Wie argumentiert ein Diskursethiker?

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1 Antwort

Das kommt auf den gängigen Trend an. Diskursethik ist für sich keine Meinung sondern nur die "ausdikutierte Meinung" verschiedener Auffassungen. Ein solcher Diskurs wäre im 13. JH (Hochscholastik) anders ausgefallen als im 16. JH (Renaissance). Und heute fällt sie anders aus, ob sie in China geführt wird oder in Afrika. Diskursethik bedeutet lediglich, eine Übereinstimmung auf dem Weg des argumentativen Meinungsaustauschs zu finden. Und da klingt bereits ein gut Stück Idealismus mit. Diskutier doch mal mit Leuten des IS oder sonstiger Fundamentalisten, auch christlicher, für die ihre krude Bibelauslegung das Non-Plus-Ultra ist. Da ist Ende Fahnenstange mit Diskussion. Zum Thema Leihmutterschaft werden alle möglichen Für und Wider geprüft. Das hängt ja auch davon ab, in welcher Gesellschaft und unter welchen Machtverhältnissen. Trägt eine Inderin für Geld das Kind einer reichen Europäerin aus, sozusagen der gemietete Vorgeburtskasten oder muss eine Frau aus gesundheitlichen Gründen zu diesem Mittel greifen, um das Überleben des Kindes zu sichern. Das ist doch starkt situationsabhängig.

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Kommentar von ChristopherAs
12.06.2016, 10:57

Ich hab einen Zettel von meiner Lehrerin bekommen über verschiedenste Dinge der Bioethik. Und unter diversen Themen stand "Wie würde ein Deontologe, Utilitarist, Kommunitarist oder ein Diskursethiker argumentieren?"

Da war ich dann etwas verwirrt.

Vielen Dank für Ihre Antwort!

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Kommentar von ChristopherAs
12.06.2016, 11:25

Es geht eher darum, wie man jetzt "utilitaristisch" in diesem Fall argumentieren würde - das versteh ich. Aber wie man "diskursethisch" in diesem Fall argumentieren würde, verstehe ich nicht, da ich nur Ihre Definition der Diskursethik kenne.

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