seltsam was das Schicksal sich da alles gedacht hat ;)

Danke auf jedenfall für das mitteilen deiner Geschichte, das macht wirklich Mut! 

Ich denke/hoffe auch das das "Schicksal" sich da noch rächt u d werde wohl wirklich erstmal abwarten und die Kleidung Kommentarlos überreichen.

Wahnsinn was es für Zufälle gibt 

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Taderius 29.08.2016, 18:36
@MadameMb

Ich kann natürlich nur für mich und mein Leben sprechen. Aber jetzt mit Mitte 40 und im Zeitalter von Facebook und sowas wo man sich mal schnell von zu Hause aus über "vergangenes" informieren kann, ist mir das mit vielen Sachen aufgefallen. Wenn man sich "damals" tagelang darüber ausgeheult hat, warum dies oder jenes passiert ist oder warum mich diese oder jene verlassen hat, hat es dann bei nachhaltiger Betrachtung doch immer irgendwo sein gutes gehabt.. 

Wirst du vielleicht in 20 Jahren auch so sehen und trinkst dann einen auf mich und meine "Klugscheisserei" :D
Das mit dem "nix sagen" ist ein guter Zug, der dir vielleicht hinterher zunächst ärgern wird "Hättest du mal was gesagt", aber irgendwann wirst du vielleicht anders drüber denken. 

Oder sagen wir so: Du kannst dir damit zumindestens nix kaputt machen ;)

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Es ist die Frage, ob du das schriftlich machen willst oder nicht.
Du kannst beispielsweise einen Brief schreiben, dort alles hineinpacken, was passiert ist und was dich kaputt gemacht hat. Dabei ist natürlich die Frage, ob sie den lesen würden.
Das Gleiche wäre es aber, wenn du es deinen ehemaligen Chefs sagst. Sie müssen nicht darauf hören..

Am Besten: Fasse einfach für dich selbst zusammen, wie du es empfunden hast. Nutze ruhig härtere Wörter, ohne sie zu beleidigen :)

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MadameMb 29.08.2016, 12:38

Danke für deine Antwort :)

Ich möchte natürlich dennoch sachlich bleiben, ich bin einfach kein Mensch der beleidigend wird und sich auf deren Niveau stellt.

Gerne möchte ich es ihnen zum Abschluss noch einmal ins Gesicht sagen, nur muss man erstmal die Worte finden :D

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So sehr ich dir gerne helfen würde, glaube ich nicht, dass Menschen, die so skrupellos sind, sich noch einmal erschüttern oder erweichen lassen. Das Einzige, was die irgendwie noch verletzen würde wäre eine Klage wegen seelischer Grausamkeit, aber da liegt die Latte sehr sehr hoch.

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MadameMb 29.08.2016, 12:39

Danke für deine Antwort :)

Ja eine Klage ist denke ich mehr Stress als das es nutzen würde. 

Einfach einen Abschluss finden und nocheinmal die Meinung sagen, das ist der Zweck :)

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SirRamic 29.08.2016, 12:42
@MadameMb

Sich mit allen zusammen tun und auf allen bekannten Plattformen negative Bewertungen hinterlassen. Vielleicht als Gruppe ein Interview mit der Lokalzeitung: "Firma verliert alle Auszubildenden wegen schlechten Arbeitsbedingungen" oder was auch immer.

Wichtig ist, dass ihr immer sachlich bleibt und eure Aussagen belegen könnt, sonst könnte man euch wegen übler Nachrede drankriegen.

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MadameMb 29.08.2016, 12:46
@SirRamic

Genau dieser Punkt wegen übler nachrede hält uns davon ab offen darüber zu reden.

Oft gab es auf sozialen Plattformen schon üble Texte wegen der Arbeitsbedingungen von ehemaligen Mitarbeitern und deren Angehörigen, leider werden diese und die komplette Kommentarfunktion dann prompt gelöscht ;)

Sie wissen schon wie es uns geht nur ist es egal 

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SirRamic 29.08.2016, 12:58
@MadameMb

Geht nicht den Weg über Facebook-Kommentare sondern sucht euch Bewertungsplattformen wie kununu.com oder so (ist bspw. anonym).

Wenn ihr geschlossen und nicht beleidigend die Fakten erzählt, dürfte das keine wirklichen Konsequenzen haben.

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