Wie am Besten mit Abmahnung umgehen?

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4 Antworten

Die Frist von 2 Tagen kannst Du schon mal übersehen. Jeder weiß, dass eine solche Frist nicht einzuhalten ist. Läuft es auf eine ordentliche Kündigung hinaus, ergibt sich kein Unterschied zur Eigenbedarfskündigung. Die Fristen sind gleich.

Erstelle eine eigene Abrechnung:

Ganz oben steht, wie hoch der Kautionsbetrag sein sollte.
Dann die einzelnen Zahlungen mit Datum, die Du bisher geleistet hast.
Dann der Betrag mit dem Guthaben aus der Betriebskostenabrechnung.
Dann Summe, was bis dahin geleistet wurde und welcher Betrag zu dem Zeitpunkt noch offen war.

Diesen noch offenen Betrag überweist Du sofort. Damit dürfte das Thema vom Tisch sein.

Dann gehst Du auf die aktuelle Abrechnung ein, die rein gar nichts mit der Kaution zu tun hat und teilst mit, was Deiner Meinung nach verkehrt ist und bittest um Überprüfung und Korrektur.

Falls Du das Geld nicht komplett hast, leih es  Dir und trete ggf. Deine Forderung aus dem Guthaben an den hilfsbereiten Menschen ab.

Ich vermute einfach, dass der Rechtsanwalt nicht so gut informiert wurde. Aber damit dürfte auch ohne Mieterverein das Thema erst einmal vom Tisch sein und Du hast nichts weiter zu befürchten. Die Vermieterin würde ich aber fragen, weshalb sie plötzlich einen Anwalt auf Dich hetzt.

Ich soll mit Frist (Tage) die restliche offene Kaution begleichen.

das ist auch rechtens.

Dass dies jetzt entsprechend auf eine ordentliche Kündigung dürfte ja klar sein.

lies Dir nochmal diesen Satz durch und überlege Dir, was Du eigentlich sagen wolltest.

und mir dort einen offenen Betrag von ca. der Hälfte von dem Betrag der der dem Anwaltsschreiben zu entnehmen ist.

auch diesen Satz musst Du nochmal überdenken.

Dazu kommt, dass die aktuelle Heizkostenabrechnung fehlerhaft ist. Hier hat die Vermieterin mit den falschen Zahlen gerechnet.

dann bemängel diese Abrechnung.

Die Frist in der Abmahnung dürfte nicht angemessen sein oder irre ich mich da?

vielleicht - weise den Anwalt darauf hin, welche Vereinbarung die Vermieterin und Du getroffen habt.

Fordern, dass das Guthaben auf das Kautionskonto eingezahlt wird kann ich wohl nicht?

nein, das nicht, aber Du kannst das natürlich vorschlagen

Also meiner Laien Meinung nach:

1. Das eine mündliche Absprache getroffen wurde lässt sich nicht beweisen, hast du einige der Monatsraten gezahlt und davon Kontoauszüge?

2. Die Abmahnung ist rechtens denn
Die Kündigung wegen Kautionsrückstand ist seit 2013 nunmehr sogar gesetzlich geregelt worden. Dem Vermieter wird hierdurch eine weitere Kündigungsmöglichkeit zu den bisher „klassischen“ Kündigungsrechten wegen Mietzahlungsverzug eingeräumt. Der Vermieter kann demnach kündigen, sofern der Mieter mit der Sicherheitsleistung nach § 551 BGB in Verzug gerät.
Gesetzestext:
„Ein wichtiger Grund im Sinne des § 543 Absatz 1 liegt ferner vor, wenn der Mieter mit einer Sicherheitsleistung nach § 551 in Höhe eines Betrages im Verzug ist, der der zweifachen Monatsmiete entspricht. Die als Pauschale oder als Vorauszahlung ausgewiesenen Betriebskosten sind bei der Berechnung der Monatsmiete nach Satz 1 nicht zu berücksichtigen. Einer Abhilfefrist oder einer Abmahnung nach § 543 Absatz 3 Satz 1 bedarf es nicht. Absatz 3 Nummer 2 Satz 1 sowie § 543 Absatz 2 Satz 2 sind entsprechend anzuwenden.“

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Das dürfte aufgrund der Nichtbeweisbarkeit von 1 wohl machbar sein, die Abmahnung wundert mich nur. Dürfte aber als Absicherung vor Gericht gedacht sein!

3. Fehlerhafte Heizkosten

Hast du das schon schriftlich bemängelt bzw. hat dein Vermieter das bereits akzeptiert?

Weiteres Vorgehen:

Ich gehe davon aus das du gerade nicht das Geld hast die restliche Kaution zu zahlen? Wenn du das hast würde ich zahlen und gut ist!

Wenn nicht:

Schriftlich, als Einschreiben mit Rückschein und am besten als Fax mit Sendebericht vorab!

Du Widersprichst der Abmahnung mit Hinweis auf die zuviel gezahlten Heizkosten (Bitte schreib die genauen Werte rein!). Das dürfte zwar kompliziert werden, ist aber neben der Zahlung wohl deine einzige gute Chance. Alternativ könntest du auch die Miete 1x nicht Zahlen und davon die Mietsicherheit ausgleichen, je nach genauen Beträgen.

xxSeekuhxx 05.07.2017, 07:24

Die erste Zahlung kann ich durch Quittung belegen und der Rest auf dem Kontoauszug mit dem Vermerk. "Rate Kaution" und dann wäre natürlich noch der Hinweis auf der Betriebskostenabrechnung, dass das Guthaben dem Kautionskonto zugeführt wird.

Die Kautionshöhe beträgt "nur" zwei Monatsmieten. Davon ist noch 1/5 offen. Also dürfte doch der wichtige Grund nicht mehr greifen und eine fristlose/außerordentliche Kündigung nicht mehr möglich. Bleibt nur noch die Möglichkeit der ordentlichen Kündigung.

Darf ich denn überhaupt mit dem Guthaben verrechnen? Im Standardmietvertrag wird die Verrechnung der Kaution mit Mietzahlungen ausgeschlossen. 

Natürlich wäre es sowohl als auch praktischer es so zu  handhaben. 

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Da kann dir wohl nur ein Anwalt helfen. Da würde ich auch nicht mehr lange mit warten, denn da sind aller Wahrscheinlichkeit schon weitere Probleme vorprogrammiert.

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