Wie anfällig sind Hydraulikbremsen und wie stehts um die Wartung?

4 Antworten

Hydraulikbremsen sind eigentlich ziemlich anspruchslos.

Wenn du eine Bremse mit DOT als Bremsmedium hast (z. B. von Avid oder Sram), dann musst du diese Bremsflüssigkeit etwa jährlich wechseln, weil sie Wasser anzieht. Bremsen mit Mineralöl (z. B. von Shimano oder Magura) haben dieses Problem nicht. Da ist ein Wechsel nur nötig, wenn Luft im System ist.

Wenn du das falsche Bremsmedium einfüllst (z. B. DOT in eine Shimano Bremse), ist die Bremse hinüber, weil die Dichtungen angegriffen werden. Das solltest du aber hinbekommen.

Ansonsten sollte man bei einem neuen MTB, neuer Bremse und neuen Bremsbelägen die Bremse immer zuerst neu einbremsen, damit die Bremskraft optimal ist und die Beläge nicht verglasen. Ist aber auch kein Hexenwerk (http://www.bike-magazin.de/service/bike_wissen/service-einbremsen-von-scheibenbremsen/a20337.html).

Wichtig ist noch, dass kein Öl oder Fett auf Bremsscheibe oder -beläge gelangt. Dies führt zu starkem Bremskraftverlust und meist quietscht es. Die Scheibe kann man dann reinigen, die Beläge sind i. d. R. hinüber. Viele passen da oft nicht auf, wenn sie Kettenöl zum Sprühen verwenden.

Wenn du das Laufrad ausgebaut hast, solltest du außerdem den Bremshebel nicht betätigen, weil die Bremskolben sonst zu weit aus dem Bremssattel fahren. Wenn diese rausfallen, musst du sie wieder reinsdrücken, wobei Luft ins System gelangt und du musst dann entlüften.

Das betrifft aber alles eher so Feinheiten bei Reparatur und Pflege. Beim Fahren selbst sind die Bremsen anspruchslos und lassen sich im Normalfall besser dosieren als Felgenbremsen und sind auch unabhängiger von Umwelteinflüssen, z. B. Nässe. Verschleiß von Bremsbelägen und irgendwann Bremsscheibe lässt sich natürlich nicht verhindern.

Das man am besten als Leihe die Finger davon lässt sie warten zu wollen ? :D

Nein die Teile arbeiten eigentlich Problemlos. Für den Tansport ohne Reifen gibts normal solche Abstandshalter das die bremsbacken nicht zusammenfahren und man unnötig arbeit hat.

Irgendwo hatte ich gelesen das es zu Problemen führen kann wenn man lange Zeit die Bremse schleifen lässt die sollen dann "verglasen" und damit wohl erhelblich an leistung verlieren.

Und nochmal zu Zeile 1 .. ich gebe mein Rad ab wenns neue Bremsen braucht für so unbegabt halte ich mich, koste mich erstaunlich wenig .. und die bremse ist danach perfekt eingestellt und ich muss nicht rumtesten.

Für die Wartung von Hydraulikbremsen gibt es inzwischen auf Youtube einige Videos, was alles zu beachten ist und auch eine Live Vorführung.
Ich selbst wollte dies vor Kurzem machen und habe natürlich mit Anfänger Erfahrung viel länger gebraucht und auch mehr Sauerei veranstaltet.
  Ich persönlich würde aber lieber wieder eine "bessere" V-Brake nehmen beim nächsten Radkauf. Da kann man auch selbst noch alles reparieren, ohne Anleitung.
Auch mal spontan, während der Tour, sollte ein Defekt auftreten vorfallen. 

Werd ich mir heut mal ansehen, bis jetzt hab ich auch noch keine Ahnung davon.

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Kommt auf das Einsatzgebiet an, ich habe gute V-Brakes aber wenn es Regnet und man durch die Matsche im Wald fährt, schleift der Dreck zwischen felge und Bremsbacken due Bremswirkung lässt dadurch stark nach, da der Dreck dazwischen ist.

Meine Frau hat Bremsscheiben Hydraulische , die hat keinerlei Probleme.

Da die Bremse nicht so den Dreck und Matsch abbekommt.

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@DerBube01

Das ist der Punkt. Felgenbremsen taugen nichts im Matsch, ist mir auch schon so passiert.

Es braucht aber richtigen Matsch. Nässe macht Felgenbremsen nichts aus.

Nun, wenn man kein Mountainbiker ist, muss man ja nicht im Matsch rumfahren und kann sich so aufwendige und teure hydraulische Scheibenbremsen sparen.

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