Wie aussagekräftig sind IQ Tests und warum habe angeblich einige Ethnien einen geringeren?

6 Antworten

Die Psychologie ist eine sehr genaue Wissenschaft und Intelligenztests werden nach wissenschaftlichen Kriterien in sehr aufwendigen Verfahren konstruiert. Das bezieht sich allerdings nur auf die offiziellen psychologischen Diagnostica und nicht auf jeden Test, den man in irgendeinem Buch, einer Zeitschrift oder im Internet finden kann. Aussagekräftig sind Intelligenztests darüber hinaus nur, wenn sie unter standardisierten Bedingungen durchgeführt werden, also vollständig und unter Aufsicht eines ausgebildeten Psychologen.

Unterschiede zwischen den Ethnien lassen sich durch Intelligenztests nicht bestätigen, wenn man Variablen wie Bildung, sozioökonomischen Status etc. kontrolliert. Dass eine willkürlich herausgegriffene Gruppe einen vom Mittelwert der Grundgesamtheit abweichenden Wert haben kann, ist natürlich selbstverständlich.

Wenn du dich intensiver mit der Konstruktion von psychologischen Tests beschäftigen möchtest, reicht eine Frage bei Gutefrage nicht aus.

Ein hoher individueller Wert in einem Intelligenztest bedeutet zunächst nur, dass du in den Leistungen, die der Test misst, einen hohen Messwert hast. So genau Intelligenztests auch sein mögen (sie haben die größte Reliabilität und Validität aller psychologischen Test), ist die Brauchbarkeit als Individualdiagnosticum doch eingeschränkt: du musst von einem Fehler von etwa 10 Punkten ausgehen. Ob du in deinem Alltagsverständnis einen anderen Begriff von Intelligenz hast, als der Intelligenztest, ist möglich und sogar wahrscheinlich. Und wahrscheinlich bist du in deiner Meinung, was Intelligenz ist, auch nicht sehr konsistent und zeitstabil.

Zit.: "Studien zeigen, dass unsere Intelligenz durch eine passende Umgebung erheblich verbessert werden kann – gute Bildung, hohes Einkommen, wenig landwirtschaftliche Arbeit, reichhaltige Nahrung.

Auch das Klima wird für die Kluft der Intelligenz in manchen Forschungsarbeiten verantwortlich gemacht: Kältere Regionen tendieren zu höheren Durchschnitts-IQs.

Nun haben Forscher der University of New Mexico eine neue Studie zum Thema präsentiert, wie das amerikanische Nachrichtenmagazin «Newsweek» berichtet. Ihre Theorie: Die Intelligenz könnte stark mit Infektionskrankheiten in Verbindung stehen.

«Das Gehirn ist das kostbarste Organ im menschlichen Körper», sagt Mitautor Christopher Eppig gegenüber «Newsweek». Die Leistung des Hirns verschlingt gut 90 Prozent der Energie von Neugeborenen. Wenn nun in dieser wichtigen Phase der Entwicklung etwas diese Energieaufnahme beeinträchtigt, kann das schwerwiegende und lebenslange Auswirkungen auf das Hirn haben.

Schlusslicht Äquatorialguinea

In weiten Teilen dieser Erde bedeuten Infektionen die grösste Gefahr für Kinder. Diese Krankheiten bedrohen die Entwicklung des Gehirns. Denn der Körper muss all seine Energie darauf verwenden, das Immunsystem zu stärken um die Parasiten zu Bekämpfen.

Die Forscher haben Folgendes herausgefunden: Die Länder mit den niedrigsten durchschnittlichen IQ-Werten – Äquatorialguinea, Kamerun , Mosambik , Gabun – sind jene mit den meisten Infektionskrankheiten. An der Spitze mit den höchsten IQ-Werten stehen Singapur, Südkorea, China, Japan und Italien – diese Völker werden am wenigsten von Erregern geplagt. In modernen Staaten ist die Gesundheitsversorgung ausgeprägter und das Trinkwasser besser, das beugt Krankheiten vor.

Medikamente und sauberes Trinkwasser

Gemäss dem Buch «IQ and the Wealth of Nations» sind Wachstum und Wohlstand stärker vom Intelligenzquotienten der Bevölkerung abhängig als von den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen.

Wenn die amerikanische Studie der University of New Mexico richtig liegt, dann müsste die Förderung von sauberem Trinkwasser und der Zugang zu Impfstoffen und Medikamenten absolute Priorität in der Entwicklungshilfe haben. Die Resultate der Studie seien eine Aufforderung, Krankheiten wie Malaria in der Dritten Welt weiterhin mit aller Macht zu bekämpfen, wie «Newsweek» schreibt.

Europäische Erfindung

Zu erwähnen bleibt, dass IQ-Tests zur Messung der Intelligenz eine europäische Erfindung sind. Der Begriff Intelligenzquotient wurde 1912 von dem deutschen William Stern geprägt. Intelligenz ist nur relativ, im Vergleich zu vielen anderen Menschen innerhalb des gleichen Kulturkreises definiert. Daher ist es sehr schwierig, die Intelligenz von Deutschen, Chinesen oder Indern miteinander vergleichen zu wollen."

https://www.tagesanzeiger.ch/wissen/medizin-und-psychologie/Warum-Afrikaner-in-IQTests-schlechter-abschneiden/story/13177168

"Aufgeschnappt" ist jetzt nicht gerade die beste Quelle.

Und welche Schwarzen genau? Welches Land?

Juden: falls das ernsthaft stimmen sollte, was ich nicht weiß, würde ein Blick in die Geschichte doch wahrscheinlich reichen. Das sind Menschen, die jahrhundertelang aufs Übelste verfolgt wurden....da ist es nicht so unwahrscheinlich, dass die intelligenteren mehr Überlebenschancen hatten. Aber gerade bei einer dermaßen dezimierten Volksgruppe wie den Juden dürfte das schwer zu sagen sein....also wie das ohne all die Pogrome und der Shoa gewesen wäre.

Aufgeschnappt - Hab ich auf Twitter gelesen. Hat eine Person gepostet, die rechts ist.

Glaub es ging um Afrika, Westafrika aber auch Afroamerikaner in den USA

0
@dodoublegg40

https://www.zeit.de/wissen/2018-03/rassenlehre-abstammung-intelligenz-rassismus-usa-rechtsruck/seite-2

Ich habe jetzt nicht den ganzen Artikel gelesen, aber was auf der Seite steht, könnte es tatsächlich erklären.

Wäre dann übrigens auch Theorie 2 über Juden und IQ: die jüdische Tradition hat ja immer sehr viel Wert auf Bildung gelegt (schon alleine, weil man hebräisch lesen können muss, um die Thora zu lesen)...kann natürlich dann auch wieder Einfluss auf den IQ haben, nehme ich an.

Ich denke, dass sich beim Thema IQ einfach einiges vermischt. Man kann sicher niemanden mit Umwelteinflüssen vom Durchschnittsbegabten zum Genie "machen", aber Menschen leben ja nicht in einer leeren Luftblase....Sozialisation spielt eben auch eine Rolle.

Im Übrigen halte ich IQ für einen Konstrukt....letztendlich geht es doch darum, dass ein Mensch in seiner Umwelt möglichst gut zurecht kommt. Mein IQ mag ja hoch sein, aber das hilft mir auch nichts, wenn man mich bei den Buschmännern in Afrika aussetzt. ^^ Da ist mir selbst der minderbegabteste Buschmann überlegen, wenn es dann ums Überleben in seiner Umwelt geht.

0

Was möchtest Du wissen?